Einweihung des Gästehauses St. Georg am 24. Juni 2014

Das Hoch­fest der Geburt des Hl. Johan­nes des Täu­fers wur­de durch die Fest­lich­kei­ten zu10511315_854314974583207_5796389844794309004_nm Abschluss der drei­ein­halb­jäh­ri­gen Bau­ar­bei­ten in der Bene­dik­ti­ner­ab­tei zu einem beson­de­ren Ereig­nis.  „Ein wich­ti­ger Tag für Wel­ten­burg und ein  Mei­len­stein in der Geschich­te des Klos­ters“, so begeis­ter­ten sich Gäs­te und Fest­red­ner. Durch die Fer­tig­stel­lung des Gäs­te­hau­ses sei aber auch ein Grund­satz der Bene­dik­ti­ner erfüllt, der da heißt: „Alle, die da kom­men, sol­len auf­ge­nom­men wer­den“. So beton­te es Abt­prä­ses Bar­na­bas Bög­le, der Zele­brant des vor­mit­täg­li­chen Pon­ti­fi­kal­am­tes in der Abtei­kir­che und so beton­te es Abt Tho­mas M. Frei­hart beim Fest­akt im gro­ßem Festsaal.

Alfred Böschl schuf Eingangsszenen

HCW-PHR-BEW-GSG_140624-071300Dazwi­schen aber lag die Seg­nung des Gäs­te­hau­ses und der Gang durch alle nun fer­tig­ge­stell­ten Räu­me. Den Ein­gangs­be­reich in der neu­en Pfor­te des Tor­hau­ses zie­ren zwei von Bild­hau­er All­fred Böschl als Glas­bil­der geschaf­fe­ne Sze­nen aus dem Leben des Hei­li­gen Bene­dikt. Eben­falls von Böschl stam­men auch das Ein­gangs­kreuz und die Kreu­ze in den Zim­mern und den Semi­nar­räu­men. „Der heu­ti­ge Tag erfüllt mei­ne Mit­brü­der, alle Mit­ar­bei­ter und mich per­sön­lich mit gro­ßer Freu­de, weil das Werk nach inten­si­ven Pla­nun­gen und einer Bau­zeit von drei­ein­halb Jah­ren nun abge­schlos­sen ist und wir wie­der Gäs­te in grö­ße­rer Zahl auf­neh­men kön­nen“, beton­te Abt Tho­mas M. Frei­hart beim nach­mit­täg­li­chen Fest­akt. Ganz beson­ders begrüß­te und dank­te er Abt Bar­na­bas, dem Prä­ses der Baye­ri­schen Bene­dik­ti­ner­kon­gre­ga­ti­on sowie Abt Dr. Johan­nes Eckert von der Abtei St. Boni­faz in Mün­chen, der sei­nen Fest­vor­trag unter das Mot­to; „Woh­ne bei Dir selbst: Klös­ter­li­che Gast­freund­schaft als pas­to­ra­le Her­aus­for­de­rung“, stellte.

 Dank sag­te der Abt allen am Bau betei­lig­ten Fir­men sowie Archi­tekt Arnulf Magerl. Die­ser ging auf der Grund­la­ge eines, allen Anwe­sen­den über­reich­ten alten Sti­ches, auf die bau­li­che Ent­wick­lung der klös­ter­li­chen Anla­gen ein. Zum Schluss sei­ner Rede über­reich­te er Abt Tho­mas M. Frei­hart sym­bo­lisch einen rie­si­gen Schlüssel.

Land­rat sprach von Bereicherung

Land­rat Dr. Hubert Fal­ter­mei­er nann­te das Klos­ter und das nun geschaf­fe­ne Gäs­te­haus einHCW-PHR-BEW-GSG_140624-071285e Berei­che­rung für die Bene­dik­ti­ner­ab­tei und für den gesam­ten Land­kreis und dar­über hin­aus. Bür­ger­meis­ter Horst Hart­mann sprach von einer Tra­di­ti­on, die bis ins frü­he Mit­tel­al­ter hin­ein­rei­che und beton­te, dass mit dem Gäs­te­haus Ein­zig­ar­ti­ges ent­stan­den sei. Als Fort­set­zung der Reno­vie­rung der Klos­ter­kir­che und der Errich­tung des Hoch­was­ser­schut­zes war 2011 mit der heu­er been­de­ten Gene­ral­sa­nie­rung der Klos­ter­an­la­ge begon­nen wor­den. Die auf­wen­di­ge Dach­stuhl­ret­tung gehör­te eben­so dazu wie die Gene­ral­sa­nie­rung des Tor­bau­es und der Wirt­schafts­ge­bäu­de, deren Herz­stück das Gäs­te­haus ist.

Sig­rid Manstorfer

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Hochwasserschutz Kloster Weltenburg 2006

Ein­wei­hung des Hoch­was­ser­schut­zes 

hochwasserschutz01„Wenn wir heu­te den Hoch­was­ser­schutz ein­wei­hen kön­nen, dann ist das ein geschicht­li­ches Ereig­nis. Jede Gene­ra­ti­on der Mön­che in der 1400jährigen Geschich­te des Klos­ters muss­te mit der Gefahr der Über­flu­tung durch die Donau leben und mit ihr zurecht kom­men Immer wie­der wur­de das Klos­ter wur­de auch vom Hoch­was­ser heim­ge­sucht und hat­te Zer­stö­run­gen und Schä­den zu bekla­gen. Mit den im zurück­lie­gen­den Jahr aus­ge­führ­ten Maß­nah­men ist eine stän­di­ge Bedro­hung für die Klos­ter­an­la­ge gebannt. Mei­ne Mit­brü­der und mich sowie alle, die hier leben und arbei­ten, die Klos­ter­schen­ke und die Klos­ter­braue­rei, erfüllt dar­um an die­sem Tag Freu­de und Dank­bar­keit. Der errich­te­te Schutz gibt uns das Gefühl der Sicher­heit und lässt uns künf­tig ruhi­ger schla­fen.“ mein­te Abt Tho­mas M. Frei­hart, als er die Fest­gäs­te begrüß­te, die zur Ein­wei­hung des Hoch­was­ser­schut­zes am 12. Okto­ber 2006 gekom­men waren. Unter ihnen waren Staats­mi­nis­ter Dr. Wer­ner Schnapp­auf, Baye­ri­sches Staats­mi­nis­te­ri­um für Umwelt, Gesund­heit und Ver­brau­cher­schutz, Land­rat Dr. Hubert Fal­ter­mei­er, Kel­heim, Bür­ger­meis­ter Fritz Mathes, Kel­heim, der Lei­ter des Was­ser­wirt­schafts­am­tes Lands­hut, BD Johan­nes Schmu­ker, die Pla­ner, Archi­tekt Arnulf Magerl und Sta­ti­ker Anton Land­graf, sowie die aus­füh­ren­den Firmen. 

 

hochwasserschutz02Ein wei­ter Weg, der nach dem Hoch­was­ser im August 2002 sei­nen Anfang genom­men hat­te, ist an sein Ziel gekom­men. Kaum waren die enor­men Schä­den des Pfingst­hoch­was­sers 1999 beho­ben, war die­ses Ereig­nis eine „böse Über­ra­schung“ und mach­te die stän­di­ge Bedro­hung erneut bewusst. So begann man die Mög­lich­kei­ten eines Hoch­was­ser­schut­zes für das Klos­ter näher zu prü­fen. Ein­ge­hen­de Unter­su­chun­gen von Sei­ten der Was­ser­wirt­schaft erbrach­ten schließ­lich als Ergeb­nis die Durch­führ­bar­keit des Schut­zes gegen ein hun­dert­jäh­ri­ges Hoch­was­ser. Posi­tiv konn­te auch die Fra­ge beant­wor­tet wer­den, dass die Aus­füh­rung mit einem ver­tret­ba­ren und ver­hält­nis­mä­ßi­gem finan­zi­el­lem Auf­wand gesche­hen kann. Gegen Ende 2005 wur­de mit dem Bau­maß­nah­men begon­nen, die zügig inner­halb eines knap­pen Jah­res durch­ge­führt wurden. 
Nach der Fest­re­de des Staats­mi­nis­ters erfleh­te der Abt den Segen Got­tes für die Hoch­was­ser­schutz­bau­ten. Gemein­sam mit dem Minis­ter und dem Land­rat leg­te er eini­ge Damm­bal­ken auf als Zei­chen der offi­zi­el­len Inbe­trieb­nah­me des Flutschutzes. 

Hoch­was­ser­schutz 

hochwasserschutz05Das welt­be­rühm­te Klos­ter Wel­ten­burg liegt am Ein­gang der Wel­ten­bur­ger Enge – einem Durch­bruch durch den anste­hen­den Jura­fel­sen, den sich die Donau im Lau­fe der Jahr­tau­sen­de geschaf­fen hat. 

 

Das Klos­ter Wel­ten­burg wur­de erst­mals um das Jahr 600 von den iro­schot­ti­schen-kolum­ba­ni­schen Wan­der­mön­chen Eusta­si­us und Agi­lus von Lux­euil gegrün­det, und ist somit die ältes­te klös­ter­li­che Nie­der­las­sung Bayerns. 
Das der­zeit vor­han­de­ne Klos­ter mit der berühm­ten Asam­kir­che wur­de vor 200 Jah­ren von den Gebrü­dern Asam unter dem dama­li­gen Abt Mau­rus Bächl erbaut. Seit Mit­te des 19.Jahrhunderts steht das Klos­ter unter Denk­mal­schutz. Auf­grund sei­ner unmit­tel­ba­ren Lage an der Donau leb­te die Abtei Wel­ten­burg schon immer mit Hochwässern. 

In den letz­ten 6 Jah­ren war die­ser Donau­ab­schnitt des öfte­ren von sel­te­nen Hoch­was­ser­er­eig­nis­sen betrof­fen. Am här­tes­ten betrof­fen war das Klos­ter vom Pfingst­hoch­was­ser 1999. 

Am Pegel Kel­heim wur­de ein Hoch­was­ser­stand von 8 Metern erreicht. Das Was­ser drang im Mai 1999 durch alle Erd­ge­schoss­fens­ter in das Klos­ter ein. Der Innen­hof mit Braue­rei und Klos­ter­schen­ke wur­de kom­plett über­flu­tet – in der welt­be­rühm­ten Asam­kir­che stand das Was­ser ca. einen hal­ben Meter hoch. 

Der Scha­den wur­de auf ca. 1,5 Mio. € bezif­fert. Ver­tei­di­gungs­maß­nah­men waren 1999 nicht mehr erfolgreich. 
Im August 2002 und 2005 konn­ten durch mas­si­ven logis­ti­schen Auf­wand grö­ße­rer Schä­den abge­wandt wer­den. Das West- und das Nord­tor des Klos­ters, sowie die Fens­ter wur­den mit Sand­sä­cken ver­bar­ri­ka­diert. Unter Lei­tung der Feu­er­wehr wur­den rund 80 000 Sand­sä­cke zum Schutz vor den Was­ser­mas­sen ein­ge­setzt. Das über den Unter­grund ein­ge­drun­ge­ne Was­ser im Innen­hof wur­de von den Hilfs­kräf­ten abgepumpt. 
Um sol­che Kata­stro­phen in Zukunft zu ver­mei­den, wur­de das Was­ser­wirt­schafts­amt Lands­hut beauf­tragt die Mach­bar­keit eines Hoch­was­ser­schut­zes für die­ses denk­mal­ge­schütz­ten Klein­od zu unter­su­chen. Ein her­kömm­li­cher Hoch­was­ser­schutz mit Dei­chen und Mau­ern wür­de der Bedeu­tung die­ses Ensem­bles in sei­ner expo­nier­ten Lage nicht gerecht werden. 

Unter­su­chun­gen zeig­ten, dass die meter­di­cken Mau­ern des Klos­ters dem Hoch­was­ser grund­sätz­lich stand­hal­ten kön­nen. Daher ent­schloss man sich in Abstim­mung mit der Abtei und dem Denk­mal­schutz ledig­lich die vor­han­de­nen ober­ir­di­schen und unter­ir­di­schen Öff­nun­gen zu verschließen. 
Dazu gehö­ren die Fens­ter im Erd­ge­schoss, Türen und Zugangs­be­rei­che des Klos­ters – sowie eine Abdich­tung des durch­läs­si­gen kie­si­gen Untergrundes. 

Für die Unter­su­chung der Grund­was­ser­ver­hält­nis­se, dem mög­li­chen Ein­fluss auf den Braue­rei­brun­nen, sowie Ermitt­lung der not­wen­di­gen Pump­leis­tung wur­de ein Grund­was­ser­mo­dell bei der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen beauf­tragt. Eine Unter­grund­ab­dich­tung bis zum anste­hen­den Fels in bis zu 10 Metern Tie­fe ver­hin­dert den Hoch­was­se­r­an­drang der Donau über den Unter­grund. Für den stän­di­gen Grund­was­ser­aus­tausch wird ein etwa 150 qm gro­ßes Fens­ter in der Unter­grund­ab­dich­tung am Nord­tor ange­ord­net. Gewählt wur­de eine Abdich­tung im Hoch­druck­in­jek­ti­ons­ver­fah­ren um das gan­ze Klos­ter her­um – anbin­dend an die Fun­da­men­te Dabei wird ein Was­ser-Zement­ge­misch unter Hoch­druck, das heißt mit bis zu 400 bar, in den Unter­grund gepresst. Dort ver­bin­det es sich mit dem anste­hen­den Kies und Sand zu einer durch­ge­hen­den etwa 1,50m star­ken säu­len­för­mi­gen Dicht­wand. Für das Ein­brin­gen der Dicht­wand war eine kom­plet­te Neu­ord­nung der Bin­nen­ent­wäs­se­rung und aller sons­ti­gen Spar­ten not­wen­dig. Für die Ent­lüf­tung der Fun­da­men­te und des Mau­er­werks wur­den spe­zi­el­le Maß­nah­men gemäß den Erfor­der­nis­sen des Denk­mal­schut­zes ergrif­fen. Die Bin­nen­ent­wäs­se­rung wur­de gemäß den Ergeb­nis­sen des Grund­was­ser­mo­dells an einer Stel­le gesam­melt. Im Hoch­was­ser­fall wird dann der freie Aus­fluss zur Donau abge­rie­gelt und das anfal­len­de Nie­der­schlags – und Grund­was­ser von einem zen­tra­len Pump­schacht vor dem Nord­tor abge­pumpt. Das Sys­tem ist auf eine Pump­leis­tung von maxi­mal 250 Liter pro Sekun­de aus­ge­legt. Durch zusätz­li­che Ablei­tungs­grä­ben auf dem Frau­en­berg soll ver­hin­dert wer­den, dass das dort anfal­len­de Nie­der­schlags­was­ser in den Klos­ter­in­nen­hof gelangt und eben­falls abge­pumpt wer­den muss. 

 

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Ober­ir­disch ist es not­wen­dig im Hoch­was­ser­fall Damm­bal­ken­ver­schlüs­se an den Zugangs­be­rei­chen zu mon­tie­ren. Am Nord­tor wur­de die ein­ge­bau­te Dicht­wand in das Fun­da­ment für den Damm­bal­ken inte­griert und mit Eisen­trä­gern verstärkt. 
Auf­grund der gro­ßen Höhe von 3,50 Metern des zu mon­tie­ren­den Damm­bal­kens und der damit ver­bun­de­nen Belas­tung von Hoch­was­ser wur­de das Fun­da­ment zusätz­lich mit 15 Meter lan­gen Pfäh­len rück­ver­an­kert – Hier der fer­tig beto­nier­te Fun­da­ment­bal­ken mit den ein­ge­bau­ten Anschlüs­sen für die Dammbalkenstützen! 

 

Bei Hoch­was­ser­war­nung wird die mobi­le Schutz­wand von der frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Kel­heim auf­ge­baut. Beim erst­ma­li­gen Pro­be­auf­bau konn­te dies in weni­ger als 2 Stun­den erle­digt wer­den. Da die Klos­ter­mau­ern kei­ne Las­ten auf­neh­men dür­fen wur­de in Abspra­che mit dem Denk­mal­schutz für die Ein­bin­dung der Rand­stüt­zen eine beson­de­re Kon­struk­ti­on gewählt. 

 

Über das West­tor läuft die Ver­sor­gung des Klos­ters mit Strom, Was­ser und Gas. Des­halb waren hier beson­de­re Vor­keh­run­gen bei der Fun­da­men­tie­rung der mobi­len Schutz­wand zu tref­fen. Das Sys­tem mit den pass­ge­nau zur Ver­fü­gung ste­hen­den Damm­bal­ken bedeu­tet bei zukünf­ti­gen Ein­satz­fäl­len eine erheb­li­che Arbeits­er­leich­te­rung für die Hilfskräfte. 
Zusätz­lich zu den Zugangs­to­ren müs­sen bei dro­hen­dem Hoch­was­ser auch die 55 Fens­ter im Erd­ge­schoss von außen abge­dich­tet wer­den. Auch die 12 Kel­ler­fens­ter wer­den mit einem Ver­schluss gesichert. 

 

hochwasserschutz04Im Zuge der Aus­schrei­bung ließ das Was­ser­wirt­schafts­amt Lands­hut sich von ver­schie­de­nen Her­stel­lern Pro­to­ty­pen der Ver­schlüs­se anfer­ti­gen. Die­se Pro­to­ty­pen wur­den an der Uni­ver­si­tät der Bun­des­wehr in Mün­chen unter Voll­be­las­tung getes­tet. Wäh­rend des Ein­brin­gens der Dicht­wän­de kam ein klei­ne­res Hoch­was­ser die Donau her­ab und über­schwemm­te kurz­zei­tig die Bau­stel­le. Nen­nens­wer­te Schä­den ent­stan­den nicht. Auch in Zukunft wird die Zufahrts­stra­ße zum Klos­ter regel­mä­ßig von Hoch­was­sern betrof­fen sein. 
Ein Ein­drin­gen in die Gebäu­de wird zukünf­tig bis zum hun­dert­jähr­li­chen Hoch­was­ser verhindert. 

 

(mit freund­li­cher Geneh­mi­gung des Was­ser­wirt­schafts­am­tes Landshut) 

Jahresbericht 2013

Advent 2012 – Advent 2013

Jedes Jahr möch­ten wir Sie im Jah­res­rück­blick teil­neh­men las­sen an Freud und Leid unse­res Kon­ven­tes. Nach altem klös­ter­li­chen Brauch geschieht das in der Zeit des Advents, einer ruhi­gen Jah­res­zeit, in der man mit freu­di­ger Erwar­tung auf das Weih­nachts­fest zugeht. In der Lit­ur­gie wird an die Wie­der­kunft Chris­ti am Ende der Zei­ten gedacht. Bei­de Erwar­tun­gen wol­len uns Chris­ten anre­gen, das eige­ne Leben in den Blick zu neh­men, um Chris­tus in der Ewig­keit begeg­nen zu können.

Die­se Zei­len wer­den im Novem­ber abge­fasst, einem Monat, der in Kir­che und Welt immer wie­der das Geden­ken an die Toten und den Tod wach hält. Schon im letz­ten Jah­res­rück­blick haben wir Ihnen berich­tet, wie wir unse­ren jüngs­ten und ältes­ten Mit­bru­der ver­lo­ren haben. Wir dach­ten, vor­erst für eine gewis­se Zeit von wei­te­ren Todes­fäl­len ver­schont zu bleiben.

Doch schon am Vor­abend des Fes­tes der Dar­stel­lung des Herrn, 1. Febru­ar, ver­starb im nahen Cari­tas-Senio­ren­heim St. Josef in Neustadt/Donau unser P. Rapha­el. Seit Novem­ber 2012 war er dort in Pfle­ge. Am 5. Febru­ar zele­brier­te Abt Tho­mas das Pon­ti­fi­kal­re­qui­em für ihn, an dem auch Mit­brü­der aus ande­ren Klös­tern und dem Deka­nat teil­nah­men sowie Pries­ter, zahl­rei­che Gläu­bi­ge und Ver­ei­ne aus Ober­ried im Baye­ri­schen Wald, wo er seit 1976 als Seel­sor­ger gewirkt hat­te und auch die Jah­re sei­nes Ruhe­stan­des seit 2002 im Pfarr­hof ver­brach­te. Zuneh­men­de Krank­heit und Alters­ge­bre­chen zwan­gen ihn, von dort Abschied zu neh­men und in die Nähe sei­nes Klos­ters zurück zu kehren.

Kei­ne sechs Wochen spä­ter wur­de P. Bene­dikt nach einem Schlag­an­fall ins Bezirks­kli­ni­kum nach Regens­burg gebracht. Dort muss­te er eine Woche auf der Inten­siv­sta­ti­on behan­delt wer­den. Die anschlie­ßen­de Reha woll­te er in der Nähe sei­ner Hei­mat ver­brin­gen. Im Pon­ti­fi­kal­amt an sei­nem Namens­tag, dem Hoch­fest des Heim­gangs des hl. Bene­dikt, 21. März, hat­te Abt Tho­mas in den Für­bit­ten noch für sei­ne Gene­sung gebe­tet. Nie­mand ahn­te, dass unmit­tel­bar nach dem Got­tes­dienst ein Anruf sei­ner Schwes­ter sei­nen plötz­li­chen Tod mit­tei­len wür­de. P. Bene­dikt hat­te erneut eine Gehirn­blu­tung erlit­ten, an der er gegen 6.30 Uhr im Alter von 52 Jah­ren gestor­ben ist. Am 25. März haben wir das Pon­ti­fi­kal­re­qui­em für ihn gefei­ert. Außer sei­nem hoch­be­tag­ten Vater, sei­nen Geschwis­tern, Ver­wand­ten und Freun­den aus der Hei­mat nah­men zahl­rei­che Pries­ter und Gläu­bi­ge aus der Umge­bung dar­an teil. Män­ner der FFW Ein­muß und Ober­scham­bach, wo P. Bene­dikt jah­re­lang als Expo­si­tus gewirkt hat­te, tru­gen den Sarg in lan­ger Pro­zes­si­on in die Gruft.

Zur glei­chen Zeit ver­starb, eben­falls in einem Regens­bur­ger Kli­ni­kum, Herr Johann Brendl. Vie­le Jahr­zehn­te lei­te­te er unser Klos­ter­gut Buch­hof, für das sich P. Bene­dikt als Öko­nom mit Leib und See­le ein­ge­setzt hat­te. Er hat­te dort zunächst auch gewohnt, bis er im nahen Holz­har­lan­den ein Haus gebaut hat­te. Am 23. März wur­de er dort zu Gra­be getragen.

Am 15. Febru­ar erhielt P. Gre­gor die Nach­richt von der schwe­ren Erkran­kung sei­ner Mut­ter. Noch wäh­rend er auf dem Weg zu ihr ins Kran­ken­haus war, ver­starb sie. Wie schon zur Beer­di­gung sei­nes Vaters herrsch­te extre­mes Win­ter­wet­ter, so dass nicht alle zur Beer­di­gung gelan­gen konn­ten, die ihr das letz­te Geleit geben wollten.

Alle unse­re Ver­stor­be­nen und auch die vie­len, von deren Heim­gang wir eine Nach­richt erhal­ten haben, schlie­ßen wir in die täg­li­chen Für­bit­ten ein und wün­schen ihnen die ewi­ge Ruhe bei Gott.

Gott­lob wur­den uns auch vie­le freu­di­ge Ereig­nis­se geschenkt. Gleich zu Beginn des Kir­chen­jah­res durf­te der Klos­ter­markt ein klei­nes Jubi­lä­um fei­ern. Alle Klös­ter, die zehn Jah­re hin­durch dar­an teil­ge­nom­men hat­ten, wur­den geehrt und erhiel­ten ein Prä­sent. Da es nicht reg­ne­te und zeit­wei­se sogar eine leich­te Schnee­de­cke für win­ter­li­che Kulis­se sorg­te, waren die drei Markt­ta­ge wie­der ein Magnet für etwa 20.000 Besu­cher. Beson­ders P. Bene­dikt hat­te sich inten­siv um die­se advent­li­chen Märk­te geküm­mert. Da er dies­be­züg­lich uner­setz­bar ist, kön­nen wir die­se Tra­di­ti­on nun nicht mehr fort­füh­ren, Zum glei­chen Ter­min wer­den wir aber im klei­ne­ren Rah­men erst­mals einen „Wel­ten­bur­ger Klos­ter­ad­vent“ veranstalten.

Für die Nach­fol­ge von P. Bene­dikt im Amt des Zel­ler­ars haben wir uns ent­schie­den, einen welt­li­chen Ver­wal­ter ein­zu­stel­len. Herr Hans Chris­ti­an Wag­ner aus Schwan­dorf küm­mert sich um die wirt­schaft­li­chen Belan­ge und die Per­so­nal­fra­gen der Klos­ter­be­trie­be. In der Klos­ter­ver­wal­tung steht ihm wei­ter­hin Frau Johan­na Lehn als Sekre­tä­rin zur Sei­te, die schon vie­le Jah­re zuvor „die rech­te Hand“ von P. Bene­dikt war.

Das Hoch­fest des hl. Bene­dikt am 11. Juli fei­er­ten wir in bewähr­ter Wei­se mit einem Pon­ti­fi­kal­amt am Abend. Prä­lat Prof. Dr. Lud­wig Mödl aus Mün­chen pre­dig­te über das Cha­ris­ma des hl. Bene­dikt. Bei schö­nem Wet­ter genos­sen die Besu­cher nach dem Got­tes­dienst im Bier­gar­ten Bier und Brezen.

Höhe­punkt der Fei­er­lich­kei­ten die­ses Jah­res war am 1. Sep­tem­ber das 100jährige Jubi­lä­um der Wie­der­erhe­bung unse­res Klos­ters zur Abtei im Jah­re 1913. Bischof Dr. Rudolf Voder­hol­zer zele­brier­te das Pon­ti­fi­kal­amt. Die Wel­ten­bur­ger Musik­ge­mein­schaft sang unter der Lei­tung von Prof. Josef Kohl­häufl die Krö­nungs­mes­se von W. A. Mozart. Nach dem Fest­essen fand im neu gestal­te­ten Fest­saal einen Fest­akt statt. Bischof Rudolf rich­te­te noch­mals sein Wort an die Gäs­te. Gruß­wor­te spra­chen Staats­se­kre­tär Bernd Sibler als Ver­tre­ter des Baye­ri­schen Minis­ter­prä­si­den­ten, Abt­prä­ses Bar­na­bas Bög­le sowie Land­rat Dr. Hubert Fal­ter­mei­er und der stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­ter Peter Sich­ler. P. Dr. Micha­el Kauf­mann aus Met­ten hielt den Fest­vor­trag unter dem The­ma „ … vor­ha­bend, die­ses Prio­rat spä­ter zur Abtey zu erhe­ben (Stif­tungs­brief 22. März 1842) Wel­ten­burg seit 100 Jah­ren wie­der Abtei“. Mit fein­sin­ni­gem Humor führ­te er die Zuhö­rer durch die Klos­ter­ge­schich­te seit der Wie­der­grün­dung 1842.

An den Jubi­lä­ums­fei­er­lich­kei­ten hat­ten nahe­zu alle Äbte unse­rer Kon­gre­ga­ti­on teil­ge­nom­men. Am Abend waren aus allen elf Abtei­en der BBK die Äbte und Depu­tier­ten zur Eröff­nung des Gene­ral­ka­pi­tels ver­sam­melt, das alle vier Jah­re abwech­selnd in den ein­zel­nen Klös­tern statt fin­det. Nach Abschluss der Bera­tun­gen ende­te das Kapi­tel am frü­hen Nach­mit­tag des 5. Septembers.

Am 22. Juli begann Herr Phil­ipp Ris­se aus Lang­quaid in unse­rer Abtei das Pos­tu­lat und freut sich auf sei­ne Ein­klei­dung und den Anfang sei­nes Novi­zia­tes. Er ist schon seit vie­len Jah­ren unse­rem Klos­ter verbunden.

Seit Juni haben wir wie­der eini­ge Bie­nen­völ­ker im Klos­ter­gar­ten. Nach dem Tod von Fr. Rupert im Früh­jahr 2008 war die­ses Auf­ga­ben­feld ver­waist. Fr. Simon hat sich in eini­gen Semi­na­ren in Landsberg/Lech in die Imke­rei ein­füh­ren las­sen und hat nun die­sen Arbeits­be­reich zu sei­nen sons­ti­gen Ver­pflich­tun­gen übernommen.

Auch durf­ten wir wie­der vie­le Gäs­te begrü­ßen. Beson­ders haben wir uns gefreut über einen Besuch unse­res Bischofs Dr. Rudolf Voder­hol­zer Anfang August, als er mit sei­ner Mut­ter und sei­nen Ver­wand­ten über­ra­schend in Wel­ten­burg einkehrte.

Eini­ge Mona­te hat P. Mari­an Leibl aus Plank­stet­ten bei uns ver­bracht. Nach dem Auf­ent­halt bei uns wech­sel­te er zu den Kapu­zi­nern nach Altötting.

Aus der Bene­dik­t­i­ni­schen Kon­fö­de­ra­ti­on besuch­te uns der neue Abt von Mari­en­berg in Süd­ti­rol Mar­kus Spa­ni­er sowie Erz­abt Bischof Dr. Asz­trik Var­s­ze­gi aus Pan­non­hal­ma (Ungarn).

Zum vier­ten mal hielt uns ein Mit­bru­der aus der Abtei Gerle­ve die Kon­vent­ex­er­zi­ti­en. P. Dr. Chris­ti­an Brü­ning nahm vom 1. – 5. Janu­ar 2013 für jede sei­ner Anspra­chen ein Kir­chen­lied zur Grund­la­ge. Im Pon­ti­fi­kal­amt am Hoch­fest der Erschei­nung des Herrn erneu­er­ten wir dann die Gelüb­de. Wegen Regens erfolg­te die Donau­seg­nung vom Por­tal der Kir­che aus.

Am 15. und 16. Febru­ar fand in unse­rem Gäs­te­haus die Früh­jahrs­voll­ver­samm­lung der Arbeits­ge­mein­schaft der Ordens­män­ner (AGOM) unse­res Bis­tums statt. Refe­ren­tin war Frei­frau Michae­la von Hee­re­mann, die als eine der vier Autorin­nen über den You­cat sprach.

Am Hoch­fest unse­res Klos­ter- und Pfarr­pa­trons St. Georg besuch­ten uns vier Prä­mons­tra­ten­ser aus der Abtei Ham­born (Duis­burg), die an der Pon­ti­fi­kal­ves­per und am Abend­essen teil­nah­men. Pas­send zum Fest­tag schenk­te uns Frau Anne­lie­se Heinz, Nab­burg, aus dem Nach­lass ihres ver­stor­be­nen Pries­ter­on­kels eine Reli­quie des hl. Georg. Einen ande­ren Reli­qui­en-Besuch hat­ten wir bereits am 10. März. Ein Reli­qui­ar der hei­li­gen Anna Schäf­fer bereis­te das Bis­tum. Ers­te Sta­ti­on unse­res Land­krei­ses Kel­heim waren Pfar­rei und Abtei Weltenburg.

Den Pri­miz­se­gen spen­de­te uns am 14. August nach der ers­ten Ves­per vom Hoch­fest der Auf­nah­me Mari­ens in den Him­mel Neu­pries­ter Stef­fen Brinkmann.

Unser Obla­te Fr. Mate­r­nus (Lam­bert Hell­mann) über­gab am 11. Juni Abt Tho­mas die Lam­ber­tus-Pla­ket­te mit einem Begleit­schrei­ben des Lüt­ti­cher Bischofs.

Am 12. Juli konn­te Abt Tho­mas einen pro­mi­nen­ten Gast begrü­ßen, Ber­lins Regie­ren­den Bür­ger­meis­ter Klaus Wowe­reit, der sich zu einem pri­va­ten Besuch in der Regi­on aufhielt.

Ein eher unan­ge­neh­mer „Gast“ war in die­sem Jahr die Donau. Wie in vie­len ande­ren Gegen­den Deutsch­lands und Euro­pas wur­den wir von einem gro­ßen Hoch­was­ser heim­ge­sucht. Anfang Juni wur­den recht­zei­tig die mobi­len Ele­men­te des Hoch­was­ser­schut­zes von der FFW Kel­heim auf­ge­baut. In Tei­len des Land­krei­ses muss­te Kata­stro­phen­alarm aus­ge­löst wer­den. Auch die Bewoh­ner der Asam­stra­ße, die ent­lang der Donau vom Dorf zum Klos­ter führt, muss­ten nachts ihre Häu­ser ver­las­sen, wäh­rend mit Hil­fe der Bun­des­wehr Schutz­maß­nah­men im Dorf errich­tet wur­den. Der im Jahr 2006 gebau­te Hoch­was­ser­schutz hat sich bes­tens bewährt, so dass unser Klos­ter nahe­zu von den Was­ser­mas­sen ver­schont geblie­ben ist. Dank­bar dür­fen wir fest­stel­len, dass sich die Inves­ti­tio­nen zum Hoch­was­ser­schutz gelohnt haben.

Nach dem Abbau der mobi­len Schutz­ele­men­te folg­te eine zwei­te Flut­wel­le, so dass sie noch­mals antrans­por­tiert und instal­liert wer­den muss­ten. Ganz herz­lich dan­ken wir an die­ser Stel­le der FFW Kel­heim für ihren stets treu­en und hilfs­be­rei­ten Dienst zum Schutz des Klosters.

?Haupt­an­lie­gen einer sol­chen Chro­nik ist der Rück­blick. Wir bli­cken aber auch schon vor­aus, beson­ders auf die Eröff­nung des neu­en Gäs­te­hau­ses am 1. März 2014. Es ste­hen dann wie­der mehr Zim­mer zur Ver­fü­gung, die trotz klös­ter­li­cher Schlicht­heit allen not­wen­di­gen Kom­fort bie­ten möch­ten. Bei unse­ren Umbau­maß­nah­men war uns eine behin­der­ten­freund­li­che­re Gestal­tung wich­tig, so dass wir mit einem grö­ße­ren Auf­zug auch geh­be­hin­der­ten Men­schen einen bar­rie­re­frei­en Zugang zu den Zim­mern und Semi­nar­räu­men ermög­li­chen. Fer­ner kön­nen wir unse­ren Gäs­ten eini­ge behin­der­ten­ge­rech­te Zim­mer anbie­ten. Die Rezep­ti­on für unser Gäs­te­haus wird zukünf­tig im Ein­gangs­be­reich der Klos­ter­an­la­ge, im Tor­bau, sein. Schon jetzt hei­ßen wir Sie im Haus St. Georg herz­lich willkommen.

Hier möch­ten wir auch auf unser Ange­bot an Kur­sen und Semi­na­ren im Jahr 2014 hin­wei­sen, die bereits hier über unse­re Home­page gebucht wer­den können:

Wir wün­schen Ihnen besinn­li­che Wochen des Advents, ein geseg­ne­tes Weih­nachts­fest und Got­tes Geleit im Jahr 2014,

Ihre Bene­dik­ti­ner in Weltenburg

1913 – 2013 Weltenburg 100 Jahre wieder Abtei

Im Zuge der Säku­la­ri­sa­ti­on 1803 wur­den nahe­zu aller Klös­ter und Stif­te in unse­rem Land auf­ge­ho­ben. Durch die­ses Ereig­nis riss auch in Wel­ten­burg eine über 1000jährige Tra­di­ti­on klös­ter­li­chen Lebens ab. Die­se Unter­bre­chung währ­te glück­li­cher­wei­se nur 39 Jah­re. „1913 – 2013 Wel­ten­burg 100 Jah­re wie­der Abtei“ wei­ter­le­sen

Jahresbericht 2012

Advent 2011– Advent 2012

Wie­der lädt uns das zu Ende gehen­de Jahr zur Rück­schau ein. Gemäß klös­ter­li­cher Tra­di­ti­on fol­gen wir dabei nicht dem bür­ger­li­chen Kalen­der (1. Janu­ar – 31. Dezem­ber), son­dern dem kirch­li­chen, der mit dem 1. Advent beginnt und mit dem Sams­tag nach dem Christ­kö­nigs­fest schließt. Dar­um wer­den die­se Zei­len im Novem­ber geschrie­ben, dem Monat, in dem wir beson­ders unse­rer Ver­stor­be­nen geden­ken. Dazu gehö­ren heu­er auch zwei Mit­brü­der unse­res Kon­ven­tes, der ältes­te, Alt­abt Dr. Tho­mas Niggl (89), der zu Beginn des Berichts­jah­res ver­starb, und der jüngs­te, Fr. Petrus Maria Pirt­hau­er (30), der erst vor weni­gen Wochen von uns ging.

Alt­abt Tho­mas starb am 10.12.2011, in der Nacht zum 3. Advent in Ettal. Mit ihm begann in unse­rem Klos­ter ein Neu­auf­bruch, wenn­gleich vie­le zuvor schon das Ende des Klos­ters besie­gelt sahen. Durch Ver­mitt­lung des dama­li­gen Diö­ze­san­bi­schofs Dr. Rudolf Gra­ber wur­de er 1975 nach Wel­ten­burg pos­tu­liert und nach drei­jäh­ri­gem Wir­ken als Admi­nis­tra­tor zum Abt gewählt. In den 80er Jah­ren des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts tra­ten dann zahl­rei­che Män­ner aus nah und fern in das Klos­ter ein, das damals zeit­wei­lig fast 30 Mön­che zähl­te. Nach sei­ner Resi­gna­ti­on 1995 ging er nach Ettal zurück, wo er in den letz­ten Jah­ren mit Opfern und Lie­be von den dor­ti­gen Mit­brü­dern in der Infirmerie betreut und gepflegt wur­de, wofür wir ihnen ein herz­li­ches „Vergelt’s Gott“ sagen möch­ten. Am 15.12. zele­brier­te Alt­bi­schof Dr. Vik­tor Josef Dam­mertz OSB von Augs­burg, der frü­he­re Abt­pri­mas unse­res Ordens, das Pon­ti­fi­kal­re­qui­em in der Klos­ter­kir­che, bei dem Weih­bi­schof Rein­hard Pap­pen­ber­ger von Regens­burg, Abt­prä­ses Bar­na­bas Bög­le von Ettal und die meis­ten Äbte der Kon­gre­ga­ti­on sowie unser Kon­vent kon­ze­le­brier­ten. Es nah­men auch vie­le Pries­ter, Ordens­leu­te und Gläu­bi­ge teil, dar­un­ter Ver­wand­te und Bewoh­ner sei­ner Hei­mat Mur­nau. Eben­so waren Poli­ti­ker aus Land­kreis und Stadt Kel­heim ver­tre­ten sowie die Fah­nen­ab­ord­nun­gen aller Feu­er­weh­ren der Klos­ter­ge­mein­den. Die musi­ka­li­sche Gestal­tung hat­te Prof. Josef Kohl­häufl mit einer Scho­la ehe­ma­li­ger Regens­bur­ger Dom­spat­zen über­nom­men. Ein lan­ger Pro­zes­si­ons­zug beglei­te­te den Sarg zur Gruft, wo er zur letz­ten Ruhe gebet­tet wurde.

Fr. Petrus Maria Pirt­hau­er hat­te nach ein­jäh­ri­ger Pro­be­zeit am Hoch­fest der Auf­nah­me Mari­ens in den Him­mel, dem 15.08., im Kreis zahl­rei­cher Ver­wand­ter und Freun­de, dar­un­ter auch jun­ge Ordens­leu­te, Semi­na­ris­ten und Pries­ter die ewi­ge Pro­fess abge­legt. Bei schöns­tem Wet­ter war es ein fro­hes Fest für alle. Nach dem fei­er­li­chen Pon­ti­fi­kal­amt in der Klos­ter­kir­che folg­te das Fest­essen im Barock­saal. Im Okto­ber ver­brach­te er sei­nen Urlaub bei sei­ner Fami­lie in Wei­den und kehr­te am 18.10. zurück. Am 19.10. wur­de fr. Petrus in der Frü­he, bevor dass Chor­ge­bet begann, tot in der Kir­che auf­ge­fun­den. Schon bald bestä­tig­te sich durch Abschieds­brie­fe die Befürch­tung, was sich Schreck­li­ches in der Nacht ereig­net haben muss­te. Am 25.10. zele­brier­te Abt Tho­mas das Pon­ti­fi­kal­re­qui­em, an dem auch vie­le Äbte und Mit­brü­der aus ande­ren Klös­tern teil­nah­men sowie sei­ne Ver­wand­ten und zahl­rei­che Freun­de und Bekann­te aus sei­ner Hei­mat. In die­ser schwe­ren Stun­de des Abschie­des gab uns in der Homi­lie ein Wort aus den Psal­men, das uns auch wei­ter beglei­ten und hel­fen kann, geist­li­che Wei­sung und Trost:

Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich. Ob ich sit­ze oder ste­he, du weißt von mir. Von fern erkennst du mei­ne Gedanken.Du bist ver­traut mit all mei­nen Wegen. …

Wür­de ich sagen: „Fins­ter­nis soll mich bede­cken, statt Licht soll Nacht mich umge­ben“, auch die Fins­ter­nis wäre für dich nicht fins­ter, die Nacht wür­de leuch­ten wie der Tag, die Fins­ter­nis wäre wie Licht. (Psalm 139)

Wie auch für die ande­ren zuletzt ver­stor­be­nen Mit­brü­der zele­brier­ten wir 30 Tage lang die hei­li­ge Mes­se für ihn.

Wir beglei­te­ten auch drei wei­te­re uns sehr Ver­bun­de­ne auf ihrem letz­ten irdi­schen Weg. Kurz nach Alt­abt Tho­mas ver­starb in Abens­berg am Mor­gen des 19.12. Herr Anton Röhrl, lang­jäh­ri­ger Päch­ter der Klos­ter­schen­ke. Ein hal­bes Jahr nach ihm ver­starb am 20.06. sei­ne Frau Elfrie­de Röhrl, die mit ihm in all den Jah­ren gemein­sam die Klos­ter­schen­ke geführt und geprägt hat­te. Für bei­de zele­brier­te Abt Tho­mas in der Abtei­kir­che ein Pon­ti­fi­kal­re­qui­em, das von Prof. Kohl­häufl mit sei­ner Scho­la musi­ka­lisch gestal­tet wur­de. Die Beer­di­gun­gen waren dann im Anschluss auf dem Abens­ber­ger Fried­hof. Nach ihrer Hei­rat 1954 über­nah­men die jun­gen Wirts­leu­te die Klos­ter­schen­ke und inves­tier­ten ihre jugend­li­che Kraft in den Auf­bau einer moder­nen Gast­wirt­schaft. Denn gera­de Ende der 50iger und in den 60iger Jah­ren ist der Besu­cher­strom in Wel­ten­burg immer mehr ange­wach­sen. Vor­aus­schau­end und weit­bli­ckend hat die Klos­ter­schen­ke damals die Wei­chen gestellt durch Moder­ni­sie­run­gen und Erwei­te­run­gen und so auch Akzen­te für den Tou­ris­mus in der gesam­ten Regi­on gesetzt. Neben der Füh­rung der Klos­ter­schen­ke waren die Ehe­leu­te Röhrl auch in zahl­rei­chen Ehren­äm­tern enga­giert wie etwa bei der Wel­ten­bur­ger Aka­de­mie und der Stif­tung Aven­ti­num. Ihr Ein­satz auf kul­tu­rel­ler Ebe­ne ragt aber beson­ders her­aus. Für vie­les waren sie Initia­to­ren und Motor. Beson­ders erwähnt sei­en die Wel­ten­bur­ger Musik­ge­mein­schaft und die „Grup­pe Geschich­te“ der Wel­ten­bur­ger Akademie.

Am 4.08. ver­starb nach lan­gem Lei­den der eme­ri­tier­te Regens­bur­ger Weih­bi­schof Vin­zenz Gug­gen­ber­ger. Er war vie­le Jah­re für die Ordens­leu­te des Bis­tums zustän­dig und nahm z. B. fast an jeder Sit­zung der AGOM teil, die auch immer wie­der in unse­rem Gäs­te­haus tag­ten. Meh­re­re Mit­brü­der weih­te er in unse­rer Klos­ter­kir­che zu Dia­ko­nen. Abt Tho­mas nahm sowohl am Pon­ti­fi­kal­re­qui­em im Hohen Dom zu Regens­burg teil als auch an der Bei­set­zung in der Pfarr­kir­che sei­ner Hei­mat Hof­kir­chen teil.

Nach so viel trau­ri­gen Anläs­sen kön­nen wir gott­lob aber auch von fro­hen Stun­den und Tagen berichten:

So begann das Kir­chen­jahr wie­der mit dem Advents­markt, bei dem auch zwei neue Klös­ter ver­tre­ten waren, die Abtei­en Pan­non­hal­ma (Ungarn) und Müns­ter­schwarz­ach. Zur Freu­de der Kin­der war wie­der der Esel „Mimi“ dabei. Jeden Abend beschenk­te sie der Niko­laus, der in fest­li­cher Pro­zes­si­on in den Klos­ter­hof ein­zog. Trotz Nied­rig­was­ser konn­ten die Schif­fe zu den „Glüh­wein­fahr­ten“ aus Kel­heim noch kom­men. Zahl­rei­che Grup­pen aus ganz Deutsch­land waren dazu schon seit lan­gem ange­mel­det. In die­sen Tagen rüs­ten wir uns zum zehn­ten Klostermarkt.

Von den zahl­rei­chen Besu­chern, die uns das Jahr hin­durch beehr­ten, möch­ten wir eini­ge beson­ders erwäh­nen. Bischof Gre­gor Maria Han­ke OSB von Eich­stätt kam am 29.04. mit dem ortho­do­xen Bischof Cor­ne­liu aus Rumä­ni­en und des­sen Beglei­tern zu uns. Sie nah­men an der Ves­per, am Abend­essen und an der anschlie­ßen­den Rekrea­ti­on teil. Am 29.05. unter­nah­men die Dele­gier­ten der Liga-Bank einen Aus­flug zum Klos­ter. Prof. Kohl­häufl gestal­te­te mit sei­nem Chor eine Mari­en-Ves­per. Er been­de­te in die­sem Jahr die musi­ka­li­sche Lei­tung der Wel­ten­bur­ger Musik­ge­mein­schaft, die er 30 Jah­re lang mit gro­ßen Enga­ge­ment und Kön­nen aus­üb­te. Beim Som­mer­kon­zert am 14.07. diri­gier­te erst­mals Herr Wolf­gang Hör­lin. Am 22.07. stat­te­te uns Regio­nal­bi­schof Hein­rich Tim­me­re­vers (Vech­ta / Müns­ter) einen Besuch ab. Er wur­de u. a. vom Offi­zial­ats­rat Msgr. Bernd Win­ter beglei­tet, der vor 25 Jah­ren in unse­rer Abtei­kir­che die Pries­ter­wei­he emp­fan­gen hat­te. Am 5.08. beglei­te­te Fürs­tin Glo­ria von Thurn und Taxis Kuri­en­bi­schof Giu­sep­pe Sciac­cia nach Wel­ten­burg. Am 30.08. fand zum drit­ten mal der Kon­vent­aus­flug des Holy Cross Monas­tery (Texas) zu uns statt. Vom 2.–4.11. nahm der Abt­prä­ses der Otti­lia­ner Kon­gre­ga­ti­on, Erz­abt Jere­mi­as Schrö­der mit zwei Mit­brü­dern an einer Tagung in unse­rem Gäs­te­haus teil.

Wir sel­ber durf­ten beim Kon­vent­aus­flug am 20.11. die Gast­freund­schaft der Dil­lin­ger Fran­zis­ka­ne­rin­nen im ehe­ma­li­gen Bene­dik­ti­ner­klos­ter Michel­feld bei Auer­bach erfah­ren. Obe­rin Sr. Mad­len emp­fing uns mit Kaf­fee und Gebäck. Anschlie­ßend hielt uns in der his­to­ri­schen Gewan­dung des hl. Sti­fer­bi­schofs Otto von Bam­berg Herr Dietl eine aus­führ­li­che Füh­rung in der Asam­kir­che und Sakris­tei. Um 12.00 Uhr waren wir bei den Schwes­tern im Refek­to­ri­um zum Mit­tag­essen ein­ge­la­den und haben im Anschluss im Herz-Jesu-Chor die Mit­tagshore gesun­gen. Dann unter­nah­men wir einen Spa­zier­gang zum Fried­hof, durch die Regens Wag­ner Werk­stät­ten, den „Sin­nes­weg“ und die Sti­cke­rei. Vor der Rück­fahrt war mit den Schwes­tern gemein­sa­mer Kaf­fee. Wir dan­ken ihnen herz­lich für den schö­nen Tag!

Wäh­rend es im Kon­vent kei­ne Neu­ein­trit­te gab, sind zwei fro­he Anläs­se in der Obla­ten­ge­mein­schaft zu nen­nen. Am 8.07. leg­te Herr Mat­thi­as Mit­löh­ner in der Mit­tagshore die Obla­ti­on ab und erhielt den hl. Boni­fa­ti­us zu sei­nem Patron. Auch sei­ne Fami­lie konn­te dabei zuge­gen sein. Am 29.10. wur­de Herr Peter Ehr­lin­ger in das Pro­be­jahr der Obla­ten aufgenommen.

In die­sem Jahr hat­ten wir auch meis­tens Glück mit dem Wet­ter. So konn­te nach drei Jah­ren wie­der die Fron­leich­nams­pro­zes­si­on von der Abtei­kir­che ins Dorf statt­fin­den. Am Hoch­fest St. Bene­dikt, Patron Euro­pas, 11.7. konn­ten wir wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren nach dem Pon­ti­fi­kal­amt in den Bier­gar­ten ein­la­den. Die Fest­pre­digt hielt uns die­ses mal Pfar­rer Dr. Cle­mens Her­gen­rö­der aus Ingolstadt.

Das bür­ger­li­che Jahr began­nen wir tra­di­tio­nell zur gemein­sa­men geist­li­chen Stär­kung in den Kon­vent­ex­er­zi­ti­en, zu denen uns der dama­li­ge Pro­vin­zi­al der Pas­sio­nis­ten, P. Dr. Gre­gor Len­zen beglei­te­te. Abt Tho­mas stärk­te sei­ne Gesund­heit mit einer drei­wö­chi­gen Kneipp­kur in Bad Wöris­ho­fen ab 17.07. In Rom nahm er vom 15. – 26.09. am Äbte­kon­gress des Ordens in S. Ansel­mo teil. Dort wähl­ten die Ver­sam­mel­ten Abt Not­ker Wolf für wei­te­re vier Jah­re zum Abt­pri­mas unse­res Ordens. Nach Rom zog zum Win­ter­se­mes­ter auch P. Lukas, um an der päpst­li­chen Uni­ver­si­tät Gre­go­ria­na Spi­ri­tua­li­tät zu stu­die­ren. Er wohnt im Kol­leg S. Ansel­mo. Einen Tages­aus­flug nach Rom unter­nah­men am 21.10. P. Gre­gor und Fr. Simon. Sie nah­men dort an der Hei­lig­spre­chung der Anna Schäf­fer aus dem nahen Min­del­stet­ten teil.

Vie­le die­ser Anläs­se, Fes­te und Besu­che konn­ten uns zu einer geist­li­chen „Rüst­zeit“ die­nen und stär­ken. Weni­ger ange­nehm war die äuße­re „Rüst­zeit“. Über vie­le Mona­te hin­weg waren gro­ße Tei­le des Gäs­te­hau­ses, der Klos­ter­schen­ke und des Tor­hau­ses ein­ge­rüs­tet, so dass unse­re Gäs­te, Ange­stell­ten und wir mit aller­lei Ein­schrän­kun­gen leben muss­ten und teil­wei­se noch müs­sen. Inzwi­schen konn­ten aber die Sanie­rung der Dächer und der Außen­fas­sa­den abge­schlos­sen wer­den, so dass nun mit dem Innen­aus­bau des Gäs­te­hau­ses begon­nen wur­de. Wir hof­fen, bis Ende kom­men­den Jah­res fer­tig zu wer­den, so dass dann wie­der Ein­zel­gäs­te und Grup­pen in grö­ße­rer Zahl die neu­en Zim­mer und Räum­lich­kei­ten nut­zen und genie­ßen können.

Nicht nur an den Gebäu­den nagt der Zahn der Zeit, son­dern auch an unse­rer Gesund­heit. P. Cle­mens muss­te sich mehr­mals in die Gold­berg­kli­nik nach Kel­heim bege­ben und zog von sei­nem Zim­mer in der Klau­sur im Juni in die Infirmerie um. Nach einem Monat Kurz­zeit­pfle­ge im Cari­tas Alten­heim St. Josef in Neu­stadt, kehr­te er gut erholt zurück, so dass er nun wie­der am Kon­vent­amt und den Mahl­zei­ten teil­neh­men kann. P. Rapha­el konn­te nach sei­ner Eme­ri­tie­rung 2002 als Expo­si­tus in Ober­ried am Arber wei­ter­hin im dor­ti­gen Pfarr­haus woh­nen blei­ben. Zuneh­men­de Alters­schwä­che und Erkran­kun­gen mach­ten mehr­mals Auf­ent­hal­te im Kreis­kran­ken­haus Viech­tach not­wen­dig. Er ist nun auf Pfle­ge ange­wie­sen und über­sie­del­te in das Neu­städ­ter Altenheim.

Aus dem Kreis der Ange­stell­ten wur­de am 26.04. Frau Stein­ber­ger ver­ab­schie­det, die vie­le Jah­re in unse­rer Wäsche­rei gewirkt hatte.

Zwei ihrer Vor­gän­ge­rin­nen, die Geschwis­ter Her­mi­ne Fröh­ler und Otti­lie Trübs­wet­ter aus Wel­ten­burg, waren in den Mona­ten zuvor ver­stor­ben und wur­den auf dem Fried­hof in Wel­ten­burg bestat­tet. Einer tücki­schen Krank­heit fiel auch unse­re frü­he­re Köchin Frau Maria Ober­mai­er zum Opfer.

Mit dem Tod haben wir die­sen Jah­res­be­richt begon­nen, mit dem Tod ihn auch abge­schlos­sen. So wenig ange­nehm die­ses The­ma auch für uns alle ist, das Ster­ben gehört zum Leben dazu. Schon der hei­li­ge Bene­dikt mahnt uns im IV. Kapi­tel sei­ner Regel, „sich den dro­hen­den Tod täg­lich vor Augen zu hal­ten.“ Aber er ist nicht das Letz­te – son­dern Durch­gang zum Leben, zum ewi­gen Leben. Dass uns die­ses in Chris­tus ent­ge­gen gekom­men ist, dür­fen wir bald wie­der am Weih­nachts­fest fei­ern. Mit­ten in der Nacht einer tod­ge­weih­ten Welt wird im Got­tes­sohn jener gebo­ren, der von sich bekennt: „Ich bin der Weg, die Wahr­heit und das Leben“. So geht er mit uns durch so man­ches Dun­kel unse­res Lebens. Wir wün­schen Ihnen allen den Bei­stand die­ses gött­li­chen Beglei­ters zu den kom­men­den weih­nacht­li­chen Fei­er­ta­gen, dem Jah­res­wech­sel und dann auf all Ihren Wegen im ANNO DOMINI 2013,

Ihre Bene­dik­ti­ner von Weltenburg