{"id":227,"date":"2001-11-22T20:56:44","date_gmt":"2001-11-22T19:56:44","guid":{"rendered":"http:\/\/abtei.kloster-weltenburg.de\/?p=227"},"modified":"2023-01-02T17:09:49","modified_gmt":"2023-01-02T16:09:49","slug":"restaurierung-der-figuren-des-hochaltars","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/en\/2001\/11\/22\/restaurierung-der-figuren-des-hochaltars\/","title":{"rendered":"Restaurierung der Figuren des Hochaltars"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pressemit\u00adteilung anl\u00e4\u00dflich der \u00f6ffentlichen Pr\u00e4sen\u00adta\u00adtion der abgeschlosse\u00adnen Restau\u00adra\u00adtion der Haupt\u00adfig\u00aduren am Hochaltar&nbsp;<\/strong><br>\n<strong>22.11.2001&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-794 alignleft\" src=\"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/wp-content\/uploads\/2001\/11\/hochaltargruppe.gif\" alt width=\"220\" height=\"313\">Fast drei Jahre war der Blick auf den ber\u00fchmten Hochal\u00adtar der Klosterkirche durch ein Ger\u00fcst verdeckt. In der ersten Etappe wur\u00adden die lebens\u00adgro\u00dfen Haupt\u00adfig\u00aduren, der hl. Georg auf dem Pferd, der den Drachen t\u00f6tet, die K\u00f6nigstochter, sowie die hll. Mar\u00adtin und Mau\u00adrus restauriert.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Egid Quirin Asam hat diese Fig\u00aduren zwis\u00adchen 1721 und 1723 geschaf\u00adfen. Dazu hat er zun\u00e4chst ein St\u00fctzger\u00fcst aus Eisen ange\u00adfer\u00adtigt, das er anschlie\u00dfend mit Stroh umwick\u00adelte, um darauf mit grobem Stuck\u00adm\u00f6r\u00adtel die Form zu mod\u00adel\u00adlieren. Aus Gr\u00fcn\u00adden der Gewicht\u00adserspar\u00adnis wurde der M\u00f6r\u00adtel mit Holzkohlest\u00fcck\u00aden ver\u00adset\u00adzt. F\u00fcr die endg\u00fcltige For\u00admge\u00adbung und die Ausar\u00adbeitung der Ober\u00adfl\u00e4chen fand eine feink\u00f6rnige und dichtere Stuck\u00admasse Ver\u00adwen\u00addung. Die far\u00adbige Fas\u00adsung und Ver\u00adgoldung der Fig\u00aduren hat m\u00f6glicher\u00adweise Salome Born\u00adschl\u00f6gl, die Schwest\u00ader der Asam\u00adbr\u00fcder aus\u00adge\u00adf\u00fchrt. Ihre Anwe\u00adsen\u00adheit im Kloster vom Sep\u00adtem\u00adber 1723 bis Juli 1724 ist archivalisch belegt. F\u00fcr die Aus\u00adf\u00fchrung von Fas\u00adsar\u00adbeit\u00aden erh\u00e4lt sie in dieser Zeit t\u00e4glich einen Gulden \u2014 bei freier Kost und&nbsp;Logis.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon seit l\u00e4n\u00adger\u00ader Zeit waren an den Fig\u00aduren Sch\u00e4\u00adden beobachtet wor\u00adden. 1997 hat deshalb das Kloster im Ein\u00advernehmen mit dem Bay\u00aderischen Lan\u00addesamt f\u00fcr Denkmalpflege eine Unter\u00adsuchung ver\u00adan\u00adlasst, um die Ursachen und das Aus\u00adma\u00df der Sch\u00e4\u00adden zu kl\u00e4ren. Schnell hat sich gezeigt, dass der Bestand akut gef\u00e4hrdet ist und drin\u00adgen\u00adder Hand\u00adlungs\u00adbe\u00addarf beste\u00adht. Die vorhan\u00adde\u00adnen Ver\u00adgoldun\u00adgen, Ver\u00adsil\u00adberun\u00adgen und Farb\u00adfas\u00adsun\u00adgen, die bei der let\u00adzten Ren\u00adovierung 1960 bis 1962 voll\u00adst\u00e4ndig erneuert wor\u00adden waren, l\u00f6sten sich zum Teil in gro\u00dfen Schollen vom Unter\u00adgrund ab. Au\u00dfer\u00addem war zu bef\u00fcrcht\u00aden, dass damit auch die zumin\u00add\u00adest in Teil\u00adbere\u00adichen noch vorhan\u00addene Orig\u00adi\u00adnal\u00adfas\u00adsung gesch\u00e4digt w\u00fcrde, stel\u00adlen\u00adweise war sog\u00adar die obere Stuckschicht in Mitlei\u00adden\u00adschaft gezo\u00adgen. Neben den kli\u00adma\u00adtis\u00adchen Prob\u00adle\u00admen des Kirchen\u00adraumes sind auch die fr\u00fcheren Restau\u00adrierun\u00adgen als urs\u00e4ch\u00adlich f\u00fcr die Sch\u00e4\u00adden anzuse\u00adhen. Es wurde deshalb ein Restau\u00adrierungskonzept mit dem Ziel entwick\u00adelt, die Ma\u00df\u00adnah\u00admen fr\u00fcher\u00ader Bear\u00adbeitun\u00adgen m\u00f6glichst r\u00fcck\u00adg\u00e4ngig zu machen und den urspr\u00fcnglichen Bestand, soweit noch vorhan\u00adden, zu kon\u00adservieren und wo n\u00f6tig, zu erg\u00e4nzen.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Abschluss der Vorun\u00adter\u00adsuchung und der Anlage ver\u00adschieden\u00ader Arbeitsmuster kon\u00adnte im Jan\u00adu\u00adar 1999 mit den Restau\u00adrierungsar\u00adbeit\u00aden begonnen wer\u00adden. Nach der Sicherung und Fes\u00adti\u00adgung gef\u00e4hrde\u00adter Bere\u00adiche wurde zun\u00e4chst die tech\u00adnisch prob\u00adlema\u00adtis\u00adche Fas\u00adsung und Ver\u00adgoldung der sechziger Jahre ent\u00adfer\u00adnt. Die Abnahme erfol\u00adgte gr\u00f6\u00df\u00adten\u00adteils mit Skalpellen, zum Teil auch mit L\u00f6semit\u00adteln. Die orig\u00adi\u00adnale Fas\u00adsung fand sich dabei nur noch in Teil\u00adbere\u00adichen. Zum gro\u00dfen Teil ist sie bere\u00adits im 19. Jahrhun\u00addert ver\u00adloren gegan\u00adgen, vor oder w\u00e4hrend der umfassenden Restau\u00adrierung in den Jahren 1874\/75. Gr\u00f6\u00dfere Ober\u00adfl\u00e4chen mit urspr\u00fcnglich\u00ader Met\u00adal\u00adlau\u00adflage und Fas\u00adsung kon\u00adnten am Drachen, Gesicht des hl. Georg, Pferd\u00adedecke, K\u00f6nigstochter und Kopf des hl. Mar\u00adtin freigelegt wer\u00adden. Vielfach ist die Orig\u00adi\u00adnal\u00adfas\u00adsung jedoch stark reduziert, nur noch frag\u00admen\u00adtarisch erhal\u00adten oder voll\u00adst\u00e4ndig zer\u00adst\u00f6rt, so dass in Teil\u00adbere\u00adichen auch Erneuerun\u00adgen der Fas\u00adsung erforder\u00adlich wur\u00adden. Als Anhalt\u00adspunk\u00adte f\u00fcr die Rekon\u00adstruk\u00adtion standen manch\u00admal nur min\u00adi\u00admal\u00adste Farbbe\u00adfunde zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung. Zudem war eine har\u00admonis\u00adche Abstim\u00admung mit den geal\u00adterten orig\u00adi\u00adnalen Ober\u00adfl\u00e4chen zu gew\u00e4hrleis\u00adten, was sich als beson\u00addere Her\u00adaus\u00adforderung erwies.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend der Bear\u00adbeitung kon\u00adnten inter\u00ades\u00adsante Befunde aufgedeckt wer\u00adden, die in Teil\u00adbere\u00adichen zu ein\u00ader grundle\u00adgen\u00adden Ver\u00e4n\u00adderung des gewohn\u00adten Erschei\u00adn\u00adungs\u00adbildes gef\u00fchrt haben. Am augen\u00adf\u00e4l\u00adlig\u00adsten ist das bei den bei\u00adden Assis\u00adten\u00adz\u00adfig\u00aduren, den hll. Mar\u00adtin und Mau\u00adrus. Bis\u00adlang waren sie ver\u00adsil\u00adbert und ver\u00adgold\u00adet, jet\u00adzt sind sie wei\u00df, in der Wirkung wie Stein\u00adskulp\u00adturen. Der Blick wird damit wieder mehr auf die gold- und sil\u00adber\u00adgl\u00e4nzende zen\u00adtrale Fig\u00adur des hl. Georg gelenkt. Auch hier gibt es Ver\u00e4n\u00adderun\u00adgen im Detail \u2014 der Har\u00adnisch ist jet\u00adzt Gold statt Sil\u00adber, das zulet\u00adzt gold\u00adene Brustkreuz leuchtet wieder rot wie im 19. Jahrhundert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemit\u00adteilung anl\u00e4\u00dflich der \u00f6ffentlichen Pr\u00e4sen\u00adta\u00adtion der abgeschlosse\u00adnen Restau\u00adra\u00adtion der Haupt\u00adfig\u00aduren am Hochal\u00adtar&nbsp; 22.11.2001&nbsp; Fast drei Jahre war der Blick auf den ber\u00fchmten Hochal\u00adtar der Klosterkirche durch ein Ger\u00fcst verdeckt. In der ersten Etappe wur\u00adden die lebens\u00adgro\u00dfen Haupt\u00adfig\u00aduren, der hl. Georg auf dem Pferd, der den Drachen t\u00f6tet, die K\u00f6nigstochter, sowie die hll. 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