{"id":51,"date":"2020-06-02T06:49:51","date_gmt":"2020-06-02T04:49:51","guid":{"rendered":"http:\/\/abtei.kloster-weltenburg.de\/?page_id=51"},"modified":"2022-03-31T20:09:54","modified_gmt":"2022-03-31T18:09:54","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kloster-weltenburg.de\/es\/kloster-kirche\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte des Klosters"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wel\u00adten\u00adburg gr\u00fcn\u00addet in einer alten Kul\u00adtur\u00adlands\u00adchaft, die seit der Jungs\u00adtein\u00adzeit (4500\/3500 v. Chr.) besie\u00addelt ist. Auf dem s\u00fcd\u00adlich der Klos\u00adte\u00adran\u00adla\u00adge steil ans\u00adtei\u00adgen\u00adden Arz\u00adberg, der wegen der heu\u00adte dort stehen\u00adden Marien\u00adka\u00adpe\u00adlle auch Frauen\u00adberg genannt wird, ers\u00adtreck\u00adte sich in der Fr\u00fchbronze\u2011, Urnen\u00adfel\u00adder- und Fr\u00fch\u00adla\u00adt\u00e8\u00adne\u00adzeit (ca. 1800\u2013400 v. Chr.) eine bedeu\u00adten\u00adde H\u00f6hen\u00adsied\u00adlung. Die R\u00f6mer rich\u00adte\u00adten im 1. Jh. n. Chr. ein Klein\u00adkas\u00adtell oberhalb des Ortes Wel\u00adten\u00adburg im jetzi\u00adgen Neu\u00adbau\u00adge\u00adbiet \u00bbAm Gal\u00adget\u00ab ein. An der Ste\u00adlle des heu\u00adti\u00adgen Stau\u00adbing befand sich in der zwei\u00adten H\u00e4l\u00adfte des 7. Jh. eine Sied\u00adlung mit einer Holz\u00adkir\u00adche. Das Georgs\u00adpa\u00adtro\u00adzi\u00adnium des Klos\u00adters deu\u00adtet wohl auf sp\u00e4\u00adtan\u00adti\u00adke Urs\u00adpr\u00fcn\u00adge hin, vie\u00adlleicht auf eine Seel\u00adsor\u00adges\u00adta\u00adtion oder gar eine Pil\u00adgerher\u00adber\u00adge an sei\u00adner Ste\u00adlle; der Namens\u00adge\u00adber Wel\u00adto taucht erst im 8. Jh. auf. Danach ist Wel\u00adten\u00adburg bis\u00adch\u00f6\u00adfli\u00adchre\u00adgens\u00adbur\u00adgisch und hat enge Ver\u00adbin\u00addun\u00adgen zu St. Emme\u00adram. Die Vors\u00adte\u00adllung, das Klos\u00adter sei im fr\u00fchen 7. Jh. durch die Colum\u00adban-Sch\u00fc\u00adler Eus\u00adta\u00adsius und Agi\u00adlus gegr\u00fcn\u00addet wor\u00adden, geht dage\u00adgen auf Gelehr\u00adte des 18. Jh. zur\u00fcck. Urkund\u00adlich genannt wird \u00bbWel\u00adtin\u00adpurc\u00ab erst\u00admals im Jahr 889. Der hl. Wolf\u00adgang, 972\u2013994 Bis\u00adchof von Regens\u00adburg, lie\u00df die\u00adse auf dem Frauen\u00adberg gele\u00adge\u00adne Burg dann aus\u00adbauen und den Berg befes\u00adti\u00adgen. Erst 1040 ist ein eige\u00adner Abt f\u00fcr das Klos\u00adter erw\u00e4hnt. Im aus\u00adgehen\u00adden 12. Jh. erfolg\u00adte die Weihe der (dann bis 1716 bes\u00adtehen\u00adden) roma\u00adnis\u00adchen Klos\u00adter\u00adkir\u00adche, eines nur eins\u00adchif\u00adfi\u00adgen, lang\u00adges\u00adtreck\u00adten Baus mit nicht ein\u00adge\u00adzo\u00adge\u00adnem Rech\u00adteck\u00adchor und Kry\u00adpta. Unter Abt Kon\u00adrad V. (reg. 1441\u20131450) wur\u00adden Klos\u00adter\u00adle\u00adben und \u2011ver\u00adwal\u00adtung refor\u00admiert, Kir\u00adche und Klos\u00adter\u00adge\u00adb\u00e4u\u00adde reno\u00adviert. Den heu\u00adti\u00adgen Ruhm ver\u00addankt Wel\u00adten\u00adburg Abt Mau\u00adrus I. B\u00e4chl (reg. 1713\u20131743), einem Orga\u00adni\u00adsa\u00adtions\u00adta\u00adlent und Finanz\u00adge\u00adnie mit Durch\u00adsetzungs\u00adver\u00adm\u00f6\u00adgen. Unter ihm ents\u00adtand die heu\u00adti\u00adge Baroc\u00adkan\u00adla\u00adge, die in der Asam-Kir\u00adche gip\u00adfelt. Dazu kamen die Neu\u00adges\u00adtal\u00adtung von inkor\u00adpo\u00adrier\u00adten Pfarrkir\u00adchen, Pfarrh\u00f6\u00adfen und Wir\u00adts\u00adchaftsh\u00f6\u00adfen, die Errich\u00adtung einer M\u00fch\u00adle und einer Schu\u00adle sowie der Erwerb der Hof\u00admark Affec\u00adking. Als dann im Zuge des \u00d6ste\u00adrrei\u00adchis\u00adchen Erb\u00adfol\u00adge\u00adkriegs Zwang\u00adsein\u00adquar\u00adtie\u00adrun\u00adgen und hohe Krieg\u00adsab\u00adga\u00adben erfolg\u00adten, die sein Werk zunich\u00adte zu machen droh\u00adten, trat Abt Mau\u00adrus I., auch der st\u00e4n\u00addi\u00adgen klos\u00adte\u00adrin\u00adter\u00adnen Kon\u00adflik\u00adte m\u00fcde, 1743 zur\u00fcck. Sein Nach\u00adfol\u00adger Abt Mau\u00adrus II. Kam\u00admer\u00admaier (reg. 1744\u20131777) rich\u00adte\u00adte sein Augen\u00admerk vor allem auf den Aus\u00adbau der Klos\u00adter\u00adbi\u00adbliothek, des Anti\u00adqua\u00adriums und der natur\u00adwis\u00adsens\u00adchaftlich-mathe\u00adma\u00adtis\u00adchen Samm\u00adlung. Unter dem n\u00e4chs\u00adten Abt Rupert Walxh\u00e4u\u00adser (reg. 1778\u20131786) bl\u00fch\u00adte das Musi\u00adkle\u00adben auf, dank so talen\u00adtier\u00adter Kon\u00adven\u00adtua\u00adlen wie Pater Benno Grue\u00adber. Nach\u00addem die Kon\u00adfis\u00adzie\u00adrung des Kir\u00adchen\u00adsil\u00adbers und das Ver\u00adbot der Neuauf\u00adnah\u00adme von Novi\u00adzen voraus\u00adge\u00adgan\u00adgen waren, erfolg\u00adte am 18. M\u00e4rz 1803 die Aufhe\u00adbung des Klos\u00adters durch den Staat. Abt Bene\u00addikt Wer\u00adner zog nach M\u00fcn\u00adchen und ver\u00adfass\u00adte dort eine 24-b\u00e4n\u00addi\u00adge Klos\u00adter\u00adchro\u00adnik und eine neun\u00adb\u00e4n\u00addi\u00adge Musik\u00adges\u00adchich\u00adte Wel\u00adten\u00adburgs. Da \u2013 im Gegen\u00adsatz zu Braue\u00adrei und \u00fcbri\u00adgen Wir\u00adts\u00adchafts\u00adge\u00adb\u00e4u\u00adden \u2013 Kir\u00adche und Kon\u00advent\u00adge\u00adb\u00e4u\u00adde kei\u00adnen K\u00e4u\u00adfer fan\u00adden, wur\u00adde ab 1812 Ers\u00adte\u00adre als Pfarrkir\u00adche und Letz\u00adte\u00adres als Pfarrhof, Schu\u00adle und Leh\u00adrer\u00adwoh\u00adnung genutzt. Auf Veran\u00adlas\u00adsung K\u00f6nig Lud\u00adwigs I. konn\u00adte Klos\u00adter Wel\u00adten\u00adburg 1842 als Prio\u00adrat der Bene\u00addik\u00adti\u00adne\u00adrab\u00adtei Met\u00adten wie\u00adde\u00adre\u00adr\u00f6ff\u00adnet wer\u00adden. Dank einer ansehn\u00adli\u00adchen Dota\u00adtion war es m\u00f6glich, die Klos\u00adter\u00adge\u00adb\u00e4u\u00adde zu sanie\u00adren und fr\u00fche\u00adre Lie\u00adgens\u00adchaf\u00adten, darun\u00adter die Braue\u00adrei, zur\u00fcck\u00adzu\u00adkau\u00adfen. Seit 1913 ist das Klos\u00adter wie\u00adder Abtei. Sie sieht heu\u00adte ihre Haup\u00adtauf\u00adga\u00adbe in der Seel\u00adsor\u00adge (u. a. Betreuung von zwei Pfa\u00adrreien) und in der Erwach\u00adse\u00adnen\u00adbil\u00addung. Im 2014 ein\u00adge\u00adweih\u00adten G\u00e4s\u00adtehaus St. Georg wer\u00adden u. a. Tagun\u00adgen und Semi\u00adna\u00adre, Besin\u00adnungs\u00adta\u00adge und Exer\u00adzi\u00adtien ange\u00adbo\u00adten; die lan\u00adge Musik\u00adtra\u00addi\u00adtion lebt in den von der \u00bbWel\u00adten\u00adbur\u00adger Musik\u00adge\u00admeins\u00adchaft \u00ab verans\u00adtal\u00adte\u00adten Kon\u00adzer\u00adten&nbsp;fort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter dem jetzi\u00adgen, seit 1998 amtie\u00adren\u00adden Abt Tho\u00admas M. Freihart wur\u00adde 1999\u20132008 f\u00fcr ca. 6,5 Millio\u00adnen Euro eine Gesam\u00adtins\u00adtand\u00adsetzung der Kir\u00adche durch\u00adge\u00adf\u00fchrt, au\u00dfer\u00addem eine Sanie\u00adrung der Kon\u00advent\u00adge\u00adb\u00e4u\u00adde und des Fel\u00adsen\u00adke\u00adllers (nun \u00bbBesu\u00adcher\u00adzen\u00adtrum \u00ab) sowie der Ein\u00adbau eines wirk\u00adsa\u00admen Hochwasserschutzes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wel\u00adten\u00adburg gr\u00fcn\u00addet in einer alten Kul\u00adtur\u00adlands\u00adchaft, die seit der Jungs\u00adtein\u00adzeit (4500\/3500 v. Chr.) besie\u00addelt ist. Auf dem s\u00fcd\u00adlich der Klos\u00adte\u00adran\u00adla\u00adge steil ans\u00adtei\u00adgen\u00adden Arz\u00adberg, der wegen der heu\u00adte dort stehen\u00adden Marien\u00adka\u00adpe\u00adlle auch Frauen\u00adberg genannt wird, ers\u00adtreck\u00adte sich in der Fr\u00fchbronze\u2011, Urne\u00adn\u00ad\u00adfe\u00adl\u00ad\u00adder- und Fr\u00fch\u00adla\u00adt\u00e8\u00adne\u00adzeit (ca. 1800\u2013400 v. Chr.) eine bedeu\u00adten\u00adde H\u00f6hen\u00adsied\u00adlung. 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