Einweihung des Gästehauses St. Georg am 24. Juni 2014

Das Hoc­hfest der Geburt des Hl. Johan­nes des Täu­fers wur­de durch die Fes­tlic­hke­i­ten zu10511315_854314974583207_5796389844794309004_nm Absc­hluss der dre­i­e­in­halb­jähri­gen Bau­ar­be­i­ten in der Bene­dik­ti­ne­rab­tei zu einem beson­de­ren Ere­i­g­nis.  „Ein wic­hti­ger Tag für Wel­ten­burg und ein  Mei­len­ste­in in der Gesc­hic­hte des Klo­s­ters“, so bege­i­s­ter­ten sich Gäs­te und Festred­ner. Durch die Fer­tig­s­tel­lung des Gäs­te­ha­u­ses sei aber auch ein Grund­satz der Bene­dik­ti­ner erfüllt, der da hei­ßt: „Alle, die da kom­men, sol­len auf­ge­nom­men wer­den“. So bet­onte es Abt­präses Bar­na­bas Bögle, der Zele­brant des vor­mit­täglic­hen Pon­tifi­ka­lam­tes in der Abte­i­kirc­he und so bet­onte es Abt Tho­mas M. Fre­i­hart beim Fes­takt im gro­ßem Festsaal.

Alfred Bösc­hl schuf Eingangsszenen

HCW-PHR-BEW-GSG_140624-071300Dazwi­sc­hen aber lag die Seg­nung des Gäs­te­ha­u­ses und der Gang durch alle nun fer­tig­ge­s­tellten Räume. Den Ein­gang­s­be­re­ich in der neu­en Pfor­te des Tor­ha­u­ses zie­ren zwei von Bild­ha­u­er Allfred Bösc­hl als Gla­s­bil­der gesc­haf­fe­ne Sze­nen aus dem Leben des Hei­li­gen Bene­dikt. Eben­falls von Bösc­hl stam­men auch das Ein­gang­s­kre­uz und die Kre­u­ze in den Zim­mern und den Semi­na­rräu­men. „Der heu­t­ige Tag erfüllt mei­ne Mit­brüder, alle Mitar­be­i­ter und mich per­sön­lich mit gro­ßer Fre­u­de, weil das Werk nach inten­si­ven Pla­nun­gen und einer Bau­ze­it von dre­i­e­in­halb Jahren nun abge­sc­hlos­sen ist und wir wie­der Gäs­te in größe­rer Zahl auf­ne­hmen kön­nen“, bet­onte Abt Tho­mas M. Fre­i­hart beim nac­hmit­täglic­hen Fes­takt. Ganz beson­ders begrüßte und dank­te er Abt Bar­na­bas, dem Präses der Baye­ri­sc­hen Bene­dik­ti­ner­kon­gre­ga­ti­on sowie Abt Dr. Johan­nes Eckert von der Abtei St. Boni­faz in Münc­hen, der sei­nen Fest­vor­trag unter das Mot­to; „Wohne bei Dir selbst: Klös­ter­lic­he Gast­fre­und­sc­ha­ft als pas­to­ra­le Hera­u­s­for­de­rung“, stellte.

 Dank sag­te der Abt allen am Bau bete­i­lig­ten Fir­men sowie Arc­hi­tekt Arnulf Magerl. Die­ser ging auf der Grund­la­ge eines, allen Anwe­sen­den übe­rre­ic­hten alten Stic­hes, auf die bau­lic­he Entwic­klung der klös­ter­lic­hen Anla­gen ein. Zum Schluss sei­ner Rede übe­rre­ic­hte er Abt Tho­mas M. Fre­i­hart sym­bo­li­sch einen rie­si­gen Schlüssel.

Lan­drat sprach von Bereicherung

Lan­drat Dr. Hubert Fal­ter­me­i­er nann­te das Klo­s­ter und das nun gesc­haf­fe­ne Gäs­te­ha­us einHCW-PHR-BEW-GSG_140624-071285e Bere­ic­he­rung für die Bene­dik­ti­ne­rab­tei und für den gesam­ten Land­kre­is und darüber hina­us. Bür­ger­me­i­s­ter Horst Hart­mann sprach von einer Tra­di­ti­on, die bis ins frühe Mit­te­lal­ter hine­in­re­ic­he und bet­onte, dass mit dem Gäs­te­ha­us Ein­zi­gar­ti­ges ent­s­tan­den sei. Als Fort­set­zung der Reno­vi­e­rung der Klo­s­ter­kirc­he und der Erric­htung des Hoc­hwas­ser­sc­hut­zes war 2011 mit der heu­er been­de­ten Gene­ral­sa­ni­e­rung der Klo­s­te­ran­la­ge begon­nen wor­den. Die aufwen­d­ige Dac­hs­tu­hl­ret­tung gehör­te eben­so dazu wie die Gene­ral­sa­ni­e­rung des Tor­ba­u­es und der Wirt­sc­ha­ft­s­ge­bäu­de, deren Herz­s­tück das Gäs­te­ha­us ist.

Sigrid Man­stor­fer

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Hochwasserschutz Kloster Weltenburg 2006

Einwe­i­hung des Hoc­hwas­ser­sc­hut­zes 

hochwasserschutz01“Wenn wir heu­te den Hoc­hwas­ser­sc­hutz einwe­i­hen kön­nen, dann ist das ein gesc­hic­htlic­hes Ere­i­g­nis. Jede Gene­ra­ti­on der Mönc­he in der 1400jährigen Gesc­hic­hte des Klo­s­ters mus­s­te mit der Gefa­hr der Über­flu­tung durch die Donau leben und mit ihr zurec­ht kom­men Immer wie­der wur­de das Klo­s­ter wur­de auch vom Hoc­hwas­ser heim­ge­suc­ht und hat­te Zer­s­törun­gen und Schäden zu bekla­gen. Mit den im zurüc­kli­e­gen­den Jahr aus­ge­führ­ten Maßna­hmen ist eine stän­d­ige Bedro­hung für die Klo­s­te­ran­la­ge gebannt. Mei­ne Mit­brüder und mich sowie alle, die hier leben und arbe­i­ten, die Klo­s­ter­sc­hen­ke und die Klo­s­ter­bra­u­e­rei, erfüllt darum an die­sem Tag Fre­u­de und Dank­bar­ke­it. Der erric­ht­ete Schutz gibt uns das Gefühl der Sic­her­he­it und lässt uns kün­f­tig ruhi­ger schla­fen.” meinte Abt Tho­mas M. Fre­i­hart, als er die Fest­gäs­te begrüßte, die zur Einwe­i­hung des Hoc­hwas­ser­sc­hut­zes am 12. Okt­ober 2006 gekom­men waren. Unter ihnen waren Sta­ats­mi­ni­s­ter Dr. Wer­ner Schna­ppa­uf, Baye­ri­sc­hes Sta­ats­mi­ni­s­te­ri­um für Umwelt, Gesund­he­it und Ver­bra­uc­her­sc­hutz, Lan­drat Dr. Hubert Fal­ter­me­i­er, Kel­he­im, Bür­ger­me­i­s­ter Fritz Mat­hes, Kel­he­im, der Lei­ter des Was­se­rwirt­sc­ha­ft­sam­tes Lands­hut, BD Johan­nes Schmu­ker, die Pla­ner, Arc­hi­tekt Arnulf Magerl und Sta­ti­ker Anton Land­graf, sowie die aus­führen­den Firmen. 

 

hochwasserschutz02Ein wei­ter Weg, der nach dem Hoc­hwas­ser im August 2002 sei­nen Anfang genom­men hat­te, ist an sein Ziel gekom­men. Kaum waren die enor­men Schäden des Pfing­st­hoc­hwas­sers 1999 beh­oben, war die­ses Ere­i­g­nis eine “böse Übe­rra­sc­hung” und mac­hte die stän­d­ige Bedro­hung erne­ut bewusst. So begann man die Möglic­hke­i­ten eines Hoc­hwas­ser­sc­hut­zes für das Klo­s­ter näher zu prüfen. Ein­ge­h­ende Unter­suc­hun­gen von Sei­ten der Was­se­rwirt­sc­ha­ft erbrac­hten schli­e­ßlich als Ergeb­nis die Durc­hführ­bar­ke­it des Schut­zes gegen ein hun­dert­jähri­ges Hoc­hwas­ser. Posi­tiv konn­te auch die Fra­ge bean­twor­tet wer­den, dass die Aus­führung mit einem ver­tret­ba­ren und ver­hält­nis­mäß­ig­em finan­zi­el­lem Aufwand gesc­he­hen kann. Gegen Ende 2005 wur­de mit dem Bau­ma­ßna­hmen begon­nen, die zügig inner­halb eines kna­ppen Jahres durc­hge­führt wurden. 
Nach der Festre­de des Sta­ats­mi­ni­s­ters erfle­hte der Abt den Segen Got­tes für die Hoc­hwas­ser­sc­hutz­ba­u­ten. Geme­in­sam mit dem Mini­s­ter und dem Lan­drat leg­te er ein­ige Dammbal­ken auf als Zeic­hen der offi­zi­el­len Inbe­tri­eb­na­hme des Flutschutzes. 

Hoc­hwas­ser­sc­hutz 

hochwasserschutz05Das welt­be­rühm­te Klo­s­ter Wel­ten­burg liegt am Ein­gang der Wel­ten­bur­ger Enge — einem Durc­hbruch durch den anste­hen­den Jura­fel­sen, den sich die Donau im Lau­fe der Jahr­ta­u­s­ende gesc­haf­fen hat. 

 

Das Klo­s­ter Wel­ten­burg wur­de erst­mals um das Jahr 600 von den iro­sc­hot­ti­sc­hen-kolum­ba­ni­sc­hen Wan­der­mönc­hen Eus­ta­si­us und Agi­lus von Luxe­u­il gegrün­det, und ist somit die älte­s­te klös­ter­lic­he Nie­der­las­sung Bayerns. 
Das der­ze­it vor­han­de­ne Klo­s­ter mit der berühm­ten Asam­kirc­he wur­de vor 200 Jahren von den Gebrüdern Asam unter dem dama­li­gen Abt Mau­rus Bäc­hl erba­ut. Seit Mit­te des 19.Jahrhunderts ste­ht das Klo­s­ter unter Denk­mal­sc­hutz. Auf­grund sei­ner unmit­tel­ba­ren Lage an der Donau leb­te die Abtei Wel­ten­burg schon immer mit Hochwässern. 

In den letz­ten 6 Jahren war die­ser Dona­u­ab­sc­hnitt des öfte­ren von sel­te­nen Hoc­hwas­se­re­re­i­g­nis­sen betrof­fen. Am här­te­s­ten betrof­fen war das Klo­s­ter vom Pfing­st­hoc­hwas­ser 1999. 

Am Pegel Kel­he­im wur­de ein Hoc­hwas­ser­s­tand von 8 Metern erre­ic­ht. Das Was­ser drang im Mai 1999 durch alle Erd­ge­sc­hos­s­fen­ster in das Klo­s­ter ein. Der Innen­hof mit Bra­u­e­rei und Klo­s­ter­sc­hen­ke wur­de kom­plett über­flu­tet — in der welt­be­rühm­ten Asam­kirc­he stand das Was­ser ca. einen hal­ben Meter hoch. 

Der Scha­den wur­de auf ca. 1,5 Mio. € bezif­fert. Ver­te­i­di­gungs­ma­ßna­hmen waren 1999 nic­ht mehr erfolgreich. 
Im August 2002 und 2005 konn­ten durch mas­si­ven logi­s­ti­sc­hen Aufwand größe­rer Schäden abge­wandt wer­den. Das West- und das Nord­tor des Klo­s­ters, sowie die Fen­ster wur­den mit Sand­säc­ken ver­ba­rri­ka­di­ert. Unter Lei­tung der Feu­e­rwe­hr wur­den rund 80 000 Sand­säc­ke zum Schutz vor den Was­ser­mas­sen ein­ge­setzt. Das über den Unter­grund ein­ge­drun­ge­ne Was­ser im Innen­hof wur­de von den Hilf­s­kräf­ten abgepumpt. 
Um solc­he Kata­s­trop­hen in Zukun­ft zu ver­me­i­den, wur­de das Was­se­rwirt­sc­ha­ft­samt Lands­hut bea­u­f­tragt die Mac­hbar­ke­it eines Hoc­hwas­ser­sc­hut­zes für die­ses denk­mal­ge­sc­hütz­ten Kle­i­nod zu unter­suc­hen. Ein her­kömmlic­her Hoc­hwas­ser­sc­hutz mit Deic­hen und Mau­ern wür­de der Bede­u­tung die­ses Ensem­bles in sei­ner expo­ni­er­ten Lage nic­ht gerec­ht werden. 

Unter­suc­hun­gen zeig­ten, dass die meter­dic­ken Mau­ern des Klo­s­ters dem Hoc­hwas­ser grund­sätz­lich stand­hal­ten kön­nen. Daher ent­sc­hloss man sich in Abs­tim­mung mit der Abtei und dem Denk­mal­sc­hutz ledi­glich die vor­han­de­nen obe­rir­di­sc­hen und unte­rir­di­sc­hen Öffnun­gen zu verschließen. 
Dazu gehören die Fen­ster im Erd­ge­sc­hoss, Türen und Zugang­s­be­re­ic­he des Klo­s­ters — sowie eine Abdic­htung des durc­hläs­si­gen kie­si­gen Untergrundes. 

Für die Unter­suc­hung der Grun­dwas­ser­ver­hält­nis­se, dem möglic­hen Ein­fluss auf den Bra­u­e­re­i­brun­nen, sowie Ermit­tlung der notwen­di­gen Pum­ple­i­s­tung wur­de ein Grun­dwas­ser­mo­dell bei der Tec­hni­sc­hen Uni­ver­si­tät Münc­hen bea­u­f­tragt. Eine Unter­grun­dab­dic­htung bis zum anste­hen­den Fels in bis zu 10 Metern Tie­fe ver­hin­dert den Hoc­hwas­se­ran­drang der Donau über den Unter­grund. Für den stän­di­gen Grun­dwas­se­ra­u­s­ta­u­sch wird ein etwa 150 qm gro­ßes Fen­ster in der Unter­grun­dab­dic­htung am Nord­tor ange­ord­net. Gewählt wur­de eine Abdic­htung im Hoc­hdruc­kin­jek­ti­on­s­ver­fa­hren um das gan­ze Klo­s­ter herum — anbin­dend an die Fun­da­men­te Dabei wird ein Was­ser-Zement­ge­mi­sch unter Hoc­hdruck, das hei­ßt mit bis zu 400 bar, in den Unter­grund gepresst. Dort ver­bin­det es sich mit dem anste­hen­den Kies und Sand zu einer durc­hge­hen­den etwa 1,50m star­ken säu­len­för­mi­gen Dic­htwand. Für das Ein­brin­gen der Dic­htwand war eine kom­plet­te Neu­ord­nung der Bin­ne­nen­twäs­se­rung und aller son­sti­gen Spar­ten notwen­dig. Für die Entlüf­tung der Fun­da­men­te und des Mau­e­rwerks wur­den spe­zi­el­le Maßna­hmen gemäß den Erfor­der­nis­sen des Denk­mal­sc­hut­zes ergrif­fen. Die Bin­ne­nen­twäs­se­rung wur­de gemäß den Ergeb­nis­sen des Grun­dwas­ser­mo­dells an einer Stel­le gesam­melt. Im Hoc­hwas­ser­fall wird dann der fre­ie Aus­fluss zur Donau abge­ri­e­gelt und das anfal­lende Nie­der­sc­hlags — und Grun­dwas­ser von einem zen­tra­len Pum­p­sc­hac­ht vor dem Nord­tor abge­pum­pt. Das Sys­tem ist auf eine Pum­ple­i­s­tung von maxi­mal 250 Liter pro Sekun­de aus­ge­legt. Durch zusätz­lic­he Able­i­tung­s­gräben auf dem Fra­u­en­berg soll ver­hin­dert wer­den, dass das dort anfal­lende Nie­der­sc­hlag­swas­ser in den Klo­s­te­rin­nen­hof gelangt und eben­falls abge­pum­pt wer­den muss. 

 

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Obe­rir­di­sch ist es notwen­dig im Hoc­hwas­ser­fall Dammbal­ken­ver­sc­hlüs­se an den Zugang­s­be­re­ic­hen zu mon­ti­e­ren. Am Nord­tor wur­de die ein­ge­ba­u­te Dic­htwand in das Fun­da­ment für den Dammbal­ken inte­gri­ert und mit Eisen­trägern verstärkt. 
Auf­grund der gro­ßen Höhe von 3,50 Metern des zu mon­ti­e­ren­den Dammbal­kens und der damit ver­bun­de­nen Bela­s­tung von Hoc­hwas­ser wur­de das Fun­da­ment zusätz­lich mit 15 Meter lan­gen Pfählen rüc­k­ve­ran­kert — Hier der fer­tig beto­ni­er­te Fun­da­ment­bal­ken mit den ein­ge­ba­u­ten Ansc­hlüs­sen für die Dammbalkenstützen! 

 

Bei Hoc­hwas­se­rwar­nung wird die mobi­le Schut­zwand von der fre­i­wil­li­gen Feu­e­rwe­hr Kel­he­im auf­ge­ba­ut. Beim erst­ma­li­gen Probe­a­uf­bau konn­te dies in weni­ger als 2 Stun­den erle­digt wer­den. Da die Klo­s­ter­ma­u­ern kei­ne Las­ten auf­ne­hmen dür­fen wur­de in Abs­prac­he mit dem Denk­mal­sc­hutz für die Ein­bin­dung der Rand­s­tüt­zen eine beson­de­re Kon­struk­ti­on gewählt. 

 

Über das West­tor läu­ft die Ver­sor­gung des Klo­s­ters mit Strom, Was­ser und Gas. Des­halb waren hier beson­de­re Vor­ke­hrun­gen bei der Fun­da­men­ti­e­rung der mobi­len Schut­zwand zu tref­fen. Das Sys­tem mit den pas­s­ge­nau zur Ver­fügung ste­hen­den Dammbal­ken bede­u­tet bei zukün­f­ti­gen Ein­satz­fäl­len eine erhe­blic­he Arbe­it­ser­le­ic­hte­rung für die Hilfskräfte. 
Zusätz­lich zu den Zugang­s­to­ren müs­sen bei dro­hen­dem Hoc­hwas­ser auch die 55 Fen­ster im Erd­ge­sc­hoss von außen abge­dic­htet wer­den. Auch die 12 Kel­ler­fen­ster wer­den mit einem Ver­sc­hluss gesichert. 

 

hochwasserschutz04Im Zuge der Aus­sc­hre­i­bung ließ das Was­se­rwirt­sc­ha­ft­samt Lands­hut sich von ver­sc­hi­e­de­nen Her­s­tel­lern Pro­to­typen der Ver­sc­hlüs­se anfer­ti­gen. Die­se Pro­to­typen wur­den an der Uni­ver­si­tät der Bun­de­swe­hr in Münc­hen unter Vollbe­la­s­tung gete­s­tet. Während des Ein­brin­gens der Dic­htwän­de kam ein kle­i­ne­res Hoc­hwas­ser die Donau herab und über­sc­hwemmte kur­zze­i­tig die Bau­s­tel­le. Nen­nen­swer­te Schäden ent­s­tan­den nic­ht. Auch in Zukun­ft wird die Zufa­hrts­s­tra­ße zum Klo­s­ter regel­mäßig von Hoc­hwas­sern betrof­fen sein. 
Ein Ein­drin­gen in die Gebäu­de wird zukün­f­tig bis zum hun­dert­jähr­lic­hen Hoc­hwas­ser verhindert. 

 

(mit fre­und­lic­her Gene­hmi­gung des Was­se­rwirt­sc­ha­ft­sam­tes Landshut) 

Jahresbericht 2013

Advent 2012 – Advent 2013

Jedes Jahr möc­hten wir Sie im Jahre­s­rück­blick teil­ne­hmen las­sen an Fre­ud und Leid unse­res Kon­ven­tes. Nach altem klös­ter­lic­hen Bra­uch gesc­hi­e­ht das in der Zeit des Advents, einer ruhi­gen Jahres­ze­it, in der man mit fre­u­di­ger Erwar­tung auf das Wei­hnac­ht­s­fest zuge­ht. In der Litur­gie wird an die Wie­der­kun­ft Chri­s­ti am Ende der Zei­ten gedac­ht. Beide Erwar­tun­gen wol­len uns Chri­s­ten anre­gen, das eige­ne Leben in den Blick zu nehmen, um Chri­s­tus in der Ewig­ke­it bege­g­nen zu können.

Die­se Zei­len wer­den im Novem­ber abge­fasst, einem Monat, der in Kirc­he und Welt immer wie­der das Geden­ken an die Toten und den Tod wach hält. Schon im letz­ten Jahre­s­rück­blick haben wir Ihnen beric­htet, wie wir unse­ren jüng­s­ten und älte­s­ten Mit­bru­der ver­lo­ren haben. Wir dac­hten, vorerst für eine gewis­se Zeit von wei­te­ren Tode­s­fäl­len ver­sc­hont zu bleiben.

Doch schon am Vora­bend des Fes­tes der Dar­s­tel­lung des Herrn, 1. Febru­ar, ver­s­tarb im nahen Cari­tas-Sen­i­o­ren­he­im St. Josef in Neustadt/Donau unser P. Rap­ha­el. Seit Novem­ber 2012 war er dort in Pfl­ege. Am 5. Febru­ar zele­bri­er­te Abt Tho­mas das Pon­tifi­kal­re­qu­i­em für ihn, an dem auch Mit­brüder aus ande­ren Klös­tern und dem Deka­nat teil­na­hmen sowie Pri­e­s­ter, zahl­re­ic­he Gläu­b­ige und Vere­i­ne aus Obe­rri­ed im Baye­ri­sc­hen Wald, wo er seit 1976 als Seel­sor­ger gewirkt hat­te und auch die Jahre sei­nes Ruhe­s­tan­des seit 2002 im Pfa­rr­hof ver­brac­hte. Zune­hm­ende Krank­he­it und Alter­s­ge­brec­hen zwan­gen ihn, von dort Absc­hi­ed zu nehmen und in die Nähe sei­nes Klo­s­ters zurück zu kehren.

Kei­ne sec­hs Woc­hen später wur­de P. Bene­dikt nach einem Schla­gan­fall ins Bezirk­s­kli­ni­kum nach Regen­s­burg gebrac­ht. Dort mus­s­te er eine Woc­he auf der Inten­siv­s­ta­ti­on behan­delt wer­den. Die ansc­hli­e­ß­ende Reha wollte er in der Nähe sei­ner Hei­mat ver­brin­gen. Im Pon­tifi­ka­lamt an sei­nem Namen­stag, dem Hoc­hfest des Heim­gangs des hl. Bene­dikt, 21. März, hat­te Abt Tho­mas in den Für­bit­ten noch für sei­ne Gene­sung gebe­tet. Nie­mand ahn­te, dass unmit­tel­bar nach dem Got­tes­di­enst ein Anruf sei­ner Schwe­s­ter sei­nen plötz­lic­hen Tod mit­te­i­len wür­de. P. Bene­dikt hat­te erne­ut eine Gehirn­blu­tung erlit­ten, an der er gegen 6.30 Uhr im Alter von 52 Jahren ges­tor­ben ist. Am 25. März haben wir das Pon­tifi­kal­re­qu­i­em für ihn gefe­i­ert. Außer sei­nem hoc­hbe­tag­ten Vater, sei­nen Gesc­hwi­s­tern, Verwand­ten und Fre­un­den aus der Hei­mat nahmen zahl­re­ic­he Pri­e­s­ter und Gläu­b­ige aus der Umge­bung daran teil. Män­ner der FFW Ein­muß und Ober­sc­ham­bach, wo P. Bene­dikt jahre­lang als Expo­si­tus gewirkt hat­te, tru­gen den Sarg in lan­ger Pro­zes­si­on in die Gruft.

Zur gle­ic­hen Zeit ver­s­tarb, eben­falls in einem Regen­s­bur­ger Kli­ni­kum, Herr Johann Brendl. Vie­le Jahr­ze­hn­te lei­t­ete er unser Klo­s­ter­gut Buc­hhof, für das sich P. Bene­dikt als Öko­nom mit Leib und See­le ein­ge­setzt hat­te. Er hat­te dort zunäc­hst auch gewo­hnt, bis er im nahen Holz­har­lan­den ein Haus geba­ut hat­te. Am 23. März wur­de er dort zu Gra­be getragen.

Am 15. Febru­ar erhi­elt P. Gre­gor die Nac­hric­ht von der schwe­ren Erkran­kung sei­ner Mut­ter. Noch während er auf dem Weg zu ihr ins Kran­ken­ha­us war, ver­s­tarb sie. Wie schon zur Beer­di­gung sei­nes Vaters herr­sc­hte extre­mes Win­te­rwet­ter, so dass nic­ht alle zur Beer­di­gung gelan­gen konn­ten, die ihr das letz­te Gele­it geben wollten.

Alle unse­re Ver­s­tor­be­nen und auch die vie­len, von deren Heim­gang wir eine Nac­hric­ht erhal­ten haben, schli­e­ßen wir in die täglic­hen Für­bit­ten ein und wün­sc­hen ihnen die ewige Ruhe bei Gott.

Got­tlob wur­den uns auch vie­le fre­u­d­ige Ere­i­g­nis­se gesc­henkt. Gle­ich zu Beginn des Kirc­hen­ja­hres dur­f­te der Klo­s­ter­markt ein kle­i­nes Jubi­läum fei­ern. Alle Klös­ter, die zehn Jahre hin­durch daran teil­ge­nom­men hat­ten, wur­den gee­hrt und erhi­el­ten ein Präsent. Da es nic­ht reg­n­ete und zei­twe­i­se sogar eine leic­hte Schne­e­dec­ke für win­ter­lic­he Kulis­se sorg­te, waren die drei Markt­ta­ge wie­der ein Mag­net für etwa 20.000 Besuc­her. Beson­ders P. Bene­dikt hat­te sich inten­siv um die­se adven­tlic­hen Märk­te geküm­mert. Da er die­s­be­züglich uner­setz­bar ist, kön­nen wir die­se Tra­di­ti­on nun nic­ht mehr fort­führen, Zum gle­ic­hen Ter­min wer­den wir aber im kle­i­ne­ren Rahmen erst­mals einen „Wel­ten­bur­ger Klo­s­te­rad­vent“ veranstalten.

Für die Nac­hfol­ge von P. Bene­dikt im Amt des Zel­le­rars haben wir uns ent­sc­hi­e­den, einen wel­tlic­hen Verwal­ter ein­zu­s­tel­len. Herr Hans Chri­s­ti­an Wag­ner aus Schwan­dorf küm­mert sich um die wirt­sc­ha­f­tlic­hen Belan­ge und die Per­so­nal­fra­gen der Klo­s­ter­be­tri­e­be. In der Klo­s­ter­ve­rwal­tung ste­ht ihm wei­ter­hin Frau Johan­na Lehn als Sekre­tärin zur Seite, die schon vie­le Jahre zuvor „die rec­hte Hand“ von P. Bene­dikt war.

Das Hoc­hfest des hl. Bene­dikt am 11. Juli fei­er­ten wir in bewähr­ter Wei­se mit einem Pon­tifi­ka­lamt am Abend. Prälat Prof. Dr. Ludwig Mödl aus Münc­hen pre­dig­te über das Cha­r­isma des hl. Bene­dikt. Bei schönem Wet­ter genos­sen die Besuc­her nach dem Got­tes­di­enst im Bier­gar­ten Bier und Brezen.

Höhe­punkt der Fei­er­lic­hke­i­ten die­ses Jahres war am 1. Sep­tem­ber das 100jährige Jubi­läum der Wie­de­rer­he­bung unse­res Klo­s­ters zur Abtei im Jahre 1913. Bisc­hof Dr. Rudolf Voder­hol­zer zele­bri­er­te das Pon­tifi­ka­lamt. Die Wel­ten­bur­ger Musik­ge­me­in­sc­ha­ft sang unter der Lei­tung von Prof. Josef Kohl­häu­fl die Krönungs­mes­se von W. A. Mozart. Nach dem Fes­tes­sen fand im neu ges­tal­te­ten Fest­sa­al einen Fes­takt statt. Bisc­hof Rudolf ric­ht­ete noc­hmals sein Wort an die Gäs­te. Gru­ßwor­te sprac­hen Sta­ats­se­kre­tär Bernd Sibler als Ver­tre­ter des Baye­ri­sc­hen Mini­s­ter­präs­iden­ten, Abt­präses Bar­na­bas Bögle sowie Lan­drat Dr. Hubert Fal­ter­me­i­er und der stellver­tre­t­ende Bür­ger­me­i­s­ter Peter Sic­hler. P. Dr. Mic­ha­el Kauf­mann aus Met­ten hielt den Fest­vor­trag unter dem Thema „ … vor­ha­bend, die­ses Pri­o­rat später zur Abtey zu erheben (Sti­f­tung­s­bri­ef 22. März 1842) Wel­ten­burg seit 100 Jahren wie­der Abtei“. Mit fein­sin­n­ig­em Humor führ­te er die Zuhörer durch die Klo­s­ter­ge­sc­hic­hte seit der Wie­der­grün­dung 1842.

An den Jubi­läum­s­fe­i­er­lic­hke­i­ten hat­ten nahe­zu alle Äbte unse­rer Kon­gre­ga­ti­on teil­ge­nom­men. Am Abend waren aus allen elf Abte­i­en der BBK die Äbte und Depu­ti­er­ten zur Eröffnung des Gene­ral­ka­pi­tels ver­sam­melt, das alle vier Jahre abwec­hselnd in den ein­zel­nen Klös­tern statt fin­det. Nach Absc­hluss der Bera­tun­gen end­ete das Kapi­tel am frühen Nac­hmit­tag des 5. Septembers.

Am 22. Juli begann Herr Phi­li­pp Ris­se aus Lan­gqu­a­id in unse­rer Abtei das Pos­tu­lat und fre­ut sich auf sei­ne Ein­kle­i­dung und den Anfang sei­nes Novi­zi­a­tes. Er ist schon seit vie­len Jahren unse­rem Klo­s­ter verbunden.

Seit Juni haben wir wie­der ein­ige Bie­nen­völ­ker im Klo­s­ter­gar­ten. Nach dem Tod von Fr. Rupert im Frühja­hr 2008 war die­ses Auf­ga­ben­feld verwa­ist. Fr. Simon hat sich in eini­gen Semi­na­ren in Landsberg/Lech in die Imke­rei ein­führen las­sen und hat nun die­sen Arbe­it­s­be­re­ich zu sei­nen son­sti­gen Ver­p­flic­htun­gen übernommen.

Auch dur­f­ten wir wie­der vie­le Gäs­te begrüßen. Beson­ders haben wir uns gefre­ut über einen Besuch unse­res Bisc­hofs Dr. Rudolf Voder­hol­zer Anfang August, als er mit sei­ner Mut­ter und sei­nen Verwand­ten übe­rra­sc­hend in Wel­ten­burg einkehrte.

Ein­ige Mona­te hat P. Mari­an Lei­bl aus Plank­s­tet­ten bei uns ver­brac­ht. Nach dem Aufent­halt bei uns wec­hsel­te er zu den Kapu­zi­nern nach Altötting.

Aus der Bene­dik­ti­ni­sc­hen Kon­föde­ra­ti­on besuc­hte uns der neue Abt von Mari­en­berg in Süd­ti­rol Mar­kus Spa­ni­er sowie Erzabt Bisc­hof Dr. Asz­trik Vars­z­egi aus Pan­non­hal­ma (Ungarn).

Zum vier­ten mal hielt uns ein Mit­bru­der aus der Abtei Ger­le­ve die Kon­ven­te­xer­zi­ti­en. P. Dr. Chri­s­ti­an Brüning nahm vom 1. — 5. Janu­ar 2013 für jede sei­ner Ans­prac­hen ein Kirc­hen­li­ed zur Grund­la­ge. Im Pon­tifi­ka­lamt am Hoc­hfest der Ersc­he­i­nung des Herrn erne­u­er­ten wir dann die Gelüb­de. Wegen Regens erfolg­te die Dona­u­se­g­nung vom Por­tal der Kirc­he aus.

Am 15. und 16. Febru­ar fand in unse­rem Gäs­te­ha­us die Frühja­hr­s­vollver­sammlung der Arbe­it­s­ge­me­in­sc­ha­ft der Ordens­män­ner (AGOM) unse­res Bis­tums statt. Refe­ren­tin war Fre­i­frau Mic­ha­e­la von Hee­re­mann, die als eine der vier Auto­rin­nen über den You­cat sprach.

Am Hoc­hfest unse­res Klo­s­ter- und Pfa­rr­pa­trons St. Georg besuc­hten uns vier Prämon­stra­ten­ser aus der Abtei Ham­born (Dui­s­burg), die an der Pon­tifi­kal­ves­per und am Aben­des­sen teil­na­hmen. Pas­send zum Fest­tag schenk­te uns Frau Anne­li­e­se Heinz, Nab­burg, aus dem Nac­hlass ihres ver­s­tor­be­nen Pri­e­s­te­ron­kels eine Reli­qu­ie des hl. Georg. Einen ande­ren Reli­qu­i­en-Besuch hat­ten wir bere­its am 10. März. Ein Reli­qu­i­ar der hei­li­gen Anna Schäf­fer bere­iste das Bis­tum. Ers­te Sta­ti­on unse­res Land­kre­i­ses Kel­he­im waren Pfa­rrei und Abtei Weltenburg.

Den Pri­miz­se­gen spen­d­ete uns am 14. August nach der ers­ten Ves­per vom Hoc­hfest der Auf­na­hme Mari­ens in den Him­mel Neu­pri­e­s­ter Stef­fen Brinkmann.

Unser Obl­ate Fr. Mater­nus (Lam­bert Hellmann) über­gab am 11. Juni Abt Tho­mas die Lam­ber­tus-Pla­ket­te mit einem Begle­it­sc­hre­i­ben des Lüt­tic­her Bischofs.

Am 12. Juli konn­te Abt Tho­mas einen pro­mi­nen­ten Gast begrüßen, Ber­lins Regi­e­ren­den Bür­ger­me­i­s­ter Kla­us Wowe­re­it, der sich zu einem pri­va­ten Besuch in der Regi­on aufhielt.

Ein eher unan­ge­ne­hmer „Gast“ war in die­sem Jahr die Donau. Wie in vie­len ande­ren Gegen­den Deut­sc­hlands und Euro­pas wur­den wir von einem gro­ßen Hoc­hwas­ser heim­ge­suc­ht. Anfang Juni wur­den rec­ht­ze­i­tig die mobi­len Ele­men­te des Hoc­hwas­ser­sc­hut­zes von der FFW Kel­he­im auf­ge­ba­ut. In Tei­len des Land­kre­i­ses mus­s­te Kata­s­trop­he­na­larm aus­ge­löst wer­den. Auch die Bewo­hner der Asam­s­tra­ße, die entlang der Donau vom Dorf zum Klo­s­ter führt, mus­s­ten nac­hts ihre Häu­ser ver­las­sen, während mit Hil­fe der Bun­de­swe­hr Schutz­ma­ßna­hmen im Dorf erric­htet wur­den. Der im Jahr 2006 geba­u­te Hoc­hwas­ser­sc­hutz hat sich bes­tens bewährt, so dass unser Klo­s­ter nahe­zu von den Was­ser­mas­sen ver­sc­hont gebli­eben ist. Dank­bar dür­fen wir fest­s­tel­len, dass sich die Inve­s­ti­ti­o­nen zum Hoc­hwas­ser­sc­hutz gelo­hnt haben.

Nach dem Abbau der mobi­len Schut­ze­le­men­te folg­te eine zwe­ite Flu­twel­le, so dass sie noc­hmals antran­s­por­ti­ert und instal­li­ert wer­den mus­s­ten. Ganz herz­lich dan­ken wir an die­ser Stel­le der FFW Kel­he­im für ihren stets tre­u­en und hilf­s­be­re­i­ten Dienst zum Schutz des Klosters.

?Hau­p­tan­li­e­gen einer solc­hen Chro­nik ist der Rück­blick. Wir blic­ken aber auch schon vora­us, beson­ders auf die Eröffnung des neu­en Gäs­te­ha­u­ses am 1. März 2014. Es ste­hen dann wie­der mehr Zim­mer zur Ver­fügung, die trotz klös­ter­lic­her Schlic­ht­he­it allen notwen­di­gen Kom­fort bie­ten möc­hten. Bei unse­ren Umba­u­ma­ßna­hmen war uns eine behin­der­ten­fre­und­lic­he­re Ges­tal­tung wic­htig, so dass wir mit einem größe­ren Auf­zug auch gehbe­hin­der­ten Men­sc­hen einen barri­e­re­fre­i­en Zugang zu den Zim­mern und Semi­na­rräu­men ermöglic­hen. Fer­ner kön­nen wir unse­ren Gäs­ten ein­ige behin­der­ten­ge­rec­hte Zim­mer anbi­e­ten. Die Reze­p­ti­on für unser Gäs­te­ha­us wird zukün­f­tig im Ein­gang­s­be­re­ich der Klo­s­te­ran­la­ge, im Tor­bau, sein. Schon jetzt hei­ßen wir Sie im Haus St. Georg herz­lich willkommen.

Hier möc­hten wir auch auf unser Ange­bot an Kur­sen und Semi­na­ren im Jahr 2014 hinwe­i­sen, die bere­its hier über unse­re Home­pa­ge gebuc­ht wer­den können:

Wir wün­sc­hen Ihnen besinn­lic­he Woc­hen des Advents, ein gese­g­ne­tes Wei­hnac­ht­s­fest und Got­tes Gele­it im Jahr 2014,

Ihre Bene­dik­ti­ner in Weltenburg

1913 – 2013 Weltenburg 100 Jahre wieder Abtei

Im Zuge der Säku­la­ri­sa­ti­on 1803 wur­den nahe­zu aller Klös­ter und Sti­f­te in unse­rem Land auf­ge­h­oben. Durch die­ses Ere­i­g­nis riss auch in Wel­ten­burg eine über 1000jährige Tra­di­ti­on klös­ter­lic­hen Lebens ab. Die­se Unter­brec­hung währ­te glüc­klic­he­rwe­i­se nur 39 Jahre. Con­ti­nue rea­ding “1913 – 2013 Wel­ten­burg 100 Jahre wie­der Abtei”

Jahresbericht 2012

Advent 2011– Advent 2012

Wie­der lädt uns das zu Ende geh­ende Jahr zur Rück­sc­hau ein. Gemäß klös­ter­lic­her Tra­di­ti­on fol­gen wir dabei nic­ht dem bür­ger­lic­hen Kalen­der (1. Janu­ar — 31. Dezem­ber), son­dern dem kirc­hlic­hen, der mit dem 1. Advent beginnt und mit dem Sam­s­tag nach dem Chri­st­könig­s­fest schli­e­ßt. Darum wer­den die­se Zei­len im Novem­ber gesc­hri­eben, dem Monat, in dem wir beson­ders unse­rer Ver­s­tor­be­nen geden­ken. Dazu gehören heu­er auch zwei Mit­brüder unse­res Kon­ven­tes, der älte­s­te, Altabt Dr. Tho­mas Nig­gl (89), der zu Beginn des Beric­hts­ja­hres ver­s­tarb, und der jüng­s­te, Fr. Petrus Maria Pirt­ha­u­er (30), der erst vor weni­gen Woc­hen von uns ging.

Altabt Tho­mas starb am 10.12.2011, in der Nac­ht zum 3. Advent in Ettal. Mit ihm begann in unse­rem Klo­s­ter ein Neu­a­uf­bruch, wenn­gle­ich vie­le zuvor schon das Ende des Klo­s­ters besi­e­gelt sahen. Durch Ver­mit­tlung des dama­li­gen Diöze­san­bi­sc­hofs Dr. Rudolf Gra­ber wur­de er 1975 nach Wel­ten­burg pos­tu­li­ert und nach dre­i­jähr­ig­em Wir­ken als Admi­ni­s­tra­tor zum Abt gewählt. In den 80er Jahren des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts tra­ten dann zahl­re­ic­he Män­ner aus nah und fern in das Klo­s­ter ein, das damals zei­twe­i­lig fast 30 Mönc­he zähl­te. Nach sei­ner Resi­g­na­ti­on 1995 ging er nach Ettal zurück, wo er in den letz­ten Jahren mit Opfern und Lie­be von den dor­ti­gen Mit­brüdern in der Infir­me­rie betre­ut und gep­flegt wur­de, wofür wir ihnen ein herz­lic­hes „Ver­gel­t’s Gott“ sagen möc­hten. Am 15.12. zele­bri­er­te Alt­bi­sc­hof Dr. Vik­tor Josef Dam­mertz OSB von Aug­s­burg, der frühe­re Abt­pri­mas unse­res Ordens, das Pon­tifi­kal­re­qu­i­em in der Klo­s­ter­kirc­he, bei dem Wei­hbi­sc­hof Rein­hard Pappen­ber­ger von Regen­s­burg, Abt­präses Bar­na­bas Bögle von Ettal und die mei­s­ten Äbte der Kon­gre­ga­ti­on sowie unser Kon­vent kon­ze­le­bri­er­ten. Es nahmen auch vie­le Pri­e­s­ter, Ordens­le­u­te und Gläu­b­ige teil, darun­ter Verwand­te und Bewo­hner sei­ner Hei­mat Mur­nau. Eben­so waren Poli­ti­ker aus Land­kre­is und Stadt Kel­he­im ver­tre­ten sowie die Fahne­na­bord­nun­gen aller Feu­e­rwe­hren der Klo­s­ter­ge­me­in­den. Die musi­ka­li­sc­he Ges­tal­tung hat­te Prof. Josef Kohl­häu­fl mit einer Scho­la ehe­ma­li­ger Regen­s­bur­ger Dom­s­pat­zen über­nom­men. Ein lan­ger Pro­zes­si­ons­zug begle­i­t­ete den Sarg zur Gru­ft, wo er zur letz­ten Ruhe gebet­tet wurde.

Fr. Petrus Maria Pirt­ha­u­er hat­te nach ein­jähri­ger Probe­ze­it am Hoc­hfest der Auf­na­hme Mari­ens in den Him­mel, dem 15.08., im Kre­is zahl­re­ic­her Verwand­ter und Fre­un­de, darun­ter auch jun­ge Ordens­le­u­te, Semi­na­ri­s­ten und Pri­e­s­ter die ewige Pro­fess abge­legt. Bei schön­stem Wet­ter war es ein fro­hes Fest für alle. Nach dem fei­er­lic­hen Pon­tifi­ka­lamt in der Klo­s­ter­kirc­he folg­te das Fes­tes­sen im Barock­sa­al. Im Okt­ober ver­brac­hte er sei­nen Urla­ub bei sei­ner Fami­lie in Wei­den und kehr­te am 18.10. zurück. Am 19.10. wur­de fr. Petrus in der Frühe, bevor dass Chor­ge­bet begann, tot in der Kirc­he auf­ge­fun­den. Schon bald bes­tätig­te sich durch Absc­hi­ed­s­bri­e­fe die Befürc­htung, was sich Schrec­klic­hes in der Nac­ht ere­i­g­net haben mus­s­te. Am 25.10. zele­bri­er­te Abt Tho­mas das Pon­tifi­kal­re­qu­i­em, an dem auch vie­le Äbte und Mit­brüder aus ande­ren Klös­tern teil­na­hmen sowie sei­ne Verwand­ten und zahl­re­ic­he Fre­un­de und Bekann­te aus sei­ner Hei­mat. In die­ser schwe­ren Stun­de des Absc­hi­e­des gab uns in der Homi­lie ein Wort aus den Psal­men, das uns auch wei­ter begle­i­ten und hel­fen kann, gei­s­tlic­he Wei­sung und Trost:

Herr, du hast mich erfor­sc­ht und du kennst mich. Ob ich sit­ze oder ste­he, du wei­ßt von mir. Von fern erkennst du mei­ne Gedanken.Du bist ver­tra­ut mit all mei­nen Wegen. …

Wür­de ich sagen: „Fin­ster­nis soll mich bedec­ken, statt Lic­ht soll Nac­ht mich umg­eben“, auch die Fin­ster­nis wäre für dich nic­ht fin­ster, die Nac­ht wür­de leuc­hten wie der Tag, die Fin­ster­nis wäre wie Lic­ht. (Psalm 139)

Wie auch für die ande­ren zuletzt ver­s­tor­be­nen Mit­brüder zele­bri­er­ten wir 30 Tage lang die hei­l­ige Mes­se für ihn.

Wir begle­i­te­ten auch drei wei­te­re uns sehr Ver­bun­de­ne auf ihrem letz­ten irdi­sc­hen Weg. Kurz nach Altabt Tho­mas ver­s­tarb in Aben­s­berg am Mor­gen des 19.12. Herr Anton Röhrl, lang­jähri­ger Päc­hter der Klo­s­ter­sc­hen­ke. Ein hal­bes Jahr nach ihm ver­s­tarb am 20.06. sei­ne Frau Elfri­e­de Röhrl, die mit ihm in all den Jahren geme­in­sam die Klo­s­ter­sc­hen­ke geführt und geprägt hat­te. Für beide zele­bri­er­te Abt Tho­mas in der Abte­i­kirc­he ein Pon­tifi­kal­re­qu­i­em, das von Prof. Kohl­häu­fl mit sei­ner Scho­la musi­ka­li­sch ges­tal­tet wur­de. Die Beer­di­gun­gen waren dann im Ansc­hluss auf dem Aben­s­ber­ger Fri­ed­hof. Nach ihrer Hei­rat 1954 über­na­hmen die jun­gen Wirts­le­u­te die Klo­s­ter­sc­hen­ke und inve­s­ti­er­ten ihre jugend­lic­he Kra­ft in den Auf­bau einer moder­nen Gas­twirt­sc­ha­ft. Denn ger­ade Ende der 50iger und in den 60iger Jahren ist der Besuc­her­s­trom in Wel­ten­burg immer mehr ange­wac­hsen. Vora­us­sc­ha­u­end und weit­blic­kend hat die Klo­s­ter­sc­hen­ke damals die Weic­hen ges­tellt durch Moder­ni­si­e­run­gen und Erwe­i­te­run­gen und so auch Akzen­te für den Tou­ris­mus in der gesam­ten Regi­on gesetzt. Neben der Führung der Klo­s­ter­sc­hen­ke waren die Ehe­le­u­te Röhrl auch in zahl­re­ic­hen Ehre­näm­tern enga­gi­ert wie etwa bei der Wel­ten­bur­ger Aka­de­mie und der Sti­f­tung Aven­ti­num. Ihr Ein­satz auf kul­tu­rel­ler Ebe­ne ragt aber beson­ders hera­us. Für vie­les waren sie Ini­ti­a­to­ren und Motor. Beson­ders erwähnt sei­en die Wel­ten­bur­ger Musik­ge­me­in­sc­ha­ft und die „Gru­ppe Gesc­hic­hte“ der Wel­ten­bur­ger Akademie.

Am 4.08. ver­s­tarb nach lan­gem Lei­den der eme­ri­ti­er­te Regen­s­bur­ger Wei­hbi­sc­hof Vin­zenz Gug­gen­ber­ger. Er war vie­le Jahre für die Ordens­le­u­te des Bis­tums zus­tän­dig und nahm z. B. fast an jeder Sit­zung der AGOM teil, die auch immer wie­der in unse­rem Gäs­te­ha­us tag­ten. Mehre­re Mit­brüder wei­hte er in unse­rer Klo­s­ter­kirc­he zu Dia­ko­nen. Abt Tho­mas nahm sowo­hl am Pon­tifi­kal­re­qu­i­em im Hohen Dom zu Regen­s­burg teil als auch an der Bei­set­zung in der Pfa­rr­kirc­he sei­ner Hei­mat Hof­kirc­hen teil.

Nach so viel tra­u­ri­gen Anläs­sen kön­nen wir got­tlob aber auch von fro­hen Stun­den und Tagen berichten:

So begann das Kirc­hen­ja­hr wie­der mit dem Advents­markt, bei dem auch zwei neue Klös­ter ver­tre­ten waren, die Abte­i­en Pan­non­hal­ma (Ungarn) und Mün­ster­sc­hwar­zach. Zur Fre­u­de der Kin­der war wie­der der Esel „Mimi“ dabei. Jeden Abend besc­henk­te sie der Niko­la­us, der in fes­tlic­her Pro­zes­si­on in den Klo­s­ter­hof ein­zog. Trotz Nie­dri­gwas­ser konn­ten die Schif­fe zu den „Glühwe­in­fa­hr­ten“ aus Kel­he­im noch kom­men. Zahl­re­ic­he Gru­ppen aus ganz Deut­sc­hland waren dazu schon seit lan­gem ange­mel­det. In die­sen Tagen rüs­ten wir uns zum zehn­ten Klostermarkt.

Von den zahl­re­ic­hen Besuc­hern, die uns das Jahr hin­durch bee­hr­ten, möc­hten wir ein­ige beson­ders erwähnen. Bisc­hof Gre­gor Maria Han­ke OSB von Eic­hs­tätt kam am 29.04. mit dem ort­ho­do­xen Bisc­hof Cor­ne­liu aus Rumäni­en und des­sen Begle­i­tern zu uns. Sie nahmen an der Ves­per, am Aben­des­sen und an der ansc­hli­e­ßen­den Rekre­a­ti­on teil. Am 29.05. unter­na­hmen die Dele­gi­er­ten der Liga-Bank einen Aus­flug zum Klo­s­ter. Prof. Kohl­häu­fl ges­tal­t­ete mit sei­nem Chor eine Mari­en-Ves­per. Er been­d­ete in die­sem Jahr die musi­ka­li­sc­he Lei­tung der Wel­ten­bur­ger Musik­ge­me­in­sc­ha­ft, die er 30 Jahre lang mit gro­ßen Enga­ge­ment und Kön­nen ausüb­te. Beim Som­mer­kon­zert am 14.07. diri­gi­er­te erst­mals Herr Wolf­gang Hör­lin. Am 22.07. stat­t­ete uns Regi­o­nal­bi­sc­hof Hein­rich Tim­me­re­vers (Vec­hta / Mün­ster) einen Besuch ab. Er wur­de u. a. vom Offi­zi­a­lat­s­rat Msgr. Bernd Win­ter begle­i­tet, der vor 25 Jahren in unse­rer Abte­i­kirc­he die Pri­e­s­te­rwe­i­he emp­fan­gen hat­te. Am 5.08. begle­i­t­ete Für­s­tin Glo­ria von Thurn und Taxis Kuri­en­bi­sc­hof Giu­se­ppe Sci­ac­cia nach Wel­ten­burg. Am 30.08. fand zum drit­ten mal der Kon­ven­ta­u­s­flug des Holy Cross Mona­s­te­ry (Texas) zu uns statt. Vom 2.–4.11. nahm der Abt­präses der Otti­li­a­ner Kon­gre­ga­ti­on, Erzabt Jere­mi­as Schröder mit zwei Mit­brüdern an einer Tagung in unse­rem Gäs­te­ha­us teil.

Wir sel­ber dur­f­ten beim Kon­ven­ta­u­s­flug am 20.11. die Gast­fre­und­sc­ha­ft der Dil­lin­ger Fran­zi­s­ka­ne­rin­nen im ehe­ma­li­gen Bene­dik­ti­ner­klo­s­ter Mic­hel­feld bei Auer­bach erfa­hren. Obe­rin Sr. Mad­len emp­fing uns mit Kaf­fee und Gebäck. Ansc­hli­e­ßend hielt uns in der his­to­ri­sc­hen Gewan­dung des hl. Sti­fer­bi­sc­hofs Otto von Bam­berg Herr Die­tl eine aus­führ­lic­he Führung in der Asam­kirc­he und Sakri­s­tei. Um 12.00 Uhr waren wir bei den Schwe­s­tern im Refek­to­ri­um zum Mit­ta­ges­sen ein­ge­la­den und haben im Ansc­hluss im Herz-Jesu-Chor die Mit­tags­ho­re gesun­gen. Dann unter­na­hmen wir einen Spa­zi­er­gang zum Fri­ed­hof, durch die Regens Wag­ner Werk­s­tät­ten, den “Sin­ne­sweg” und die Stic­ke­rei. Vor der Rück­fa­hrt war mit den Schwe­s­tern geme­in­sa­mer Kaf­fee. Wir dan­ken ihnen herz­lich für den schönen Tag!

Während es im Kon­vent kei­ne Neu­e­in­trit­te gab, sind zwei fro­he Anläs­se in der Obla­ten­ge­me­in­sc­ha­ft zu nen­nen. Am 8.07. leg­te Herr Matt­hi­as Mitlöhner in der Mit­tags­ho­re die Obla­ti­on ab und erhi­elt den hl. Boni­fa­ti­us zu sei­nem Patron. Auch sei­ne Fami­lie konn­te dabei zuge­gen sein. Am 29.10. wur­de Herr Peter Ehr­lin­ger in das Probe­ja­hr der Obla­ten aufgenommen.

In die­sem Jahr hat­ten wir auch mei­s­tens Glück mit dem Wet­ter. So konn­te nach drei Jahren wie­der die Fron­le­ic­hnam­s­pro­zes­si­on von der Abte­i­kirc­he ins Dorf statt­fin­den. Am Hoc­hfest St. Bene­dikt, Patron Euro­pas, 11.7. konn­ten wir wie in den ver­gan­ge­nen Jahren nach dem Pon­tifi­ka­lamt in den Bier­gar­ten ein­la­den. Die Fest­pre­digt hielt uns die­ses mal Pfa­rrer Dr. Cle­mens Her­gen­röder aus Ingolstadt.

Das bür­ger­lic­he Jahr began­nen wir tra­di­ti­o­nell zur geme­in­sa­men gei­s­tlic­hen Stär­kung in den Kon­ven­te­xer­zi­ti­en, zu denen uns der dama­l­ige Pro­vin­zi­al der Pas­si­o­ni­s­ten, P. Dr. Gre­gor Len­zen begle­i­t­ete. Abt Tho­mas stärk­te sei­ne Gesund­he­it mit einer dre­i­wöc­hi­gen Kne­i­pp­kur in Bad Wöris­ho­fen ab 17.07. In Rom nahm er vom 15. — 26.09. am Äbte­kon­gress des Ordens in S. Ansel­mo teil. Dort wähl­ten die Ver­sam­mel­ten Abt Not­ker Wolf für wei­te­re vier Jahre zum Abt­pri­mas unse­res Ordens. Nach Rom zog zum Win­ter­se­me­s­ter auch P. Lukas, um an der päp­s­tlic­hen Uni­ver­si­tät Gre­go­ri­ana Spi­ri­tu­a­li­tät zu stu­di­e­ren. Er wohnt im Kol­leg S. Ansel­mo. Einen Tage­sa­u­s­flug nach Rom unter­na­hmen am 21.10. P. Gre­gor und Fr. Simon. Sie nahmen dort an der Hei­lig­s­prec­hung der Anna Schäf­fer aus dem nahen Min­del­stet­ten teil.

Vie­le die­ser Anläs­se, Fes­te und Besuc­he konn­ten uns zu einer gei­s­tlic­hen „Rüst­ze­it“ die­nen und stär­ken. Weni­ger ange­ne­hm war die äuße­re „Rüst­ze­it“. Über vie­le Mona­te hinweg waren gro­ße Teile des Gäs­te­ha­u­ses, der Klo­s­ter­sc­hen­ke und des Tor­ha­u­ses ein­ge­rüs­tet, so dass unse­re Gäs­te, Ange­s­tellten und wir mit aller­lei Ein­sc­hrän­kun­gen leben mus­s­ten und tei­lwe­i­se noch müs­sen. Inzwi­sc­hen konn­ten aber die Sani­e­rung der Däc­her und der Außen­fas­sa­den abge­sc­hlos­sen wer­den, so dass nun mit dem Inne­na­u­s­bau des Gäs­te­ha­u­ses begon­nen wur­de. Wir hof­fen, bis Ende kom­men­den Jahres fer­tig zu wer­den, so dass dann wie­der Ein­zel­gäs­te und Gru­ppen in größe­rer Zahl die neu­en Zim­mer und Räum­lic­hke­i­ten nut­zen und geni­e­ßen können.

Nic­ht nur an den Gebäu­den nagt der Zahn der Zeit, son­dern auch an unse­rer Gesund­he­it. P. Cle­mens mus­s­te sich mehr­mals in die Gold­berg­kli­nik nach Kel­he­im beg­eben und zog von sei­nem Zim­mer in der Kla­u­sur im Juni in die Infir­me­rie um. Nach einem Monat Kur­zze­it­p­fl­ege im Cari­tas Alten­he­im St. Josef in Neu­s­tadt, kehr­te er gut erholt zurück, so dass er nun wie­der am Kon­ven­tamt und den Mahl­ze­i­ten teil­ne­hmen kann. P. Rap­ha­el konn­te nach sei­ner Eme­ri­ti­e­rung 2002 als Expo­si­tus in Obe­rri­ed am Arber wei­ter­hin im dor­ti­gen Pfa­rr­ha­us wohnen ble­i­ben. Zune­hm­ende Alters­sc­hwäc­he und Erkran­kun­gen mac­hten mehr­mals Aufent­hal­te im Kre­i­s­kran­ken­ha­us Viec­htach notwen­dig. Er ist nun auf Pfl­ege ange­wi­e­sen und über­si­e­del­te in das Neu­s­täd­ter Altenheim.

Aus dem Kre­is der Ange­s­tellten wur­de am 26.04. Frau Ste­in­ber­ger verab­sc­hi­e­det, die vie­le Jahre in unse­rer Wäsc­he­rei gewirkt hatte.

Zwei ihrer Vor­gän­ge­rin­nen, die Gesc­hwi­s­ter Her­mi­ne Fröhler und Otti­lie Trüb­swet­ter aus Wel­ten­burg, waren in den Mona­ten zuvor ver­s­tor­ben und wur­den auf dem Fri­ed­hof in Wel­ten­burg bes­tat­tet. Einer tüc­ki­sc­hen Krank­he­it fiel auch unse­re frühe­re Köc­hin Frau Maria Ober­ma­i­er zum Opfer.

Mit dem Tod haben wir die­sen Jahre­s­be­ric­ht begon­nen, mit dem Tod ihn auch abge­sc­hlos­sen. So wenig ange­ne­hm die­ses Thema auch für uns alle ist, das Ster­ben gehört zum Leben dazu. Schon der hei­l­ige Bene­dikt mahnt uns im IV. Kapi­tel sei­ner Regel, „sich den dro­hen­den Tod täglich vor Augen zu hal­ten.“ Aber er ist nic­ht das Letz­te – son­dern Durc­hgang zum Leben, zum ewi­gen Leben. Dass uns die­ses in Chri­s­tus ent­ge­gen gekom­men ist, dür­fen wir bald wie­der am Wei­hnac­ht­s­fest fei­ern. Mit­ten in der Nac­ht einer tod­ge­we­i­hten Welt wird im Got­tes­so­hn jener gebo­ren, der von sich bekennt: „Ich bin der Weg, die Wahr­he­it und das Leben“. So geht er mit uns durch so manc­hes Dun­kel unse­res Lebens. Wir wün­sc­hen Ihnen allen den Bei­s­tand die­ses göt­tlic­hen Begle­i­ters zu den kom­men­den wei­hnac­htlic­hen Fei­er­ta­gen, dem Jahre­swec­hsel und dann auf all Ihren Wegen im ANNO DOMINI 2013,

Ihre Bene­dik­ti­ner von Weltenburg