Jahresbericht 2019

Advent 2018 – Advent 2019

Lie­be Mit­brü­der und Mit­schwes­tern unse­res Ordens,
lie­be Ver­wand­te, Freun­de und Wohl­tä­ter unse­res Klos­ters!

Wenn die­se Chro­nik abge­fasst wird, ist in Wel­ten­burg meist schon die Win­ter­ru­he ein­ge­kehrt. Die Schiff­fahrt pau­siert bis zum März des kom­men­den Jah­res und der Bier­gar­ten ist weit­ge­hend abge­baut. Es kom­men nur noch ver­ein­zelt Tou­ris­ten, die aber um so mehr die klös­ter­li­che Stil­le zu schät­zen wis­sen, vor allem zu einem Auf­ent­halt in unse­rem Gäs­te­haus St. Georg.

Meis­tens ist zu die­ser Jah­res­zeit auch im Kon­vent nicht mehr viel Außer­ge­wöhn­li­ches zu erwar­ten. In die­sem Jahr ist das aber anders, so dass wir den Jah­res­be­richt ein­mal vom Ende her begin­nen.

„Jah­res­be­richt 2019“ wei­ter­le­sen

Jahresbericht 2018

Advent 2017 – Advent 2018

Lie­be Mit­brü­der und Mit­schwes­tern unse­res Ordens,
lie­be Ver­wand­te, Freun­de und Wohl­tä­ter unse­res Klos­ters!

 

Nor­ma­ler­wei­se wer­den die­se Zei­len bei „Schmud­del­wet­ter“ zu Papier gebracht. Aber heu­er zeich­net sich der Novem­ber durch sehr mil­de Tem­pe­ra­tu­ren, viel Son­nen­schein und wenig Nie­der­schlä­ge aus. In vie­len Regio­nen unse­res Lan­des gab es die wenigs­ten Nie­der­schlä­ge, seit die­se auf­ge­zeich­net wer­den. Der ange­neh­me Neben­ef­fekt der lan­gen Tro­cken­heit war, dass bei uns in die­sem Som­mer die all­jähr­li­che läs­ti­ge Mücken­pla­ge aus­blieb.

In der Land­wirt­schaft hin­ge­gen muss­te man gro­ße Ver­lus­te bei der Ern­te hin­neh­men. Wie bei ande­ren gro­ßen Flüs­sen war auch der Was­ser­stand der Donau enorm abge­sun­ken. Von Mit­te Juli bis Novem­ber konn­ten des­halb die Schif­fe zwi­schen Kel­heim und Wel­ten­burg nicht mehr fah­ren bzw. anle­gen. Zudem war beim letz­ten Hoch­was­ser eine Kies­bank ange­schwemmt wor­den, die den Schif­fen das Wen­den an der Schiffs­an­le­ge­stel­le unmög­lich mach­te. So war eine Schiff­fahrt durch den Donau­durch­bruch für lan­ge Zeit nicht mög­lich. Da die­se aber für vie­le ein­fach zu einem Aus­flug zu uns dazu gehört, waren in die­ser Sai­son die Besu­cher­zah­len rück­läu­fig, was auch an den Umsät­zen in Klos­ter­schen­ke und Klos­ter­la­den zu spü­ren war.

Vor 300 Jah­ren, am 9. Okto­ber 1718, weih­te der Frei­sin­ger Fürst­bi­schof Johann Franz Eck­her von Kap­fing die Abtei­kir­che St. Georg und St. Mar­tin ein. Die­ses Jubi­lä­um begin­gen wir am 14. Okto­ber 2018. Bischof Dr. Rudolf Voder­hol­zer zele­brier­te das Pon­ti­fi­kal­amt und pre­dig­te über das Zachä­us-Evan­ge­li­um „Denn ich muss heu­te in dei­nem Haus zu Gast sein“ (Lk 19,5). Er gab zu beden­ken, dass dies etwas Beson­de­res sein müs­se, denn bis heu­te sei es ja unüb­lich sich selbst ein­zu­la­den.

Zur beson­de­ren Fest­lich­keit trug Prof. Josef Kohl­häufl mit Sän­gern und Musi­kern der Wel­ten­bur­ger Musik­ge­mein­schaft bei. So erklang wäh­rend des Pon­ti­fi­kal­am­tes die „Spat­zen­mes­se“ von W. A. Mozart­sowie das „Locus iste“ von A. Bruck­ner. An die­ser Stel­le möch­ten wir Herrn Prof. Kohl­häufl und der Wel­ten­bur­ger Musik­ge­mein­schaft noch­mals für die schö­ne und wür­di­ge Mit­ge­stal­tung unse­res Kirch­weih­got­tes­diens­tes herz­lich dan­ken.

Herr Staats­mi­nis­ter Bernd Sibler über­brach­te in sei­nem Gruß­wort die Glück­wün­sche der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung.

Nach dem fest­li­chen Mit­tag­essen in der Klos­ter­schen­ke fand am Nach­mit­tag ein Fest­akt statt. Unter dem The­ma „Im Spie­gel des Hei­li­gen. Die Bot­schaft eines Sakral­rau­mes“ stand der Fest­vor­trag von Herrn Prof. Dr. Lud­wig Mödl. Musi­ka­lisch umrahmt wur­de der Fest­akt vom „Mar­zi­pan-Quar­tett“ aus Regens­burg. Gruß­wor­te rich­te­ten nach dem Bischof auch der Regie­rungs­prä­si­dent von Nie­der­bay­ern, Herr Rai­ner Hasel­beck, Herr Land­rat Mar­tin Neu­mey­er und Herr Bür­ger­meis­ter Horst Hart­mann an die ver­sam­mel­ten Gäs­te.

Als Nach­klang des Jubi­lä­ums ist eine Son­der­brief­mar­ke erhält­lich. Die­se ent­stand auf Anre­gung des Regens­bur­ger Kul­tur­re­fe­ren­ten Kle­mens Unger mit Unter­stüt­zung der Wel­ten­bur­ger Klos­ter­braue­rei und zeigt einen Aus­schnitt aus dem Decken­fres­ko der Klos­ter­kir­che:  den Bau­her­ren der Kir­che Abt Mau­rus Bächl sowie die bei­den Künst­ler­brü­der Cos­mas Dami­an (Archi­tekt und­Ma­ler) und Egid Qui­rin (Stu­cka­teur) Asam. Am Mon­tag, 5. Novem­ber wur­de die Brief­mar­ke prä­sen­tiert. Pres­se und Fern­se­hen berich­te­ten dar­über.

Pfar­rer. i. R. Josef Roß­mai­er aus Rai­nerts­hau­sen fei­er­te am 1. Juli den 60. Jah­res­tag sei­ner Pries­ter­wei­he mit einer gro­ßen Schar von Fest­gäs­ten inner­halb unse­res sonn­täg­li­chen Kon­vent­am­tes. Der Jubi­lar hielt dabei selbst die Fest­pre­digt.

Ein beson­de­rer Fest­tag für unse­ren Kon­vent und sei­ne Freun­de ist immer das Ben­dik­tus­fest am 11. Juli. Die Reb­dor­fer Blä­ser gestal­te­ten es auch in die­sem Jahr wie­der musi­ka­lisch mit. Für die fest­li­che Umrah­mung der Lit­ur­gie sind wir den Musi­kern unter der Lei­tung­von Herrn Wolf­gang Mühl­dor­fer sehr dank­bar und freu­en uns schon jetzt auf das kom­men­de Jahr. Der frü­he­re Reli­gi­ons­leh­rer von Abt Tho­mas Herr Stu­di­en­di­rek­tor i. R. Kon­rad Her­mann hielt die Fest­pre­digt. Der Eich­stät­ter Neu­pries­ter Simon E. Heindl spen­de­te am Schluss des Got­tes­diens­tes den Pri­miz­se­gen. Im Bier­gar­ten waren dann alle zu Geträn­ken und Bre­zen ein­ge­la­den, um den Fest­tag aus­klin­gen zu las­sen.

Nicht nur kirch­li­che Fes­te waren ein Anlass zum Fei­ern. Die Klos­ter­schen­ke konn­te Mit­te März plan­mä­ßig öff­nen, nach­dem die Küche fast drei Mona­te eine Groß­bau­stel­le gewe­sen war. Am 3. Mai wur­de der neue Herd­block fei­er­lich durch Abt Tho­mas geseg­net. Der Pro­jektant Theo­dor Hus­s­mann aus Pop­pen­richt bei Amberg erläu­ter­te die durch­ge­führ­ten Arbei­ten. Anschlie­ßend waren die Pla­ner und die Mit­ar­bei­ter der aus­füh­ren­den Fir­men zusam­men mit dem Kon­vent zu einem Abend­essen im Asam-Stüberl gela­den.

Zum sog. „Berg-Fest“ zur Mit­te der Sai­son tra­fen wir uns mit all unse­ren Ange­stell­ten aus den ver­schie­de­nen Berei­chen unse­rer Klos­ter­be­trie­be bereits am 20. Juni im Bier­gar­ten.

Zur glei­chen Zeit wur­den unser Refek­to­ri­um und der unte­re Kreuz­gang frisch getüncht, so dass jetzt alles wie­der viel hel­ler wirkt, nach­dem dies zum letz­ten Mal nach dem gro­ßen Hoch­was­ser 1999 gesche­hen war.

Natür­lich wur­de nicht nur gefei­ert. Besinn­lich began­nen wir das neue Jahr mit den Kon­vent­ex­er­zi­ti­en. Herr Spi­ri­tu­al Pius Schmidt aus Eich­stätt hielt uns die Vor­trä­ge. Nach dem Pon­ti­fi­kal­amt zum Hoch­fest der Erschei­nung des Herrn am 6. Janu­ar zog die klei­ne Pro­zes­si­on durch Kreuz­gang und Gar­ten, da der Aus­zug durch den Klos­ter­hof nicht mög­lich war. Denn wegen des Hoch­was­sers waren die Schutz­maß­nah­men auf­ge­baut. So nahm Abt Tho­mas die Seg­nung der Donau vom Gar­ten­tor aus vor.

Ab März waren Frau Mar­ti­na Ber­lin und Herr Kle­mens Rad­ke aus Ber­lin zu Film­auf­nah­men bei uns. Mit viel Mühe und Lie­be zum Detail haben sie einen Film über uns und unser Klos­ter gedreht. Die­ser Film wird im Besu­cher­zen­trum in deut­scher und eng­lisch syn­chro­ni­sier­ter Fas­sung gezeigt. Beson­ders auch für ihr Ein­füh­lungs­ver­mö­gen und ihr Ver­ständ­nis für das klös­ter­li­che Leben ein herz­li­ches Dan­ke­schön. Den Film kön­nen Sie auf unse­rer Home­page www.kloster-weltenburg.de sehen. Sie fin­den uns inzwi­schen auch auf Face­book unter www.facebook.com/KlosterWeltenburg

2018 war auch die tur­nus­mä­ßi­ge Visi­ta­ti­on fäl­lig. Dazu kamen vom 24.–26. Janu­ar Herr Abt­prä­ses Bar­na­bas Bög­le von Ettal und P. Prof. Dr. Ste­phan Häring aus Met­ten.

Fr. Mat­thi­as ver­län­ger­te am 6. Janu­ar in der Mit­tagshore die Zeit­li­che Pro­fess um ein wei­te­res Jahr. P. Gre­gor ist nach wie vor in der Abtei Plank­stet­ten zur Mit­hil­fe in der Pfarr­seel­sor­ge­ein­ge­setzt. P. Micha­el über­nahm auf Bit­ten der Diö­ze­se Regens­burg ab 1. Sep­tem­ber die pries­ter­li­chen Diens­te der Seel­sor­ge in der Gold­berg-Kli­nik in Kel­heim.

Per­so­nel­le Ver­än­de­run­gen gab es imzu­rück­lie­gen­den Jahr kei­ne. So sind wir in unse­rem Klos­ter z. Zt. sechs Mön­che.

Trotz unse­rer klei­nen Zahl kön­nen wir das Chor­ge­bet sin­gen und die Auf­ga­ben, die das Klos­ter­le­ben in Wel­ten­burg mit­sich bringt, gut meis­tern. In die­sem Zusam­men­hang möch­ten wir uns auch bei allen unse­ren Ange­stell­ten und ehren­amt­li­chen Hel­fern für ihren Ein­satz und ihr Enga­ge­ment für das Klos­ter bedan­ken.

Wir wün­schen Ihnen eine erfüll­te Zeit des Advents, ein fro­hes gna­den­rei­ches Weih­nachts­fest. Ihnen allen Got­tes Segen­für das kom­men­de Jahr 2019

Ihre Bene­dik­ti­ner von Wel­ten­burg

Jahresbericht 2017

Advent 2016 – Advent 2017

Lie­be Mit­brü­der und Mit­schwes­tern unse­res Ordens,
lie­be Ver­wand­te, Freun­de und Wohl­tä­ter unse­res Klos­ters!

Drei­ßig Pries­ter hal­ten in die­sen Novem­ber­ta­gen ihre Jah­res­ex­er­zi­ti­en in unse­rem Gäs­te­haus. Pas­send zu die­ser besinn­li­chen Zeit kön­nen sie bei mil­dem Herbst­wet­ter die Ruhe genie­ßen, die nun ein­ge­kehrt ist. Mit dem Ende der Herbst­fe­ri­en in Bay­ern ende­te am 5. Novem­ber auch die dies­jäh­ri­ge Sai­son. Die Schiff­fahrt ruht nun bis Mit­te März und es kom­men nur noch ver­ein­zelt Besu­cher zum Klos­ter. Die­se „sta­de Zeit“ spie­gelt auch den Rück­blick auf das zu Ende gehen­de Jahr wie­der.

Es war für uns im Klos­ter recht ruhig, ohne außer­ge­wöhn­li­che Ereig­nis­se.  Auch die Donau blieb „ruhig“. Es gab zwar eini­ge klei­ne Hoch­was­ser, die in Stau­bing und Stau­sa­cker Stra­ßen über­schwemm­ten wie auch unse­ren gro­ßen Besu­cher­park­platz. Im Gegen­satz zu manch ande­ren Jah­ren wur­de die Schiff­fahrt weder durch Hoch- noch durch Nied­rig­was­ser beein­träch­tigt. Eini­ge Stür­me ver­ur­sach­ten Schä­den an Gebäu­den und im Forst, aber auch die­se hiel­ten sich in Gren­zen.
Da es den gro­ßen Advents­markt nicht mehr gibt, konn­te der Advent eine ruhi­ge Vor­be­rei­tungs­zeit auf Weih­nach­ten sein. Die Christ­met­te haben wie­der vie­le von nah und fern zusam­men mit uns gefei­ert. Außer den belieb­ten Weih­nachts­klas­si­kern sang der Chor der Wel­ten­bur­ger Musik­ge­mein­schaft unter der Lei­tung von Herrn Prof. Josef Kohl­häufl in die­sem Jahr die von ihm selbst kom­po­nier­te Anna-Schäf­fer-Mes­se.

Am Fest der Unschul­di­gen Kin­der, 28. Dezem­ber, besuch­te uns Abt Beda mit den jün­ge­ren Mit­brü­dern aus Plank­stet­ten.

In den Tagen nach Weih­nach­ten freu­ten wir uns über die Ankunft von Herrn Oli­ver Schmitt­ner, der mit Beginn des neu­en Jah­res in das Pos­tu­lat ein­trat. Lei­der hat er uns nach einem Monat schon wie­der ver­las­sen.

An Sil­ves­ter ende­te die Tätig­keit von Herrn Anton Röhrl als Geschäfts­füh­rer der Klos­ter­schen­ke. Im klei­nen, pri­va­ten Rah­men eines Sekt­emp­fan­ges mit dem Kon­vent in unse­rem „Schö­nen Saal“ ver­ab­schie­de­ten wir ihn und tausch­ten gemein­sam Erin­ne­run­gen über die vie­len Jah­re zusam­men mit sei­ner Fami­lie bei uns in Wel­ten­burg aus.
Bereits seit 1. Okto­ber ist sein Nach­fol­ger, Herr Rolf Holt­hau­sen, in der Geschäfts­füh­rung der Klos­ter­schen­ke tätig. Zuvor führ­te er zusam­men mit einem Geschäfts­part­ner die Guts­schän­ke Hüh­ner­hof im hes­si­schen Gründau. Mitt­ler­wei­le hat er sich bei uns gut ein­ge­ar­bei­tet und sei­ne ers­te Sai­son erfolg­reich abge­schlos­sen.
Fr. Simon nahm wie­der am Sil­ves­ter-Lauf in Sand­har­lan­den teil und ver­bes­ser­te sei­ne Zeit und rück­te so etwa 100 Plät­ze nach vor­ne.

P. Dr. Rupert Hem­min­ger OSB aus der Erz­ab­tei St. Otti­li­en beglei­te­te unse­re Kon­vent­ex­er­zi­ti­en, die wir tra­di­tio­nell am Neu­jahrs-Abend begin­nen und mit der Gelübde­er­neue­rung im Pon­ti­fi­kal­amt am Hoch­fest der Erschei­nung des Herrn (Epi­pha­nie / „Drei­kö­nig“) abschlie­ßen. Bei strah­len­dem Son­nen­schein zogen wir trotz eisi­ger Käl­te von der Klos­ter­kir­che hin­un­ter an die Donau, um den Segen und Schutz Got­tes und die Bewah­rung vor Hoch­was­ser zu erfle­hen.

Vom 23. – 28. Janu­ar tag­te der Pro­vinz­rat der Deut­schen Kapu­zi­ner in unse­rem Gäs­te­haus.

Am 2. April wur­den im Rah­men eines gro­ßen Fest­essens mit zahl­rei­chen Ehren­gäs­ten, unter ihnen Herr Land­rad Mar­tin Neu­mey­er und Herr Bür­ger­meis­ter Horst Hart­mann, Geschäfts­füh­rer Anton Röhrl mit Gat­tin Gabi ver­ab­schie­det. Seit 1934, über drei Genera­tio­nen, führ­te Fami­lie Röhrl erfolg­reich die Klos­ter­schen­ke. Abt Tho­mas hielt in sei­nen Dan­kes­wor­ten Rück­schau auf die zurück­lie­gen­den Jahr­zehn­te. Er lenk­te den Blick dabei nicht nur auf das Geschäft­li­che. Neben der Füh­rung der Klos­ter­schen­ke hat­ten die Eltern Anton und Elfrie­de Röhrl ein gro­ßes Enga­ge­ment auf kul­tu­rel­ler Ebe­ne ent­wi­ckelt, das dann auch von der fol­gen­den Genera­ti­on wei­ter getra­gen wor­den ist. Er ver­wies auf die Wel­ten­bur­ger Musik­ge­mein­schaft. Die Wel­ten­bur­ger Kon­zer­te gehö­ren sicher zu den her­aus­ra­gen­den kul­tu­rel­len Ereig­nis­sen unse­rer Regi­on. Fer­ner nann­te er die „Grup­pe Geschich­te“ der Wel­ten­bur­ger Aka­de­mie, die einer der rüh­rigs­ten Zwei­ge die­ser Ein­rich­tung der Erwach­se­nen­bil­dung ist.

Die gro­ßen Lit­ur­gien der Kar- und Oster­ta­ge wur­den wie­der von der „Wies-Scho­la“ unter Lei­tung von Herrn Dia­kon Xaver Käser musi­ka­lisch gestal­tet. Zwei Dia­ko­ne assis­tier­ten abwech­selnd bei den Got­tes­diens­ten.

Am 26. April gab dann der neue Geschäfts­füh­rer der Klos­ter­schen­ke, Herr Rolf Holt­hau­sen, sei­nen Ein­stand und lud den Kon­vent und alle Mit­ar­bei­ter der Klos­ter­be­trie­be in die Klos­ter­schen­ke zu Spe­zia­li­tä­ten aus sei­ner hes­si­schen Hei­mat ein.

Frau Äbtis­sin Mut­ter Fran­zis­ka von St. Wal­burg in Eich­stätt unter­nahm am 8. Juni mit 20 Schwes­tern einen Kon­vent­aus­flug nach Wel­ten­burg. Nach der Begrü­ßung konn­ten sich ver­schie­de­ne Grup­pen zu Füh­run­gen durch unser Gäs­te­haus und die Frau­en­berg­ka­pel­le bil­den. Eini­ge Schwes­tern unter­nah­men mit der Zil­le eine Fahrt durch den Donau­durch­bruch. Nach der Fei­er der Mitagshore ver­sam­mel­ten sich die bei­den Kon­ven­te im fest­lich deko­rier­ten Gäs­tespei­se­saal zum Mit­tag­essen. Abt Tho­mas führ­te die Schwes­tern anschlie­ßend durch die Klos­ter­kir­che und in den Klos­ter­gar­ten. Kaf­fee und Kuchen run­de­ten die gemein­sa­men fro­hen Stun­den ab. In Vor­freu­de auf unse­ren Gegen­be­such in Eich­stätt ver­ab­schie­de­ten wir die Schwes­tern.

Am 24. Juni wur­de die klei­ne Aus­stel­lung „Kunst im Klos­ter“ eröff­net. In Anwe­sen­heit des Kel­hei­mer Bür­ger­meis­ters erläu­ter­te der jun­ge Erlan­ger Künst­ler Sebas­ti­an Her­trich sei­ne Wer­ke. Bis Okto­ber waren sie im 1. Stock unse­res Gäs­te­hau­ses aus­ge­stellt. Das gro­ße Kreuz aus sei­ner Aus­stel­lung stif­te­te er dem Klos­ter. Das Werk mit einem aus Ple­xi­glas geschnitz­ten Cor­pus auf einem Kreuz­bal­ken aus Com­pu­ter-Pla­ti­nen ist aktu­ell noch im Ein­gangs­be­reich unse­res Gäs­te­hau­ses zu sehen. Wir dan­ken dem Künst­ler und sei­ner Fami­lie noch­mals herz­lich für die groß­zü­gi­ge Stif­tung und sein künst­le­ri­sches Enga­ge­ment.

Das Pon­ti­fi­kal­amt zum Bene­dik­tus­fest am 11. Juli umrahm­ten wie­der die Reb­dor­fer Blä­ser unter der Lei­tung von Herrn Wolf­gang Mühl­dor­fer. Dom­ka­pi­tu­lar Prä­lat Dr. Chris­toph Kühn aus Eich­stätt hielt die Fest­pre­digt. Der Neu­pries­ter Bern­hard Häg­l­sper­ger aus Vils­bi­burg spen­de­te den Pri­miz­se­gen. Das Fest klang zusam­men mit den Got­tes­dienst­be­su­chern dann bei Bier und Bre­zen im Bier­gar­ten aus. Wir freu­en uns dar­über, dass auch in die­sem Jahr unser Bene­dik­tus­fest wie­der sehr guten Anklang gefun­den hat und sich die Zahl der Mit­fei­ern­den im Got­tes­dienst erneut erhöh­te.

Zwei Tage spä­ter spen­de­te uns auch der Neu­pries­ter Dr. Peter Stier aus dem nahen Mar­ching (Pfar­rei Neustadt/Donau) den Erst­lings­se­gen. Vor zehn Jah­ren hat­te er bei uns als Pos­tu­lant für den Klos­ter­ein­tritt sei­ne Beru­fung geprüft.

In Bad Vöslau/Österreich ver­starb am 27. Juli Frau Mar­ga­re­the Lör­nit­zo, die Mut­ter unse­res vor acht Jah­ren tra­gisch ver­stor­be­nen P. Leo­pold.

Am 31. August war es end­lich so weit. Unser klei­ner Kon­vent fuhr zum Gegen­be­such nach Eich­stätt zu den Schwes­tern von St. Wal­burg. Von Mut­ter Fran­zis­ka und ihren Schwes­tern wur­den wir dort sehr herz­lich und freu­dig emp­fan­gen. Dann erhiel­ten wir eine Füh­rung durch das neue und alte Gäs­te­haus, die Wal­bur­ga-Gruft und die Abtei­kir­che. Nach der Mit­tagshore aßen wir gemein­sam mit den Schwes­tern im Gäs­tespei­se­saal zu Mit­tag. Die Schwes­tern führ­ten uns durch den Klos­ter­gar­ten, zeig­ten uns ihre Hack­schnit­zel­hei­zung und den Kin­der­gar­ten. Im Archiv und in der Cus­to­die konn­ten wir die Schät­ze des Klos­ters bewun­dern. Nach der gemein­sa­men Ves­per im Non­nen­chor tra­ten wir die Heim­fahrt an.

Vom 3. – 7. Sep­ten­ber fand das Gene­ral­ka­pi­tel der Baye­ri­schen Bene­dik­ti­ner­kon­gre­ga­ti­on in Augs­burg statt. Unser Kon­vent war dort durch Abt Tho­mas und P. Ste­phan als gewähl­ter Depu­tier­ter ver­tre­ten.

Nach lan­gem Lei­den starb am 18. Sep­tem­ber der Vater von P. Micha­el, Herr Paul Geb­hart, im Pfle­ge­heim Huber­tia in Frön­den­berg.

Die deutsch­spra­chi­ge Sek­ti­on der Gesell­schaft für Stu­di­en des Gre­go­ria­ni­schen Cho­rals (AISCGre) hielt vom 20. – 22. Sep­tem­ber ihre Jah­res­ta­gung bei uns und gestal­tet zum Abschluss das sonn­täg­li­che Kon­vent­amt.

Bei der Jah­res­ver­samm­lung des „Ver­eins der Freun­de der Bene­dik­ti­ner­ab­tei Wel­ten­burg e.V.“ am 30. Okto­ber wur­de die  Vor­stand­schaft wie­der bestä­tigt: Herr Land­rat a.D. Dr. Hubert Fal­ter­mei­er als 1. Vor­sit­zen­der, Abt Tho­mas als Stell­ver­tre­ter, Herr Anton Röhrl als Schrift­füh­rer. Zum Schatz­meis­ter wur­de Herr Dr. Erich Utz gewählt. Herr Oswald Freidl, der seit der Grün­dung 1999 die­ses Amt aus­ge­übt hat­te, ist am 21. Dezem­ber 2016 ver­stor­ben. Ihm und auch sei­ner drei Mona­te spä­ter ver­stor­be­nen Frau Rose­ma­rie gilt an die­ser Stel­le ein ehren­des, dank­ba­res Geden­ken.

Am Ende des Kir­chen­jah­res dan­ken wir Ihnen für alle Ihre Ver­bun­den­heit, die auch im neu­en Jahr fort­dau­ern möge. Für die kom­men­de Advents­zeit, das Weih­nachts­fest und den Jah­res­wech­sel wün­schen wir Ihnen Got­tes rei­chen Segen!

Herz­lichst
Ihre Bene­dik­ti­ner der Abtei St. Georg von Wel­ten­burg