Jahresbericht 2019

Advent 2018 — Advent 2019

Lie­be Mit­brü­der und Mitsch­we­stern unse­res Ordens,
lie­be Ver­wand­te, Freun­de und Wohl­tä­ter unse­res Klosters!

Wenn die­se Chro­nik abge­fas­st wird, ist in Welt­en­burg mei­st schon die Win­ter­ru­he ein­ge­kehrt. Die Schiff­fahrt pau­siert bis zum März des kom­men­den Jah­res und der Bier­gar­ten ist weit­ge­hend abge­baut. Es kom­men nur noch verein­zelt Tou­ri­sten, die aber um so mehr die klö­ster­li­che Stil­le zu schä­tzen wis­sen, vor allem zu einem Aufen­thalt in unse­rem Gäste­haus St. Georg.

Mei­stens ist zu die­ser Jah­reszeit auch im Kon­vent nicht mehr viel Außer­gewöhn­li­ches zu erwar­ten. In die­sem Jahr ist das aber anders, so dass wir den Jah­re­sbe­ri­cht ein­mal vom Ende her beginnen.

Leg­gi tut­to “Jah­re­sbe­ri­cht 2019”

Jahresbericht 2018

Advent 2017 — Advent 2018

Lie­be Mit­brü­der und Mitsch­we­stern unse­res Ordens,
lie­be Ver­wand­te, Freun­de und Wohl­tä­ter unse­res Klosters!

 

Nor­ma­ler­wei­se wer­den die­se Zei­len bei “Sch­mud­del­wet­ter” zu Papier gebra­cht. Aber heuer zeich­net sich der Novem­ber durch sehr mil­de Tem­pe­ra­tu­ren, viel Son­nen­schein und wenig Nie­der­schlä­ge aus. In vie­len Regio­nen unse­res Lan­des gab es die wenig­sten Nie­der­schlä­ge, seit die­se auf­ge­zeich­net wer­den. Der ange­neh­me Nebe­nef­fekt der lan­gen Troc­ken­heit war, dass bei uns in die­sem Som­mer die alljähr­li­che lästi­ge Müc­ken­pla­ge ausblieb.

In der Land­wir­ts­chaft hin­ge­gen mus­ste man große Ver­lu­ste bei der Ern­te hin­neh­men. Wie bei ande­ren großen Flüs­sen war auch der Was­ser­stand der Donau enorm abge­sun­ken. Von Mit­te Juli bis Novem­ber konn­ten deshalb die Schif­fe zwi­schen Kelheim und Welt­en­burg nicht mehr fah­ren bzw. anle­gen. Zudem war beim letz­ten Hoch­was­ser eine Kie­sbank ange­sch­wemmt wor­den, die den Schif­fen das Wen­den an der Schiff­san­le­ge­stel­le unmö­glich mach­te. So war eine Schiff­fahrt durch den Donau­durch­bruch für lan­ge Zeit nicht möglich. Da die­se aber für vie­le ein­fach zu einem Ausflug zu uns dazu gehört, waren in die­ser Sai­son die Besu­cher­za­hlen rüc­kläu­fig, was auch an den Umsä­tzen in Klo­ster­schen­ke und Klo­ster­la­den zu spü­ren war.

Vor 300 Jah­ren, am 9. Okto­ber 1718, wei­h­te der Frei­sin­ger Fürst­bi­schof Johann Franz Eckher von Kap­fing die Abtei­kir­che St. Georg und St. Mar­tin ein. Die­ses Jubi­läum begin­gen wir am 14. Okto­ber 2018. Bischof Dr. Rudolf Vode­rhol­zer zele­brier­te das Pon­ti­fi­ka­lamt und pre­dig­te über das Zachäus-Evan­ge­lium „Denn ich muss heu­te in dei­nem Haus zu Gast sein“ (Lk 19,5). Er gab zu beden­ken, dass dies etwas Beson­de­res sein müs­se, denn bis heu­te sei es ja unü­blich sich selb­st einzuladen.

Zur beson­de­ren Festli­ch­keit trug Prof. Josef Kohlhäu­fl mit Sän­gern und Musi­kern der Welt­en­bur­ger Musik­ge­mein­schaft bei. So erklang wäh­rend des Pon­ti­fi­ka­lam­tes die „Spa­tzen­mes­se“ von W. A. Mozarts­o­wie das „Locus iste“ von A. Bruc­k­ner. An die­ser Stel­le möch­ten wir Herrn Prof. Kohlhäu­fl und der Welt­en­bur­ger Musik­ge­mein­schaft noch­mals für die schö­ne und wür­di­ge Mit­ge­stal­tung unse­res Kir­ch­wei­h­got­te­sdien­stes herz­lich danken.

Herr Staa­tsmi­ni­ster Bernd Sibler über­bra­ch­te in sei­nem Gruß­wort die Glüc­k­wün­sche der Baye­ri­schen Staatsregierung.

Nach dem festli­chen Mit­ta­ges­sen in der Klo­ster­schen­ke fand am Nach­mit­tag ein Festakt statt. Unter dem The­ma „Im Spie­gel des Hei­li­gen. Die Botschaft eines Sakral­rau­mes“ stand der Fest­vor­trag von Herrn Prof. Dr. Lud­wig Mödl. Musi­ka­li­sch umrahmt wur­de der Festakt vom “Mar­zi­pan-Quar­tett” aus Regen­sburg. Gruß­wor­te rich­te­ten nach dem Bischof auch der Regie­rung­sprä­si­dent von Nie­der­bayern, Herr Rai­ner Hasel­beck, Herr Lan­drat Mar­tin Neu­meyer und Herr Bür­ger­mei­ster Hor­st Hart­mann an die ver­sam­mel­ten Gäste.

Als Nach­klang des Jubi­läums ist eine Son­der­brie­f­mar­ke erhäl­tlich. Die­se entstand auf Anre­gung des Regen­sbur­ger Kul­tur­re­fe­ren­ten Kle­mens Unger mit Unter­stü­tzung der Welt­en­bur­ger Klo­ster­braue­rei und zeigt einen Aus­sch­nitt aus dem Dec­ken­fre­sko der Klo­ster­kir­che:  den Bau­her­ren der Kir­che Abt Mau­rus Bächl sowie die bei­den Kün­stler­brü­der Cosmas Damian (Archi­tekt und­Ma­ler) und Egid Qui­rin (Stuc­ka­teur) Asam. Am Mon­tag, 5. Novem­ber wur­de die Brie­f­mar­ke prä­sen­tiert. Pres­se und Fern­se­hen beri­ch­te­ten darüber.

Pfar­rer. i. R. Josef Roß­ma­ier aus Rai­nerts­hau­sen feier­te am 1. Juli den 60. Jah­re­stag sei­ner Prie­ster­wei­he mit einer großen Schar von Fest­gä­sten inne­rhalb unse­res sonn­tä­gli­chen Kon­ven­tam­tes. Der Jubi­lar hielt dabei selb­st die Festpredigt.

Ein beson­de­rer Fest­tag für unse­ren Kon­vent und sei­ne Freun­de ist immer das Ben­dik­tu­sfe­st am 11. Juli. Die Reb­dor­fer Blä­ser gestal­te­ten es auch in die­sem Jahr wie­der musi­ka­li­sch mit. Für die festli­che Umrah­mung der Litur­gie sind wir den Musi­kern unter der Lei­tung­von Herrn Wol­fgang Mühl­dor­fer sehr dan­k­bar und freuen uns schon jetzt auf das kom­men­de Jahr. Der frü­he­re Reli­gion­sleh­rer von Abt Tho­mas Herr Stu­dien­di­rek­tor i. R. Kon­rad Her­mann hielt die Fest­pre­digt. Der Eich­stät­ter Neu­prie­ster Simon E. Heindl spen­de­te am Schluss des Got­te­sdien­stes den Pri­miz­se­gen. Im Bier­gar­ten waren dann alle zu Geträn­ken und Bre­zen ein­ge­la­den, um den Fest­tag ausklin­gen zu lassen.

Nicht nur kir­chli­che Feste waren ein Anlass zum Feiern. Die Klo­ster­schen­ke konn­te Mit­te März plan­mäßig öff­nen, nach­dem die Küche fast drei Mona­te eine Groß­bau­stel­le gewe­sen war. Am 3. Mai wur­de der neue Herd­block feier­lich durch Abt Tho­mas gese­gnet. Der Pro­jek­tant Theo­dor Huss­mann aus Pop­pen­ri­cht bei Amberg erläu­ter­te die dur­ch­ge­führ­ten Arbei­ten. Anschließend waren die Pla­ner und die Mitar­bei­ter der ausfüh­ren­den Fir­men zusam­men mit dem Kon­vent zu einem Aben­des­sen im Asam-Stü­berl geladen.

Zum sog. “Berg-Fest” zur Mit­te der Sai­son tra­fen wir uns mit all unse­ren Ange­stell­ten aus den ver­schie­de­nen Berei­chen unse­rer Klo­ster­be­trie­be berei­ts am 20. Juni im Biergarten.

Zur glei­chen Zeit wur­den unser Refek­to­rium und der unte­re Kreu­z­gang fri­sch getün­cht, so dass jetzt alles wie­der viel hel­ler wirkt, nach­dem dies zum letz­ten Mal nach dem großen Hoch­was­ser 1999 gesche­hen war.

Natür­lich wur­de nicht nur gefeiert. Besinn­lich began­nen wir das neue Jahr mit den Kon­ven­te­xer­zi­tien. Herr Spi­ri­tual Pius Sch­midt aus Eich­stätt hielt uns die Vor­trä­ge. Nach dem Pon­ti­fi­ka­lamt zum Hoch­fe­st der Erschei­nung des Herrn am 6. Januar zog die klei­ne Pro­zes­sion durch Kreu­z­gang und Gar­ten, da der Auszug durch den Klo­ste­rhof nicht möglich war. Denn wegen des Hoch­was­sers waren die Schu­tz­maß­nah­men auf­ge­baut. So nahm Abt Tho­mas die Segnung der Donau vom Gar­ten­tor aus vor.

Ab März waren Frau Mar­ti­na Ber­lin und Herr Kle­mens Rad­ke aus Ber­lin zu Fil­mauf­nah­men bei uns. Mit viel Mühe und Lie­be zum Detail haben sie einen Film über uns und unser Klo­ster gedre­ht. Die­ser Film wird im Besu­cher­zen­trum in deu­tscher und engli­sch syn­chro­ni­sier­ter Fas­sung gezeigt. Beson­ders auch für ihr Ein­fü­hlung­sver­mö­gen und ihr Ver­ständ­nis für das klö­ster­li­che Leben ein herz­li­ches Dan­ke­schön. Den Film kön­nen Sie auf unse­rer Home­pa­ge www.kloster-weltenburg.de sehen. Sie fin­den uns inz­wi­schen auch auf Face­book unter www.facebook.com/KlosterWeltenburg

2018 war auch die tur­nu­smäßi­ge Visi­ta­tion fäl­lig. Dazu kamen vom 24.–26. Januar Herr Abt­prä­ses Bar­na­bas Bögle von Ettal und P. Prof. Dr. Ste­phan Häring aus Metten.

Fr. Mat­thias ver­län­ger­te am 6. Januar in der Mit­tag­sho­re die Zei­tli­che Pro­fess um ein wei­te­res Jahr. P. Gre­gor ist nach wie vor in der Abtei Plank­stet­ten zur Mithil­fe in der Pfarr­seel­sor­geein­ge­se­tzt. P. Michael über­nahm auf Bit­ten der Diö­ze­se Regen­sburg ab 1. Sep­tem­ber die prie­ster­li­chen Dien­ste der Seel­sor­ge in der Gold­berg-Kli­nik in Kelheim.

Per­so­nel­le Verän­de­run­gen gab es imzu­rüc­klie­gen­den Jahr kei­ne. So sind wir in unse­rem Klo­ster z. Zt. sechs Mönche.

Tro­tz unse­rer klei­nen Zahl kön­nen wir das Chor­ge­bet sin­gen und die Auf­ga­ben, die das Klo­ster­le­ben in Welt­en­burg mitsich bringt, gut mei­stern. In die­sem Zusam­me­n­hang möch­ten wir uns auch bei allen unse­ren Ange­stell­ten und ehre­nam­tli­chen Hel­fern für ihren Ein­sa­tz und ihr Enga­ge­ment für das Klo­ster bedanken.

Wir wün­schen Ihnen eine erfüll­te Zeit des Adven­ts, ein fro­hes gna­den­rei­ches Weih­na­ch­tsfe­st. Ihnen allen Got­tes Segen­für das kom­men­de Jahr 2019

Ihre Bene­dik­ti­ner von Weltenburg

Jahresbericht 2017

Advent 2016 — Advent 2017

Lie­be Mit­brü­der und Mitsch­we­stern unse­res Ordens,
lie­be Ver­wand­te, Freun­de und Wohl­tä­ter unse­res Klosters!

Dreißig Prie­ster hal­ten in die­sen Novem­ber­ta­gen ihre Jah­re­se­xer­zi­tien in unse­rem Gäste­haus. Pas­send zu die­ser besinn­li­chen Zeit kön­nen sie bei mil­dem Herb­st­wet­ter die Ruhe genießen, die nun ein­ge­kehrt ist. Mit dem Ende der Herbst­fe­rien in Bayern ende­te am 5. Novem­ber auch die die­sjäh­ri­ge Sai­son. Die Schiff­fahrt ruht nun bis Mit­te März und es kom­men nur noch verein­zelt Besu­cher zum Klo­ster. Die­se “sta­de Zeit” spie­gelt auch den Rüc­k­blick auf das zu Ende gehen­de Jahr wieder.

Es war für uns im Klo­ster recht ruhig, ohne außer­gewöhn­li­che Erei­gnis­se.  Auch die Donau blieb “ruhig”. Es gab zwar eini­ge klei­ne Hoch­was­ser, die in Stau­bing und Stau­sac­ker Straßen über­sch­wemm­ten wie auch unse­ren großen Besu­cher­par­k­pla­tz. Im Gegen­sa­tz zu manch ande­ren Jah­ren wur­de die Schiff­fahrt weder durch Hoch- noch durch Nie­drig­was­ser beein­trä­ch­tigt. Eini­ge Stür­me verur­sa­ch­ten Schä­den an Gebäu­den und im For­st, aber auch die­se hiel­ten sich in Grenzen.
Da es den großen Adven­tsmarkt nicht mehr gibt, konn­te der Advent eine ruhi­ge Vor­be­rei­tungszeit auf Weih­na­ch­ten sein. Die Christ­met­te haben wie­der vie­le von nah und fern zusam­men mit uns gefeiert. Außer den belieb­ten Weih­na­ch­tsklas­si­kern sang der Chor der Welt­en­bur­ger Musik­ge­mein­schaft unter der Lei­tung von Herrn Prof. Josef Kohlhäu­fl in die­sem Jahr die von ihm selb­st kom­po­nier­te Anna-Schäffer-Messe.

Am Fest der Unschul­di­gen Kin­der, 28. Dezem­ber, besu­ch­te uns Abt Beda mit den jün­ge­ren Mit­brü­dern aus Plankstetten.

In den Tagen nach Weih­na­ch­ten freu­ten wir uns über die Ankunft von Herrn Oli­ver Sch­mitt­ner, der mit Beginn des neuen Jah­res in das Postu­lat ein­trat. Lei­der hat er uns nach einem Monat schon wie­der verlassen.

An Sil­ve­ster ende­te die Täti­g­keit von Herrn Anton Röhrl als Geschäf­tsfüh­rer der Klo­ster­schen­ke. Im klei­nen, pri­va­ten Rah­men eines Sek­tem­p­fan­ges mit dem Kon­vent in unse­rem “Schö­nen Saal” verab­schie­de­ten wir ihn und tau­sch­ten gemein­sam Erin­ne­run­gen über die vie­len Jah­re zusam­men mit sei­ner Fami­lie bei uns in Welt­en­burg aus.
Berei­ts seit 1. Okto­ber ist sein Nach­fol­ger, Herr Rolf Hol­thau­sen, in der Geschäf­tsfüh­rung der Klo­ster­schen­ke tätig. Zuvor führ­te er zusam­men mit einem Geschäf­tspart­ner die Guts­schän­ke Hüh­ne­rhof im hes­si­schen Grün­dau. Mit­tler­wei­le hat er sich bei uns gut ein­gear­bei­tet und sei­ne erste Sai­son erfol­greich abgeschlossen.
Fr. Simon nahm wie­der am Sil­ve­ster-Lauf in San­d­har­lan­den teil und ver­bes­ser­te sei­ne Zeit und rück­te so etwa 100 Plä­tze nach vorne.

P. Dr. Rupert Hem­min­ger OSB aus der Erzab­tei St. Otti­lien beglei­te­te unse­re Kon­ven­te­xer­zi­tien, die wir tra­di­tio­nell am Neu­jahrs-Abend begin­nen und mit der Gelüb­deer­neue­rung im Pon­ti­fi­ka­lamt am Hoch­fe­st der Erschei­nung des Herrn (Epi­pha­nie / “Drei­kö­nig”) abschließen. Bei stra­hlen­dem Son­nen­schein zogen wir tro­tz eisi­ger Käl­te von der Klo­ster­kir­che hinun­ter an die Donau, um den Segen und Schu­tz Got­tes und die Bewah­rung vor Hoch­was­ser zu erflehen.

Vom 23. — 28. Januar tag­te der Pro­vin­z­rat der Deu­tschen Kapu­zi­ner in unse­rem Gästehaus.

Am 2. April wur­den im Rah­men eines großen Festes­sens mit zahl­rei­chen Ehren­gä­sten, unter ihnen Herr Lan­drad Mar­tin Neu­meyer und Herr Bür­ger­mei­ster Hor­st Hart­mann, Geschäf­tsfüh­rer Anton Röhrl mit Gat­tin Gabi verab­schie­det. Seit 1934, über drei Gene­ra­tio­nen, führ­te Fami­lie Röhrl erfol­greich die Klo­ster­schen­ke. Abt Tho­mas hielt in sei­nen Dan­ke­swor­ten Rück­schau auf die zurüc­klie­gen­den Jahr­zehn­te. Er lenk­te den Blick dabei nicht nur auf das Geschäf­tli­che. Neben der Füh­rung der Klo­ster­schen­ke hat­ten die Eltern Anton und Elfrie­de Röhrl ein großes Enga­ge­ment auf kul­tu­rel­ler Ebe­ne ent­wic­kelt, das dann auch von der fol­gen­den Gene­ra­tion wei­ter getra­gen wor­den ist. Er ver­wies auf die Welt­en­bur­ger Musik­ge­mein­schaft. Die Welt­en­bur­ger Kon­zer­te gehö­ren sicher zu den herau­sra­gen­den kul­tu­rel­len Erei­gnis­sen unse­rer Region. Fer­ner nann­te er die „Grup­pe Geschi­ch­te“ der Welt­en­bur­ger Aka­de­mie, die einer der rüh­rig­sten Zwei­ge die­ser Ein­ri­ch­tung der Erwa­ch­se­nen­bil­dung ist.

Die großen Litur­gien der Kar- und Oster­ta­ge wur­den wie­der von der „Wies-Scho­la“ unter Lei­tung von Herrn Dia­kon Xaver Käser musi­ka­li­sch gestal­tet. Zwei Dia­ko­ne assi­stier­ten abwe­ch­selnd bei den Gottesdiensten.

Am 26. April gab dann der neue Geschäf­tsfüh­rer der Klo­ster­schen­ke, Herr Rolf Hol­thau­sen, sei­nen Ein­stand und lud den Kon­vent und alle Mitar­bei­ter der Klo­ster­be­trie­be in die Klo­ster­schen­ke zu Spe­zia­li­tä­ten aus sei­ner hes­si­schen Hei­mat ein.

Frau Äbtis­sin Mut­ter Fran­zi­ska von St. Wal­burg in Eich­stätt unter­nahm am 8. Juni mit 20 Sch­we­stern einen Kon­ven­tau­sflug nach Welt­en­burg. Nach der Begrüßung konn­ten sich ver­schie­de­ne Grup­pen zu Füh­run­gen durch unser Gäste­haus und die Frauen­ber­g­ka­pel­le bil­den. Eini­ge Sch­we­stern unter­nah­men mit der Zil­le eine Fahrt durch den Donau­durch­bruch. Nach der Feier der Mitag­sho­re ver­sam­mel­ten sich die bei­den Kon­ven­te im festlich deko­rier­ten Gäste­spei­se­saal zum Mit­ta­ges­sen. Abt Tho­mas führ­te die Sch­we­stern anschließend durch die Klo­ster­kir­che und in den Klo­ster­gar­ten. Kaf­fee und Kuchen run­de­ten die gemein­sa­men fro­hen Stun­den ab. In Vor­freu­de auf unse­ren Gegen­be­such in Eich­stätt verab­schie­de­ten wir die Schwestern.

Am 24. Juni wur­de die klei­ne Aus­stel­lung “Kun­st im Klo­ster” eröff­net. In Anwe­sen­heit des Kelhei­mer Bür­ger­mei­sters erläu­ter­te der jun­ge Erlan­ger Kün­stler Seba­stian Her­trich sei­ne Wer­ke. Bis Okto­ber waren sie im 1. Stock unse­res Gäste­hau­ses ausge­stellt. Das große Kreuz aus sei­ner Aus­stel­lung stif­te­te er dem Klo­ster. Das Werk mit einem aus Ple­xi­glas gesch­ni­tz­ten Cor­pus auf einem Kreuz­bal­ken aus Com­pu­ter-Pla­ti­nen ist aktuell noch im Ein­gang­sbe­reich unse­res Gäste­hau­ses zu sehen. Wir dan­ken dem Kün­stler und sei­ner Fami­lie noch­mals herz­lich für die groß­zü­gi­ge Stif­tung und sein kün­stle­ri­sches Engagement.

Das Pon­ti­fi­ka­lamt zum Bene­dik­tu­sfe­st am 11. Juli umrahm­ten wie­der die Reb­dor­fer Blä­ser unter der Lei­tung von Herrn Wol­fgang Mühl­dor­fer. Dom­ka­pi­tu­lar Prä­lat Dr. Chri­sto­ph Kühn aus Eich­stätt hielt die Fest­pre­digt. Der Neu­prie­ster Ber­n­hard Hägl­sper­ger aus Vil­sbi­burg spen­de­te den Pri­miz­se­gen. Das Fest klang zusam­men mit den Got­te­sdienst­be­su­chern dann bei Bier und Bre­zen im Bier­gar­ten aus. Wir freuen uns darü­ber, dass auch in die­sem Jahr unser Bene­dik­tu­sfe­st wie­der sehr guten Anklang gefun­den hat und sich die Zahl der Mit­feiern­den im Got­te­sdien­st erneut erhöhte.

Zwei Tage spä­ter spen­de­te uns auch der Neu­prie­ster Dr. Peter Stier aus dem nahen Mar­ching (Pfar­rei Neustadt/Donau) den Erstlings­se­gen. Vor zehn Jah­ren hat­te er bei uns als Postu­lant für den Klo­ste­rein­tritt sei­ne Beru­fung geprüft.

In Bad Vöslau/Österreich ver­starb am 27. Juli Frau Mar­ga­re­the Lör­ni­tzo, die Mut­ter unse­res vor acht Jah­ren tra­gi­sch ver­stor­be­nen P. Leopold.

Am 31. Augu­st war es end­lich so weit. Unser klei­ner Kon­vent fuhr zum Gegen­be­such nach Eich­stätt zu den Sch­we­stern von St. Wal­burg. Von Mut­ter Fran­zi­ska und ihren Sch­we­stern wur­den wir dort sehr herz­lich und freu­dig emp­fan­gen. Dann erhiel­ten wir eine Füh­rung durch das neue und alte Gäste­haus, die Wal­bur­ga-Gruft und die Abtei­kir­che. Nach der Mit­tag­sho­re aßen wir gemein­sam mit den Sch­we­stern im Gäste­spei­se­saal zu Mit­tag. Die Sch­we­stern führ­ten uns durch den Klo­ster­gar­ten, zeig­ten uns ihre Hack­sch­ni­tze­lhei­zung und den Kin­der­gar­ten. Im Archiv und in der Custo­die konn­ten wir die Schä­tze des Klo­sters bewun­dern. Nach der gemein­sa­men Vesper im Non­nen­chor tra­ten wir die Heim­fahrt an.

Vom 3. — 7. Sep­ten­ber fand das Gene­ral­ka­pi­tel der Baye­ri­schen Bene­dik­ti­ner­kon­gre­ga­tion in Aug­sburg statt. Unser Kon­vent war dort durch Abt Tho­mas und P. Ste­phan als gewä­hl­ter Depu­tier­ter vertreten.

Nach lan­gem Lei­den starb am 18. Sep­tem­ber der Vater von P. Michael, Herr Paul Geb­hart, im Pfle­ge­heim Huber­tia in Fröndenberg.

Die deu­tsch­spra­chi­ge Sek­tion der Gesell­schaft für Stu­dien des Gre­go­ria­ni­schen Cho­rals (AISC­Gre) hielt vom 20. — 22. Sep­tem­ber ihre Jah­re­sta­gung bei uns und gestal­tet zum Abschluss das sonn­tä­gli­che Konventamt.

Bei der Jah­re­sver­samm­lung des „Vereins der Freun­de der Bene­dik­ti­ne­rab­tei Welt­en­burg e.V.“ am 30. Okto­ber wur­de die  Vor­stand­schaft wie­der bestä­tigt: Herr Lan­drat a.D. Dr. Hubert Fal­ter­meier als 1. Vor­si­tzen­der, Abt Tho­mas als Stell­ver­tre­ter, Herr Anton Röhrl als Schrift­füh­rer. Zum Scha­tz­mei­ster wur­de Herr Dr. Erich Utz gewä­hlt. Herr Oswald Freidl, der seit der Grün­dung 1999 die­ses Amt ausgeübt hat­te, ist am 21. Dezem­ber 2016 ver­stor­ben. Ihm und auch sei­ner drei Mona­te spä­ter ver­stor­be­nen Frau Rose­ma­rie gilt an die­ser Stel­le ein ehren­des, dan­k­ba­res Gedenken.

Am Ende des Kir­che­n­jah­res dan­ken wir Ihnen für alle Ihre Ver­bun­den­heit, die auch im neuen Jahr fort­dauern möge. Für die kom­men­de Adven­tszeit, das Weih­na­ch­tsfe­st und den Jah­re­swe­ch­sel wün­schen wir Ihnen Got­tes rei­chen Segen!

Herz­li­ch­st
Ihre Bene­dik­ti­ner der Abtei St. Georg von Weltenburg

Jahresbericht 2016

Advent 2015 bis ­ Advent 2016

Lie­be Mit­brü­der und Mitsch­we­stern unse­res Ordens,liebe Ver­wand­te, Freun­de und Wohl­tä­ter unse­res Klosters,Mit dem Chri­st­kö­nig­sfe­st am 20. Novem­ber ging das auße­ror­den­tli­che Hei­li­ge Jahr der Bar­m­her­zi­g­keit zu Ende. Sein The­ma errei­ch­te das Jah­rhin­durch auch uns immer wie­der bei den Sonn­tag­spre­dig­ten, der Tischlek­tü­re, Vor­trä­gen, Ein­la­dun­gen und Veran­stal­tun­gen in unse­rem Klo­ster. “Dan­ket dem Herrn, denn er ist gütig, denn sei­ne Huld währt ewig” ­ so bete­te das Volk Israel immer wie­der im Psalm 136. Mit die­sem Vers dür­fen auch wir im ausklin­gen­den Jahr Gott dan­ken. Mit die­sem klei­nen Rüc­k­blick auf das ver­gan­ge­ne Kir­che­n­jahr möch­ten wir Sie ger­ne daran tei­lha­ben las­sen Vie­le Jah­re hat uns P. Bene­dikt Gleis­sner aus der Nach­ba­rab­tei Rohr das Sakra­ment der Buße und Ver­söh­nung gespen­det. Unser treuer Bei­cht­va­ter ver­starb tro­tz sei­nes hohen Alters und sei­ner Kran­kheit uner­war­tet am 25. Novem­ber 2015 im Pfle­ge­heim Pat­ten­dorf. Eben­so erin­nern wir uns in Dan­k­bar­keit des H.Herrn Gym­na­sial­pro­fes­sors i. R. Mar­tin Frank aus Hep­berg bei Ingol­stadt, der am 27. April im 93. Leben­sjahr ver­stor­ben ist. Dan­k­bar geden­ken wir auch des am 1. Okto­ber ver­stor­be­nen Dom­de­kan em. Franz Xaver Hir­sch aus Regen­sburg. Er war unse­rer Gemein­schaft freund­schaf­tlich ver­bun­den und freu­te sich immer wie­der sehr, wenn er als Gast in unse­rer Mit­te sein konn­te. Da wir den Klo­ster­markt nicht mehr abhal­ten, begann der Advent sehr ruhig. Das Adven­tskon­zert der Welt­en­bur­ger Musik­ge­mein­schaft am 27.November zog den­noch vie­le Zuhö­rer an, die den Gesän­gen des Nach­wu­ch­scho­res der Regen­sbur­ger Dom­spa­tzen in der Abtei­kir­che lau­sch­ten. Am 3. Dezem­ber begin­gen die Rei­ter der Umge­bung ein klei­nes Jubi­läum. Zum 40. Mal unter­nah­men sie den Ritt in den Advent und kamen zur Pfer­de­se­gnung in den Klo­ste­rhof. Als vor­zei­ti­ges Weih­na­ch­tsge­schenk spen­de­te uns der Ger­ma­ni­ker Mar­tin Rei­chert aus der Erz­diö­ze­se München­Freising am 22. Dezem­ber­den Pri­miz­se­gen. Pro­fes­sor Josef Kohlhäu­fl führ­te die Tra­di­tion fort, unse­re Christ­met­te mit Chor und Kam­me­ror­che­ster zu berei­chern. Um 23.00 Uhr feier­ten vie­le aus nah und fern mit uns die­sen näch­tli­chen Fest­got­te­sdien­st. In die­sem Jahr hielt Prä­lat Prof. Dr. Lud­wig Mödl nicht nur zwei Kur­se für Prie­ster und Dia­ko­ne in unse­rem Gäste­haus, son­dern auch die Exer­zi­tien für unse­ren Kon­vent, mit denen wir wie­der in das neue Jahr 2016 star­te­ten. In den Vor­trä­gen stell­te er uns ver­schie­de­ne Hei­li­ge und­Se­li­ge als Inter­pre­ten des Evan­ge­liums vor. Den Abschluss bil­de­te die — 2 -

 

Gelüb­deer­neue­rung im Pon­ti­fi­ka­lamt zum Hoch­fe­st der Erschei­nung desHerrn am 6. Januar. Bei schö­nem Wet­ter konn­ten wir dann zur Donau zie­hen und den Fluss segnen. Wie schon im Vor­jahr gestal­te­te die Wies­Schola unter der Lei­tung von Herrn Dia­kon Xaver Käser die Litur­gie des Öster­li­chen Tri­duums mit. In die­sem Jahr konn­ten wir uns über meh­re­re Bege­gnun­gen mit ande­ren Orden­sleu­ten freuen. Den Anfang mach­ten am 12. Mai die Mis­sio­na­rin­nen der Näch­sten­lie­be aus Mün­chen, die unser lan­g­jäh­ri­ger Semi­nar­teil­neh­mer Hor­st Keu­chel auf dem Weg nach Prag mit­bra­ch­te und mit uns das Kon­ven­tamt feier­ten. Am glei­chen Tag besu­ch­ten uns auch die Mit­brü­der von Schäf­tlarn. Sie hat­ten zuvor im Stein­bruch von Obe­rau zusam­men mit dem Bil­d­hauer Josef Sail­stor­fer den Stein für den neuen Altar in ihrer Klo­ster­kir­che ausgesucht.Am 13. und 14. Juni war das Salz­bur­ger Dom­ka­pi­tel zu Gast in unse­re­m­Haus St. Georg und unter­nahm von hier aus ver­schie­de­ne Ausflü­ge in der Region Nie­der­bayern. Die Mit­glie­der des Kapi­tels feier­ten mit uns auch das Konventamt.Am Hoch­fe­st der hl. Petrus und Pau­lus, am 29.Juni, feier­te Pfar­rer Her­bert Kabath aus dem Bistum Mag­de­burg mit Ver­wand­ten und Freun­den bei uns sein Gol­de­nes Prie­ste­r­ju­bi­läum. Abt Tho­mas hielt die Fest­pre­digt. Dem gemein­sa­men Got­te­sdien­st schloss sich ein herz­li­ches und hei­te­res Fest­ma­hl an. Schon vie­le Jah­re ist uns Pfar­rer Kabath sehr freund­schaf­tlich ver­bun­den und ist oft im Klo­ster zu Besuch. Das Pon­ti­fi­ka­lamt zum Hoch­fe­st des hl. Bene­dikt, des Patrons Euro­pas, zele­brier­te unser neuer Weih­bi­schof Dr. Josef Graf. In sei­ner Fest­pre­digt hob er sehr ein­drüc­klich die Bedeu­tung bene­dik­ti­ni­scher Spi­ri­tua­li­tät und klö­ster­li­chen Lebens für die heu­ti­ge Zeit her­vor. Dan­ken­swer­ter Wei­se hat­ten wie­de­rum die Reb­dor­fer Blä­ser die musi­ka­li­sche Gestal­tung über­nom­men und tru­gen so zur Festli­ch­keit der­Li­tur­gie bei. Ein sich ankün­di­gen­des Gewit­ter sand­te zwar — 3 -

 

Don­ner­grol­len voraus, entlud sich aber erst in der Nacht. So konn­te die Feier bei Frei­bier und Bre­zen im Klo­ste­rhof gemü­tlich ausklin­gen. Zum ersten und zugleich letz­ten Mal wäh­rend sei­ner Amtszeit kam nach­vie­len Rei­sen um den gan­zen Erd­ball unser Abt­pri­mas Dr. Not­ker Wolf am 21./22. Juli zu einem Besuch auch zu uns. Bei einem spon­ta­nen Kon­zert in der Kir­che, beglei­tet von P. Ste­phan an der Brandenstein­Orgel, stell­te er auch sein musi­ka­li­sches Talent unter Beweis. Im Sep­tem­ber ende­te sei­ne Amtszeit. Abt Tho­mas nahm in Rom am Äbte­kon­gress teil. Dort wur­de am 10. Sep­tem­ber Abt Gre­go­ry Polan von Con­cep­tion Abbey (USA) zum neue­nAbt­pri­mas gewä­hlt. Der nun eme­ri­tier­te Abt­pri­mas Not­ker beehr­te uns im Okto­ber noch­mals mit einem Besuch. Er segne­te die neuen Gär­tank­sin der Klo­ster­braue­rei und feier­te am Kir­ch­wei­h­sonn­tag das Pon­ti­fi­ka­lamt mit unse­rer Gemein­schaft. Am 4./5. Okto­ber besu­ch­te uns P. Cle­ment Pana­chiy­il OSB, der Prior des Prio­ra­tes der Sil­ve­stri­ner von Shi­v­pu­ri im Nor­den Indiens.Ebenfalls im Okto­ber weil­te Abt Guil­ler­mo Arbo­le­da aus Kolum­bien, ein Stu­dien­kol­le­ge von Abt Tho­mas, eini­ge Tage bei uns. Am 22. Sep­tem­ber war er zum Abt­prä­ses der Sublazensisch­Cassinesischen Kon­gre­ga­tion gewä­hlt wor­den und wird nun in Rom sei­nen Sitz haben.Die Arbei­tsge­mein­schaft der Orden­smän­ner (AGOM) aus dem Bistum Regen­sburg traf sich Anfang Novem­ber in unse­rem Gäste­haus zu ihre­m­Herbst­tref­fen. Als Haup­tre­fe­rent kam dazu noch­mals Weih­bi­schof Dr. Josef Graf und sprach zum The­ma “Bar­m­her­zi­g­keit”. P. Gre­gor been­de­te sei­ne Täti­g­keit als Aushil­fska­plan in den Pfar­reien Hil­pol­tstein, Jahr­sdorf, Zell und setzt die­se nun in der Klo­ster­p­far­rei Plank­stet­ten fort. P. Lukas über­nahm den Reli­gion­sun­ter­ri­cht für eine der 12. Klas­sen an der Facho­ber­schu­le in Kelheim. Anson­sten gab es kei­ne größe­ren Verän­de­run­gen in den Auf­ga­ben­fel­dern unse­res Kon­ven­tes. Ende Okto­ber ende­te die Amtszeit unse­res Lan­dra­tes Dr. Hubert Fal­ter­meier. Als gebür­ti­ger Welt­en­bur­ger war er unse­rem Klo­ster immer- 4 -

 

sehr ver­bun­den und wir hof­fen, er wird es auch in sei­nem Ruhe­stand blei­ben. Das zeigt sich schon daran, dass er das Amt des Vor­si­tzen­den des Vereins der Freun­de der Abtei Welt­en­burg bei­be­hält. Abt Tho­mas nahm an sei­ner Abschied­sfeier teil, die mit der Ein­wei­hung des neuen Lan­dra­tsam­tes ver­bun­den war. Am 1. Novem­ber trat Mar­tin Neu­meyer, der bisher Mit­glied des Baye­ri­schen Land­ta­ges war, sei­ne Nach­fol­ge alsLan­drat an. Wir wün­schen ihm Mut, Tat­kraft und vor allem Got­tes Bei­stand bei sei­ner neuen Auf­ga­be. In die­sen Tagen wer­den nun welt­weit die “Tore der Bar­m­her­zi­g­keit” wie­der geschlos­sen. In der Men­sch­wer­dung Got­tes, die wir an Weih­na­ch­ten feiern, ste­ht uns die­ses Tor aber immer offen. Das wün­schen wir Ihnen für das bevor­ste­hen­de Weih­na­ch­tsfe­st. Mögen Sie Got­tes Lie­be und Güte auch im Jahr 2017 beglei­ten. Herz­li­ch­stIh­re Bene­dik­ti­ner der Abtei St. Georg von Weltenburg

Jahresbericht 2015

Advent 2014 — Advent 2015

Lie­be Mit­brü­der und Mitsch­we­stern unse­res Ordens,liebe Freun­de und Wohl­tä­ter unse­res Klosters,In die­sen Tagen beherr­scht das The­ma “Ter­ror und Gewalt” die Medien.Auch wir Mön­che neh­men Anteil an den trau­ri­gen Erei­gnis­sen, vor alle­mim Gebet. Tro­tz­dem soll­ten wir das vie­le Gute nicht aus dem Auge­ver­lie­ren. Wir möch­ten Sie deshalb nun wie­der Anteil neh­men las­sen amGe­sche­hen des ver­gan­ge­nen Jah­res. Zum zwöl­ften und letz­ten mal fand zum 1. Advent 2014 unser­Klo­ster­markt statt. Etwa 15.000 Besu­cher waren gekom­men. Es zeig­te­sich aber, dass immer weni­ger Klö­ster prä­sent sein konn­ten. Dieur­sprün­gli­che Idee und der Cha­rak­ter, einen Markt mitOr­den­sge­mein­schaf­ten und deren klö­ster­li­chen Pro­duk­ten zuve­ran­stal­ten, sch­win­den, wenn immer weni­ger Orden­sleu­te selb­st vorOrt sind.Unser Klo­ster ist auch nicht mehr auf ande­ren Märk­ten­ver­tre­ten, obwo­hl entspre­chen­de Ein­la­dun­gen bei uns nach wie voreintreffen.

 

Am Hei­li­gen Abend san­gen und musi­zier­ten in der voll bese­tz­ten­Klo­ster­kir­che zur Christ­met­te um 23.00 Uhr wie­der Sän­ger undIn­stru­men­ta­li­sten unter der bewähr­ten Lei­tung von Prof. Josef Kohlhäufl.Nach einem “grü­nen Weih­na­ch­ten” zog der Win­ter zum neuen Jahr mit­viel Sch­nee ein. Anfang des Jah­res war zu Epi­pha­nie am 6. Januar ein Hoch­was­se­ran­ge­kün­digt, das zum Glück aber weit hin­ter den Pro­gno­sen zurüc­k­blieb. So konn­ten wir wie gewohnt an die­sem Fest nach dem­Pon­ti­fi­ka­lamt in Pro­zes­sion zur jähr­li­chen Segnung ans Ufer der Donau­zie­hen. Am Abend began­nen wir unter der Lei­tung von Altabt Prof. Dr.Christian Schü­tz, Spi­ri­tual der Bene­dik­ti­ne­rin­nen in Neu­stift, unse­re­Kon­ven­te­xer­zi­tien. Für unse­ren Novi­zen Fr. Mat­thias M. waren sie­zu­gleich die Hin­füh­rung zur Zei­tli­chen Pro­fess. Er leg­te die­se am 11.Januar, dem Fest der Tau­fe des Herrn, ab. Sei­ne Mut­ter, sei­ne­Ge­sch­wi­ster und wei­te­re Ver­wand­te und Freun­de nah­men daran tei­lund spei­sten mit dem Kon­vent zu Mit­tag im Mar­tins­saal. Fr. Mat­thias ist­nun an der Rezep­tion des Gäste­hau­ses ein­ge­se­tzt und betreut mit viel­Ge­schick und Kennt­nis auch ver­schie­de­ne tech­ni­sche Anla­gen imKlo­ster- und Gäste­be­reich. Am 28. Januar erfüll­ten ungewohnt kräf­ti­ge Stim­men die Kir­che zum­Kon­ven­tamt. Eine Grup­pe der Gemein­schaft „Herol­de desE­van­ge­liums”, unter ihnen auch der Pro­vin­zial von Bra­si­lien, weil­teei­ni­ge Tage bei uns im Gäste­haus. Im März 2014 hat­te P. Cle­mens einen neuen Leben­sab­sch­nitt imSe­nio­re­n­heim St. Josef in Neustadt/Donau begon­nen. Im Frü­h­jahr 2015schwanden sei­ne Kräf­te zuneh­mend. Er konn­te im März noch sei­nen­Ge­burts­tag und Namen­stag bege­hen, ver­starb dann am Vora­bend desPalm­sonn­tags, 28. März, gegen 17 Uhr. Er war 89 Jah­re alt. Tags darau­f­hiel­ten wir die Aus­se­gnung und Auf­bah­rung. Am 31. März nah­men in der­vol­len Klo­ster­kir­che auch vie­le Prie­ster und Orden­sleu­te Abschied beim­Re­quiem. Bei star­kem Sturm wur­de dann sein Sarg über den Hof zur­Gruft gelei­tet und dort bei­ge­se­tzt. Die litur­gi­schen Feiern des öster­li­chen Tri­duums wur­den von der Wies-Scho­la mit Chor unter der Lei­tung von Dia­kon Xaver Käser aus Dil­lin­gen­vor­be­rei­tet und gestal­tet. Alle Teil­neh­mer erhiel­ten jeweils ein spe­ziel­le­rar­bei­te­tes Tex­theft, so dass Mit­ge­stal­tung und Gesang gut unter­stü­tzt­wur­den. — 2 -

 

Am 4. Mai unter­nahm Kar­di­nal Joa­chim Mei­sner von Köln, der zum­Kreu­z­fe­st nach Scheyern gekom­men war, einen kur­zen Ausflug nach­Wel­ten­burg, dabei erin­ner­te er sich auch an sei­nen Urlaub vor eini­ge­n­Jah­ren bei uns. Am 28. Mai zele­brier­ten wir das Requiem für unse­ren Alt­bi­schof Man­fred­Mül­ler. Abt Tho­mas nahm mit meh­re­ren Mit­brü­dern am Requiem und ander Bei­se­tzung im Regen­sbur­ger Dom teil. Im Juni erwarb P. Lukas nach Able­gung aller Prü­fun­gen dena­ka­de­mi­schen Grad des Lizen­tia­tes im Fach „Spi­ri­tua­li­tät“ an der“Gregoriana” und kehr­te von der Stu­dien­zeit in Rom zurück. Am 11. Juli feier­ten wir wie­der das Hoch­fe­st St. Bene­dikt, Patro­nEu­ro­pas. Im abend­li­chen Pon­ti­fi­ka­lamt hielt Mili­tär­de­kan Alfons Hut­te­raus Für­sten­feld­bruck die Fest­pre­digt. Die Reb­dor­fer Blä­ser unter der­Lei­tung von Herrn Wol­fgang Mühl­dor­fer tru­gen wie schon in den Jah­ren­zu­vor wie­der zur festli­chen Gestal­tung bei. Der war­me Som­me­ra­bend­war ideal für das anschließen­de Bei­sam­men­sein im Bier­gar­ten. Um im “Jahr des Gott­gewei­h­ten Lebens” auch einen Akzent alsBaye­ri­sche Bene­dik­ti­ner zu setzen, pil­ger­ten die Abteien unse­rer­Kon­gre­ga­tion am 13. Juli nach Bene­dikt­beuern. Etwa 100 Mön­che und­Non­nen zogen in die ehe­ma­li­ge Abtei­kir­che zum Pon­ti­fi­ka­lamt ein, dasun­ser bene­dik­ti­ni­scher Mit­bru­der, Bischof Gre­gor M. Han­ke vonEi­ch­stätt, zele­brier­te. Eini­ge hun­dert Schü­ler, Ange­stell­te, Obla­ten und­Freun­de der Klö­ster nah­men daran teil. Der Schlus­s­se­gen wur­de mit derArm­re­li­quie des hl. Bene­dikt erteilt. In der frü­he­ren Biblio­thek wur­de zuMit­tag geges­sen. Danach gab es ver­schie­de­ne Ange­bo­te, wie z. B. eine­Klo­ster­füh­rung oder einen Gesprä­ch­skreis. Der Wall­fahrts­tag fand­sei­nen Abschluss mit der feier­li­chen Vesper unter dem Vor­si­tz desAbt­prä­ses Bar­na­bas Bögle. Unser P. Ste­phan spiel­te die Orgel dazu. Am 22. Juli, dem Patro­zi­nium der Mag­da­le­nen-Kapel­le, zele­brier­teWeih­bi­schof Ber­n­hard Has­sel­ber­ger aus Mün­chen dort anläs­slich desJah­re­sau­sflugs mit sei­nen Mitar­bei­tern ein feier­li­ches Amt. Am 26. Juli feier­te bei uns die Stadt Kelheim das Sil­be­r­ju­bi­läum der­Part­ner­schaft mit der fran­zö­si­schen Stadt Amba­res. Ca. 100 Festgäste,darunter die Bür­ger­mei­ster und Stad­trä­te, rei­sten mit dem Schiff an,feierten das Kon­ven­tamt mit, spei­sten im Gar­ten­saal der Klo­ster­schen­ke- 3 -

 

und begin­gen einen Festakt im Festsaal. Das Amt wur­de musi­ka­li­sch­mit­ge­stal­tet vom Baroc­kor­che­ster „Les Mou­ches” aus Pas­sau unter der­Lei­tung von Gün­ter Rine­sch, einem Sohn unse­res ver­stor­be­nen Obla­ten­Fr. Mar­tin (Egon) Rine­sch. Am 28. Augu­st ver­starb aus dem Kreis unse­rer Obla­ten, Fr. Bernhard(Wolfgang) Per­cher­ma­ier. Als sei­ne Hei­ma­tstadt Mün­chen im Zwei­te­n­Wel­t­krieg zer­bombt wor­den war, kam er mit sei­ner Mut­ter und sei­ner­Sch­we­ster nach Welt­en­burg und ver­bra­ch­te sei­ne Jugen­d­jah­re im Dor­fund Klo­ster. Er war der ein­zi­ge, der uns aus die­ser Zeit vie­les über die­da­ma­li­gen Mit­brü­der erzä­hlen konn­te. Vor ca. 20 Jah­ren such­te erwie­der den Kon­takt zum Klo­ster, wur­de Obla­te und kam oft mehr­mals imJahr zu Ora-et-labo­ra-Wochen, in denen er auch mit Freu­de tägli­ch­mi­ni­strier­te. Er war bei den Mit­brü­dern sehr geschä­tzt und über­nahm­vie­le Dien­ste und Täti­g­kei­ten. Abt Tho­mas und Fr. Simon nah­men am 2.September am Begräb­nis auf dem Neuen Mün­che­ner Süd­frie­d­hof teil. Am 1. Sep­tem­ber begann Herr Johann Gut­ten­ber­ger aus Tit­ting sei­ne­Tä­ti­g­keit als neuer Ver­wal­ter des Klo­sters. Er war zuvor in sei­ne­m­Hei­ma­tort Filial­lei­ter der Raif­fei­sen­bank. Am glei­chen Tag zog P. Gre­gor nach Hil­pol­tstein in der Diö­ze­seEi­ch­stätt, wo er nun als zwei­ter Kaplan Herrn Pfar­rer Franz Josef­Ger­ner in der Seel­sor­ge unter­stü­tzt. Im Bei­sein der Baye­ri­schen Umwelt­mi­ni­ste­rin Ulri­ke Scharf, Lan­drat Dr.Hubert Fal­ter­meier, Bür­ger­mei­ster Hor­st Hart­mann und wei­te­re­nEh­ren­gä­sten wei­h­te Abt Tho­mas am 18. Sep­tem­ber mit deme­van­ge­li­schen Pfar­rer Julian Scheue­rer (Kelheim-Saal) den­Ho­ch­was­ser­schu­tz für das Dorf Welt­en­burg ein. Tags darauf hielt die U.S. Army Gar­ni­son Stutt­gart vor dem­Klo­ster­ge­län­de ein Gedenk­feier mit Kranz­nie­der­le­gung ab zurE­rin­ne­rung an die drei Sol­da­ten, die als Pio­nie­re vor 40 Jah­ren am 16.September 1975 bei einer Mili­tä­rü­bung in der Donau ums Leben­ge­kom­men waren. Nach einem ungewöhn­lich war­men und troc­ke­nen Novem­ber fiel amChri­st­kö­nigs­sonn­tag der erste Sch­nee. In der Klo­ster­schen­ke rüstet­man sich berei­ts für erste “Weih­na­ch­tsfeiern”. Wir begin­nen mit dem 1.Advent die gei­stli­che Berei­tung für Weih­na­ch­ten. Gera­de in einer Zeit­voll Ang­st und Schrec­ken seh­nen sich vie­le nach Frie­den. Täglich beten- 4 -

 

wir im “Bene­dic­tus” der Lau­des: “Er hat uns erret­tet vor unse­ren­Fein­den und aus der Hand aller, die uns has­sen. Durch die bar­m­her­zi­ge­Lie­be unse­res Got­tes wird uns besu­chen das auf­stra­hlen­de Licht ausder Höhe, um allen zu leu­ch­ten, die in Fin­ster­nis sitzen und im Schat­ten­des Todes und unse­re Schrit­te zu len­ken auf den Weg des Friedens.“Dass sich unse­re Her­zen für den Frie­den­skö­nig öff­nen kön­nen, ist unser­Wun­sch zur Adven­ts- und Weih­na­ch­tszeit sowie zum Jah­re­swe­ch­sel für­Sie alle, die Sie unse­rem klei­nen Kon­vent ver­bun­den sind,Ihre Bene­dik­ti­ner in Weltenburg.