Besucherzentrum im Felsenkeller

Natur – Kloster – Kultur

Erleben Sie 1000 Jahre Geschichte im Museum im historischen Weltenburger Felsenkeller!

Amp­ho­ren aus der Jung­s­te­in­ze­it, der Gam­s­bart des Alt­mühl­tals, die Sie­gel Cos­mas Dami­an Asams, Werk­ze­u­ge der Stuc­ka­te­u­re und foto­gra­fi­sc­he Blic­ke hin­ter die Klo­s­ter­ma­u­ern: Im Muse­um im his­to­ri­sc­hen Wel­ten­bur­ger Fel­sen­kel­ler wird Gesc­hic­hte leben­dig, nun neu präsen­ti­ert und mit wei­te­ren span­nen­den Aus­s­tel­lungs­s­tüc­ken. Klo­s­ter Wel­ten­burg ist eine Bene­dik­ti­ne­rab­tei mit reic­her Ver­gan­gen­he­it und einer prac­ht­vol­len Kirc­he als ers­tem geme­in­sa­men Hau­p­twerk der Brüder Asam inmit­ten eines ein­zi­gar­ti­gen Natu­ren­sem­bles. All die­se Beson­der­he­i­ten sind in einem bun­ten Bil­der­bo­gen, mit viel­fäl­ti­gen Expo­na­ten und Fil­men zu Kirc­he, Klo­s­ter und Bra­u­e­rei bei einem Gang durch 1000 Jahre Ver­gan­gen­he­it zu erl­eben. Die Aus­s­tel­lung zeigt Fos­si­li­en als Zeu­gen der Urge­sc­hic­hte, als die heu­t­ige Wel­ten­bur­ger Enge von einem sub­tro­pi­sc­hen Meer über­flu­tet war, erzählt von der sagen­ha­f­ten Grün­dung der Mönc­hs­zel­le am Dona­u­s­trand, von Nie­der­gang und Neu­an­fang im Mit­te­lal­ter, von der Arbe­it auf der Gro­ßba­u­s­tel­le des 18. Jahr­hun­derts für die Asam­kirc­he, mit der der Barock baye­ri­sch wur­de, aber auch davon, warum die Bene­dik­ti­ner heu­te in über­ze­ug­tem Gla­u­ben in Wel­ten­burg leben. Und sie lädt ein, zu ent­dec­ken, warum die Rein­he­it des Was­sers in der Wel­ten­bur­ger Enge nic­ht nur das Gehe­im­nis des süf­fi­gen Klo­s­ter­trunks ist. Geöffnet März bis Novem­ber täglich von 10 bis 18 Uhr sowie nach Anfrage.

Natur und Kul­tur tref­fen ger­ade in Wel­ten­burg in bee­in­druc­ken­der Wei­se aufe­i­nan­der. Das Klo­s­ter, in dem heu­te sieben Bene­dik­ti­ner leben, liegt im Natur­sc­hutz­ge­bi­et „Wel­ten­bur­ger Enge“, dem letz­ten Wild­flus­sab­sc­hnitt der Donau in Bayern. Hier hat sich der Fluss in Jahr­ta­u­sen­den durch den Jura­kalk gear­be­i­tet. An bei­den Sei­ten erheben sich fel­sen­re­ic­he Ste­il­hän­ge mit einer für Euro­pa ein­ma­li­gen Kom­bi­na­ti­on von ver­sc­hi­e­de­nen Tier- und Pflan­zen­ge­sellsc­ha­f­ten. Die Besi­ed­lung der Gegend reic­ht zurück bis in die Bron­ze- und Eisen­ze­it. Sage­nu­mw­oben sind die Anfän­ge des Klo­s­ters im 7. Jahr­hun­dert. Beson­de­re Bede­u­tung aber hat die Bene­dik­ti­ne­rab­tei vor allem als Anla­ge aus dem 18. Jahr­hun­dert mit der Klo­s­ter­kirc­he gewon­nen, geplant und ges­tal­tet von den Brüdern Asam als ein Hau­p­twerk der Baroc­kkunst in Deutschland.

Im his­to­ri­sc­hen aus dem Natur­fels aus­ge­sc­hla­ge­nen Kel­ler der Klo­s­ter­bra­u­e­rei, der bere­its auf einem Stich von 1726 zu sehen ist, lädt eine Aus­s­tel­lung, kon­zi­pi­ert von Dr. Maria Bau­mann, zum Ein­ta­uc­hen in Ver­gan­gen­he­it und Gege­nwart ein. Der Bogen spannt sich von der Feu­er­s­te­in­hac­ke über die ers­ten frühc­hri­s­tlic­hen Spu­ren und die beweg­ten Jahr­hun­der­te des Klo­s­ters vom Mit­te­lal­ter bis zur Neu­ze­it bis hin zum aktu­el­len Leben und Wir­ken der Bene­dik­ti­ner in Wel­ten­burg. Sie erin­nert an den Bau­he­rrn Abt Mau­rus Bäc­hel, der 1716 mit viel Wage­mut und wenig Geld den Bau des Got­tes­ha­u­ses begann, und das hera­u­s­ra­g­ende Wir­ken der Asams. Ein Schwer­punkt liegt aber auch auf der gro­ßen han­dwer­klic­hen Lei­s­tung, die Mau­rer, Zim­mer­le­u­te, Ste­i­n­met­ze und vie­le ande­re beim Kirc­hen­bau erbrac­ht haben. Anhand von Werk­ze­u­gen und Model­len wird sic­ht­bar, wie ein Fre­s­ko und Stuck­pla­s­ti­ken entstehen.

Dan­eben ist eine Abte­i­lung aber natür­lich auch dem Hop­fen­sa­ft gewid­met: von der Ent­dec­kung des „flüs­si­gen Bro­tes“ bei den Sume­rern (um 5000 v. Chr.) über die ers­te „Bier­koc­he­rei“ der Mönc­he um die Jahr­ta­u­sen­dw­ende bis zum Rein­he­it­s­ge­bot, nach dem bis heu­te das Wel­ten­bur­ger Klo­s­ter­bi­er gebra­ut wird.

Im Umwel­tra­um gibt es unter ande­rem die Donau-Kahn­sc­hnec­ke zu ent­dec­ken, die das mit 5000 Jahren wohl älte­s­te Schmuck­s­tück Bayerns ziert, das Feder­gras, den „Gam­s­bart“ des Alt­mühl­tals, und den Ere­mi­ten, einen Käfer, der so zurück­ge­zo­gen lebt wie ein Mönch in sei­ner Klause.

 

Besucherzentrum im historischen Felsenkeller

Voranmeldung

Ein­zel­gäs­te ohne Vora­n­mel­dung, Gru­ppen bit­te Anmel­den (max. 40 Sitz und 10 Stehplätze).

Öffnungszeiten

vom 1. April 2022 bis 31. Okt­ober 2022
Werk­tags von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Sam­s­tags | Sonn­tags | Fei­er­tags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
ab 1. Novem­ber 2022 bis ca. Mitte/Ende März 2023 geschlossen
kurz­fri­s­t­ige Ände­run­gen vorbehalten

Eintrittspreise Besucherzentrum – pro Person

EUR 2,50 für Erwachsene
EUR 1,50 für Kin­der, Aus­zu­bil­d­ende, Studenten
EUR 2,00 Gru­ppen (ab 10 Pers.)

Auswahl Filme (deutsch und englisch)

  • Bene­dik­ti­ner im Klo­s­ter Wel­ten­burg (ca. 25 Minuten)
  • Klo­s­ter­bra­u­e­rei (14 Minuten)
  • vir­tu­el­le Kirc­hen­führung (19 Minuten)

Informationen und Reservierung:

  • Kal­ku­li­e­ren Sie den Fußweg von/zum Bus­park­platz bzw. Schiffsan­le­ge­s­tel­le von ca. 10 Min. ein, die Durc­hfa­hrt zum Klo­s­ter ist nic­ht möglich. 
  • Von ca. Mai — Sep­tem­ber ste­ht ein Shut­tle­bus vom/zum Park­platz zur Ver­fügung, Infor­ma­ti­o­nen dazu erhal­ten Sie in der Klo­s­ter­sc­hen­ke 09441 67570. Hier erfa­hren Sie auch die aktu­el­len Gebühren für den Besuc­her­park­platz Weltenburg. 
  • Treffpunkt für ist das Besuc­her­zen­trum, dort erfolgt vorab die Beza­hlung in bar oder per Voucher.
  • Buc­hun­gen wer­den nur mit einer schri­f­tlic­hen Bes­täti­gung unse­rer­se­its gül­tig. Bit­te geben Sie der Rei­se­le­i­tung eine Kopie die­ses Schre­i­bens mit.
  • Bei ver­s­päte­ter Ankun­ft kann die vol­le Vor­führungs­ze­it nic­ht garan­ti­ert werden. 
  • Aus­fallge­bühren: Stor­ni­e­rung bis 8 Werk­ta­ge vor Ter­min kostenfrei, 
    dann EUR 30,00 je Gru­ppe und Buchung
  • Bei Nic­htan­re­i­se ohne Stor­ni­e­rung bil­det die zuletzt gemeldete 
    Per­so­nen­za­hl die Berechnungsgrundlage. 
  • Die Teil­ne­hmer­za­hl kann bis 2 Werk­ta­ge vor Ter­min kos­ten­frei geän­dert wer­den, die­se Zahl stellt die Grund­la­ge zur Berec­hnung der Ein­tritt­s­gel­der dar. Wir stel­len eine Rei­se­le­i­tung frei. 

Weitere Informationen zur Planung Ihrer Anfahrt und Besichtigung finden Sie auf den Internetseiten der folgenden Anbieter: