{"id":219,"date":"2003-06-03T20:52:55","date_gmt":"2003-06-03T18:52:55","guid":{"rendered":"http:\/\/abtei.kloster-weltenburg.de\/?p=219"},"modified":"2023-01-02T17:15:56","modified_gmt":"2023-01-02T16:15:56","slug":"gedenkstein-fuer-abt-benedikt-werner-in-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/en\/2003\/06\/03\/gedenkstein-fuer-abt-benedikt-werner-in-muenchen\/","title":{"rendered":"Gedenkstein f\u00fcr Abt Benedikt Werner in M\u00fcnchen&nbsp;"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-772 alignleft\" src=\"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/wp-content\/uploads\/2003\/06\/abtbenediktwerner.jpg\" alt width=\"182\" height=\"260\"> Im Jahr 2003 wurde in zahlre\u00adichen Ver\u00adanstal\u00adtun\u00adgen und Pub\u00adlika\u00adtio\u00adnen an die S\u00e4ku\u00adlar\u00adi\u00adsa\u00adtion 1803 erin\u00adnert. Dieses Gedenk\u00adjahr an die Aufhe\u00adbung der Kl\u00f6ster und Stifte vor 200 Jahren weck\u00adte auch die Erin\u00adnerung an den dama\u00adli\u00adgen let\u00adzten Abt von Wel\u00adtenburg, Benedikt Wern\u00ader, neu. Von 1786 \u20111803 stand der geb\u00fcr\u00adtige Diet\u00adfurter an der Spitze der Abtei St. Georg an der Donau. Er kann zu den gro\u00dfen Gestal\u00adten in der fast 1400j\u00e4hrigen Geschichte des Klosters gez\u00e4hlt wer\u00adden. Die Regierungszeit Wern\u00aders brachte eine let\u00adzte Bl\u00fcte, die sich im kul\u00adturellem und wis\u00adsenschaftlichem Schaf\u00adfen und in seel\u00adsor\u00adglichem Wirken der Patres zeigte. In dieser lebte und wirk\u00adte auch der Wel\u00adtenburg\u00ader Klosterkom\u00adpon\u00adist P. Ben\u00adno Gru\u00adber (+1796). Nach\u00addem der Vor\u00adgang der Aufhe\u00adbung des Klosters durch einen Kel\u00adheimer Beamten abgeschlossen und der Besitz weit\u00adge\u00adhend ver\u00adsteigert war, mu\u00dfte auch Abt Benedikt Wern\u00ader sich am 19. Okto\u00adber 1803 zur Abreise entschlie\u00dfen. Der Lokalkom\u00admis\u00ads\u00e4r \u00fcber\u00adlie\u00df ihm in einem let\u00adzten Fre\u00adund\u00adschafts\u00addi\u00adenst den Reisewa\u00adgen und die bei\u00adden let\u00adzten noch nicht ver\u00adsteigerten Klosterpferde. Als vom Turm die mit\u00adtern\u00e4chtliche Stunde schlug, fuhr der Pr\u00e4lat aus dem ver\u00f6de\u00adten Kloster\u00adhof. Er hat sein geliebtes Wel\u00adtenburg nie mehr gese\u00adhen. Sp\u00e4ter ges\u00adtand er einem ver\u00adtraut\u00aden Fre\u00adund in M\u00fcnchen, da\u00df er diese Stunde gew\u00e4hlt habe, um nie\u00adman\u00adden mehr zu sehen und von nie\u00adman\u00adden gese\u00adhen zu wer\u00adden. Aber \u201cals er allein ohne Zeu\u00adgen das let\u00adztemal bey den ihm so lange bekan\u00adnten Felsen vor\u00adbey\u00adfuhr, kon\u00adnte er sich der Tr\u00e4\u00adnen nicht enthal\u00adten\u201d hei\u00dft es in ein\u00ader bald nach seinem Tod, 1835 erschiene\u00adnen kurzen Lebens\u00adbeschrei\u00adbung des let\u00adzten Wel\u00adtenburg\u00ader Abtes. Er lebte von da an als Pri\u00advat\u00adgelehrter in M\u00fcnchen (Sch\u00f6n\u00adfelder Str. 107\/2) und ver\u00adfasste umfan\u00adgre\u00adiche his\u00adtorische Abhand\u00adlun\u00adgen \u00fcber die Geschichte Wel\u00adtenburgs, \u00fcber Musikgeschichte etc. Sie befind\u00aden sich heute im Haupt\u00adstaat\u00adsarchiv in M\u00fcnchen. Durch sie sind viele Quellen der Klostergeschichte in Abschrift erhal\u00adten geblieben, deren Orig\u00adi\u00adnal l\u00e4ngst ver\u00adloren ging. Abt Benedikt Wern\u00ader ver\u00adstarb am 20. Okto\u00adber 1830 im Alter von 82 Jahren. Sein Grab fand er auf dem s\u00fcdlichen Fried\u00adhof in M\u00fcnchen. Die Nach\u00adforschun\u00adgen ergaben als Begr\u00e4b\u00adnis\u00adplatz die Nr. 17\/5\/1. Der Fried\u00adhof an der Thalkirch\u00aden\u00ader Stra\u00dfe wird seit etwa 60 Jahren nicht mehr belegt und ste\u00adht unter Denkmalschutz&nbsp;.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lei\u00adder war das Grab des let\u00adzten Wel\u00adtenburg\u00ader Abtes vor der S\u00e4ku\u00adlar\u00adi\u00adsa\u00adtion durch kein\u00ader\u00adlei Grab\u00addenkmal mehr ken\u00adntlich und dro\u00adhte in Vergessen\u00adheit zu ger\u00adat\u00aden. Den M\u00f6nchen von Wel\u00adtenburg war es darum ein Anliegen, das Andenken an diesen bedeu\u00adten\u00adden Abt lebendig zu hal\u00adten. Darum wurde nun ein Liegestein an der Grab\u00adstelle auf dem Alten S\u00fcd\u00adfried\u00adhof in M\u00fcnchen am 12. August 2004 ange\u00adbracht. Er wurde von dem Bild\u00adhauer Alfred B\u00f6schl, Adl\u00adhausen, geschaf\u00adfen. Das Mate\u00adr\u00adi\u00adal des G<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-779 size-full\" src=\"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/wp-content\/uploads\/2003\/06\/bwgedenkstein.jpg\" alt width=\"260\" height=\"198\">edenksteines ist der heimis\u00adche \u201cKel\u00adheimer Mar\u00admor\u201d (Auer Kalk \u2014 Muschel\u00adka\u00adlk), was den Bezug zur ein\u00adsti\u00adgen kl\u00f6ster\u00adlichen Heimat des Abtes Benedikt Wern\u00ader wieder her\u00adstellt. Die Inschrift des Grab\u00addenkmals, das mit dem Kreuz und dem Abtswap\u00adpen, im ges\u00adpal\u00adte\u00adnen Schild Waage und \u00d6lzweig, geschm\u00fcckt ist, lautet:&nbsp;<\/p>\n<p><\/p><center><\/center><center><b>Abt Benedikt Wern\u00ader&nbsp;OSB&nbsp;<br>\n18.12.1748 + 20.10.1830&nbsp;<br>\nAbt des Klosters Weltenburg&nbsp;<br>\nvon 1786 bis zur S\u00e4ku\u00adlar\u00adi\u00adsa\u00adtion&nbsp;1803<\/b><\/center>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die S\u00e4ku\u00adlar\u00adi\u00adsa\u00adtion im Jahre 1803 war auch in Wel\u00adtenburg eine \u00fcber 1000j\u00e4hrige Tra\u00addi\u00adtion kl\u00f6ster\u00adlichen Lebens abgeris\u00adsen. Diese Unter\u00adbrechung w\u00e4hrte gl\u00fcck\u00adlicher\u00adweise nur 39 Jahre. Dank der Bem\u00fchun\u00adgen und der Gro\u00dfherzigkeit des bay\u00aderischen K\u00f6nigs Lud\u00adwig I. erstand bere\u00adits 1842, also 12 Jahre nach dem Tod des Abtes Benedikt Wern\u00ader, das Benedik\u00adtin\u00aderk\u00adloster an der Donau wieder. Die Abteikirche und die Kloster\u00adan\u00adlage, die erst zu Anfang des 18. Jahrhun\u00adderts errichtet wor\u00adden waren, hat\u00adten sich in ihrer Gesamtheit erhal\u00adten. So kon\u00adnten die ersten M\u00f6nche, die zur Wieder\u00adgr\u00fcn\u00addung aus Met\u00adten kamen, in m\u00fch\u00adseli\u00adgen und beschei\u00adde\u00adnen Anf\u00e4n\u00adgen an der Geschichte der unterge\u00adgan\u00adgenen Abtei ankn\u00fcpfen. Inzwis\u00adchen wur\u00adden weit\u00adere 162 Jahre Klostergeschichte den alten Annalen hinzuge\u00adf\u00fcgt, von denen 91 Jahre seit der Erhe\u00adbung zur Abtei durch den Prinzre\u00adgen\u00adten und nach\u00adma\u00adli\u00adgen K\u00f6nig Lud\u00adwig III. 1913 ver\u00adgan\u00adgen sind. So bewahrheit\u00adet sich auch f\u00fcr die Abtei Wel\u00adtenburg der Wap\u00adpen\u00adspruch Monte Cassi\u00adnos, des Mut\u00adterk\u00adlosters der Benedik\u00adtin\u00ader: \u201cSuc\u00adcisa viresc\u00adit \u2014 Abge\u00adhauen bl\u00fcht es wieder auf.\u201d&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"right\">Abt Thomas M. Frei\u00adhart OSB, Weltenburg<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2003 wurde in zahlre\u00adichen Ver\u00adanstal\u00adtun\u00adgen und Pub\u00adlika\u00adtio\u00adnen an die S\u00e4ku\u00adlar\u00adi\u00adsa\u00adtion 1803 erin\u00adnert. Dieses Gedenk\u00adjahr an die Aufhe\u00adbung der Kl\u00f6ster und Stifte vor 200 Jahren weck\u00adte auch die Erin\u00adnerung an den dama\u00adli\u00adgen let\u00adzten Abt von Wel\u00adtenburg, Benedikt Wern\u00ader, neu. Von 1786 \u20111803 stand der geb\u00fcr\u00adtige Diet\u00adfurter an der Spitze der Abtei St. Georg&nbsp;an&nbsp;\u2026&nbsp;<\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/en\/2003\/06\/03\/gedenkstein-fuer-abt-benedikt-werner-in-muenchen\/\" class=\"more-link\">Con\u00adtin\u00adue read\u00ading<span class=\"screen-reader-text\"> \u201cGedenkstein f\u00fcr Abt Benedikt Wern\u00ader in M\u00fcnchen&nbsp;\u201d<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-219","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-historisches"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=219"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6287,"href":"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219\/revisions\/6287"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=219"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=219"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=219"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}