Jahresbericht 2009

Advent 2008 – Advent 2009

Wie­der neigt sich ein Kirc­hen­ja­hr dem Ende zu, so dass es Zeit wird, für Sie die Rück­sc­hau zu ers­tel­len. In die­sem Jahr kön­nen wir Ihnen von kei­nen beson­de­ren Höhe­punk­ten unse­res Klo­s­ter­l­ebens beric­hten. Für uns alle kommt es vor allem auf den Alltag an, den wir stets neu in Got­tes Gege­nwart leben dürfen.

Immer wie­der wer­den wir gefragt, wie vie­le Mönc­he im Klo­s­ter leben und welc­he Auf­ga­ben die­se haben. Des­halb möc­hten wir Sie in die­sem Jahre­s­be­ric­ht ein­mal näher damit ver­tra­ut machen.

Abt Tho­mas Maria lei­tet das Klo­s­ter und ver­tritt es bei vie­len Gele­gen­he­i­ten außer­halb wie auch zu zahl­re­ic­hen Ter­mi­nen inner­halb der Kon­gre­ga­ti­on. Er nahm am alle vier Jahre statt fin­den­den Gene­ral­ka­pi­tel in Andec­hs teil. Als gewähl­ter Ver­tre­ter des Kon­ven­tes begle­i­t­ete ihn P. Bene­dikt. Bei die­sem Gene­ral­ka­pi­tel wur­de Abt Bar­na­bas Bögle aus Ettal zum neu­en Abt­präses der Baye­ri­sc­hen Bene­dik­ti­ner­kon­gre­ga­ti­on gewählt. Abt Tho­mas betre­ut den Fre­un­de­s­kre­is der Abtei, ist Rek­tor der Wel­to­bla­ten und bete­i­ligt sich am Novi­zi­at­sun­te­rric­ht. In den Bis­tümern Regen­s­burg und Eic­hs­tätt wirk­te er auch in die­sem Jahr wie­der als Firm­s­pen­der und darüber hina­us als Zele­brant und Pre­di­ger bei ver­sc­hi­e­de­nen fes­tlic­hen Gelegenheiten.

Altabt Tho­mas wird in Ettal auf der Pfle­ge­s­ta­ti­on lie­be­voll von den Mit­brüdern sei­nes Pro­fes­s­klo­s­ters betre­ut. Hier­für sei beson­ders Fr. Kon­stan­tin, Fr. Wil­li­bald und Fr. Petrus gedankt. Er kann auch noch tei­lwe­i­se am Leben des Kon­ven­tes teil­ne­hmen. Sei­nem gro­ßen Fre­un­de­s­kre­is ble­ibt er durch dik­ti­er­te Rund­bri­e­fe ver­bun­den. So weit wie möglich, besuc­hen ihn dort auch Abt Tho­mas und die Wel­ten­bur­ger Mitbrüder.

P. Mic­ha­el ist als Pri­or der Stellver­tre­ter des Abtes und ver­tritt ihn bei des­sen Abwe­sen­he­it. Er fre­u­te sich, dass er seit Aller­he­i­li­gen wie­der als Novi­ze­n­me­i­s­ter zu tun hat­te. Zusam­men mit Frau Beil lei­tet er das Gäs­te­ha­us und wirkt als Kan­tor bei allen Got­tes­di­en­sten mit.

P. Rap­ha­el ver­bringt den Ruhe­s­tand in sei­nem frühe­ren Pfa­rr­ha­us in Obe­rri­ed und hil­ft dort noch in der Seel­sor­ge mit.

P. Cle­mens nimmt täglich an Kon­ven­tamt, Ves­per und den Mahl­ze­i­ten teil und spen­det das Bußsakrament.

P. Bene­dikt trägt als Zel­le­rar die Sor­ge für das wirt­sc­ha­f­tlic­he Wohl des Klo­s­ters, wobei ihn Frau Lehn in der Verwal­tung und ein Team im Laden tat­kräf­tig unter­s­tüt­zen. Ein neu­es Auf­ga­ben­ge­bi­et ist für ihn die Betre­u­ung der Einzelgäste.

P. Gre­gor ist Sakr­istan und Präses der bei­den Bru­der­sc­ha­f­ten. Mit gro­ßer Vor­fre­u­de erfüllt ihn, dass die Dre­i­fal­tig­ke­its-Bru­der­sc­ha­ft dem­näc­hst das 250jährige Jubi­läum ihrer Grün­dung bege­hen kann.

P. Step­han wirkt als Seel­sor­ger in der Pfa­rrei Wel­ten­burg mit der Expo­si­tur Sta­u­bing und ihren Fili­a­len. Als Orga­nist begle­i­tet er unse­re fes­tlic­hen Got­tes­di­en­ste und spi­elt zu Kon­zer­ten, auch auf dem Kla­vi­er. Hier möc­hten wir dem Vere­in der Fre­un­de beson­ders dan­ken, dass er die Ansc­haf­fung eines neu­en Kla­vi­ers für den Fest­sa­al ermöglic­ht hat.

Fr. Simon arbe­i­tet als Schre­i­ner und im Obst­gar­ten. Als Refek­to­ri­ar sorgt er dafür, dass der Tisch für unse­re täglic­hen Mahl­ze­i­ten im Refek­to­ri­um gedeckt ist.

Fr. Lukas befin­det sich im End­s­purt des Theo­lo­gi­e­stu­di­ums in Regen­s­burg. Er hat die Diplo­mar­be­it abge­sc­hlos­sen und steckt nun mit­ten in den Diplomprüfungen.

Die Zusam­men­set­zung unse­res Kon­ven­tes hat sich inso­fern geän­dert, dass P. Boni­fa­ti­us die in Rom erbe­te­ne Dis­pens von den Orden­s­ge­lüb­den erhal­ten und ange­nom­men hat und somit aus dem Klo­s­ter aus­ge­sc­hi­e­den ist. Er ist nun in der Erz­di­öze­se Köln, sei­nem Hei­mat­bi­s­tum, als Welt­pri­e­s­ter tätig und wirkt in der Seel­sor­ge in Lohmar.

Fr. Qui­rin hielt sich seit April zur Probe für den Über­tritt in der Abtei Nie­de­ral­ta­ich auf und leg­te nun die zei­tlic­he Pro­fess auf die­ses Klo­s­ter ab.

Zu Aller­he­i­li­gen begann Phi­li­pp Ris­se aus dem nahen Lan­gqu­a­id bei uns das Pos­tu­lat. Schon als Jugend­lic­her kam er immer wie­der als Gast und spi­el­te beim Kon­ven­tamt am Sonn­tag manc­hmal die Orgel. Lei­der hat er uns nach vier Woc­hen wie­der verlassen.

Natür­lich haben wir hier nic­ht bei jedem Mit­bru­der alle Auf­ga­ben­ge­bi­ete auf­ge­li­s­tet. Es gibt auch Tätig­ke­i­ten, die darüber hina­us über­nom­men wer­den müs­sen, vom wöc­hen­tlic­hen Hau­s­putz, Kirc­hen­führun­gen, Ein­ke­hr­ta­gen, über die Bere­it­sc­ha­ft zu Beic­ht­ge­s­präc­hen bis hin zu auswär­ti­gen Seel­sor­ge­a­us­hil­fen in Pfa­rre­i­en und bei ver­sc­hi­e­de­nen Veranstaltungen.

Ein so kle­i­ner Kon­vent kann nic­ht ohne „wel­tlic­hes“ Per­so­nal aus­kom­men. Wir sind sehr dank­bar für unse­re Ange­s­tellten. Frau Kolb, Frau Oss­mann und Frau Bla­i­mer arbe­i­ten im Klo­s­ter­la­den. Als Nac­hfol­ge­rin für Frau Schwe­i­ger hat dort Frau Lan­ger neu begon­nen. Frau Ste­in­ber­ger und Frau Haintz wasc­hen und bügeln die Wäsc­he. Frau Stoc­ker schne­i­dert unse­re Hab­ite und führt auch die nöti­gen Repa­ra­tu­ren aus.

In der Küc­he koc­hen neben unse­rem Koch Herrn Lan­ger auch Frau Schind­ler sowie seit März Frau Hal­brit­ter und Frau Frän­zel. Sie ist zusätz­lich im Gäs­te­ha­us ein­ge­setzt. Frau Wag­ner mus­s­te wegen einer schwe­ren Erkran­kung ihre Tätig­ke­it in der Spül­küc­he auf­g­eben. Mit der Küc­he zusam­men arbe­i­ten im Ser­vi­ce Frau Torc­hal­la und Frau Tra­ut­mann. Im Gäs­te­ha­us sind Frau Mein­zer und Frau Kuf­fer tätig.

Herr Elsner wirkt im gan­zen Klo­s­ter­be­re­ich als Haus­me­i­s­ter. Herr Schmer­beck führt unse­ren lan­dwirt­sc­ha­f­tlic­hen Betri­eb mit Feld­bau und Schwe­i­ne­mast auf dem Buc­hhof. Eben­so betre­ut er den Klo­s­te­rwald. Im Info-Zen­trum im Fel­sen­kel­ler wec­hseln sich Herr Torc­hal­la und Frau Hec­ht ab. Dank­bar sind wir auch allen, die immer zur Aus­hil­fe bere­it sind, wenn es beson­ders hoch her geht oder Ange­s­tellte ver­hin­dert sind.

Frau Sabi­ne Gross­mann aus Lehr­te bei Han­no­ver begann am 5. Sep­tem­ber ihre Probe­ze­it als Weltoblatin.

Aus unse­rer Obla­ten­ge­me­in­sc­ha­ft ver­s­tarb am 8. Mai in Regen­s­burg Herr Egon (Bru­der Mic­ha­el) Roderer.

Am 15. Febru­ar ver­s­tarb in Kör­bec­ke der Bru­der von P. Cle­mens, Herr Johann Schlot­hane im Alter von 76 Jahren. Eben­so geden­ken wir in Dank­bar­ke­it des ehe­ma­li­gen Dom­mes­ners von Bam­berg, Herrn Valen­tin Spi­e­gel, der am 24. Janu­ar heim­ge­gan­gen ist zu Gott.

Größe­re per­so­nel­le Verän­de­run­gen wirk­ten sich auch auf die bis­her von uns jahre­lang betre­u­ten Seel­sor­ge­ge­me­in­den aus. Seit 15. Febru­ar ist nur noch P. Step­han als Pfa­rrad­mi­ni­s­tra­tor ein­ge­setzt. Die Pfa­rrei Teu­er­ting und die Expo­si­tur Ein­muss mit ihren jewe­i­li­gen Fili­a­len gehören seit 1. Sep­tem­ber zur Nac­hbar­p­fa­rrei Saal. Von Fre­i­tag bis Sonn­tag wird Herr Pfa­rrer Lehnen von einem Kaplan aus Kame­run unter­s­tützt, der in Regen­s­burg promoviert.

Stär­kung für unser gei­s­tlic­hes Leben erhi­el­ten wir zu Jahre­s­be­ginn in den Exer­zi­ti­en. Abt Dr. Mari­an Elle­gan­ti aus der Schwe­i­zer Abtei Uznach refe­ri­er­te unter Ein­satz modern­ster audio-visu­el­ler Tec­hnik über das inne­re Leben.

Am 18. Novem­ber hielt uns Dr. Wil­fri­ed Hage­mann einen Vor­trag zum Pri­e­s­ter­ja­hr mit dem Thema „Ver­li­ebt in Got­tes Wort. Der Pri­e­s­ter – Reli­gi­ons­ma­na­ger oder Zeu­ge Jesu Christi“.

Am Patro­zi­ni­um unse­rer Kirc­he, 23. April, sprach Pfr. i. R. Hans-Josef Bösl aus Pain­ten als Fest­pre­di­ger in bee­in­druc­ken­der Wei­se über den hl. Georg. Am Bene­dik­tu­s­fest, 11. Juli, fei­er­te Hwst. H. Wei­hbi­sc­hof Rein­hard Pappen­ber­ger aus Regen­s­burg das Pontifikalamt.

Dre­i­mal spen­de­ten uns Neu­pri­e­s­ter den Pri­miz­se­gen, am Namen­stag von Abt Tho­mas, 3. Juli, Kaplan Johan­nes Elber­s­kirch, am 17. Juli Kaplan Wolf­gang Schil­lin­ger und am 28. Juli Kaplan Rai­ner Geuder.

Abt Tho­mas nahm mit mehre­ren Mit­brüdern am 4. Okt­ober an der Selig­s­prec­hung des Barm­her­zi­gen Bru­ders Fr. Eus­tac­hi­us Kugler OH in Regen­s­burg teil.

Am 28. Sep­tem­ber unter­na­hmen wir unse­ren Kon­ven­ta­u­s­flug. In Pas­sau führ­te uns der frühe­re Gene­ral­vi­kar, Prälat Lorenz Hütt­ner durch Dom, Dom­sc­hatz, Dom­mu­se­um, Für­st­bi­sc­höflic­he Resi­denz, Dom­ba­u­hüt­te und Dom­kre­uz­gang. Mit­tags konn­ten wir auf der Empo­re dem Kon­zert auf der größten Kirc­he­nor­gel der Welt zu hören. Nach dem Spi­el des Dom­ka­pellme­i­s­ters dur­f­te auch P. Step­han das Instru­ment erklin­gen las­sen. Nach dem Mit­ta­ges­sen san­gen wir in der Hau­s­ka­pel­le des Präla­ten die Mit­tags­ho­re und besuc­hten noch die Wallfa­hrt­s­kirc­he auf dem Maria-Hilf-Berg, von dem aus wir bei schön­stem Son­nen­sc­he­in das gan­ze Pano­ra­ma der Drei-Flüs­se-Stadt bes­ta­u­nen konn­ten. Dann fuhren wir wei­ter zu den Mit­brüdern nach Schwe­i­kl­berg. Nach Kaf­fee und Kuc­hen im Haus St. Beda führ­te uns P. Matt­häus durch die Klo­s­te­ran­la­ge. Zum Absc­hluss des Tages fei­er­ten wir die Ves­per mit, bevor wir den Hei­mweg antraten.

Da wir nach dem Tod von P. Leo­pold die HVHS nic­ht wei­ter führen konn­ten, boten wir heu­er erst­mals vom Klo­s­ter aus ein Kur­s­pro­gramm an. Eine Rei­he von Kur­sen fand eine gro­ße Reso­nanz und hat­te vie­le Teil­ne­hmer. Ein­ige Semi­n­are mus­s­ten lei­der man­gels Inte­res­se abge­sagt oder nur mit einer kle­i­nen Zahl von Teil­ne­hmern durc­hge­führt wer­den. Erfre­u­lich ist, dass auch immer wie­der Ein­zel­gäs­te für eine Zeit uns beim Beten und Sin­gen unterstützen.

Ger­ne nehmen wir in unser Gebet auch die Anli­e­gen auf, die uns anver­tra­ut wer­den. Ent­s­prec­hende Bit­ten erin­nern die Mit­brüder am Schwar­zen Brett daran und wer­den tei­lwe­i­se auch in den Für­bit­ten der Euc­ha­ri­s­ti­e­fe­i­er genannt. Zune­hmend mel­den sich auch Per­so­nen durch E‑Mails, die um unse­re Gebets­hil­fe bit­ten. Täglich geden­ken wir auch der Ver­s­tor­be­nen. So verwir­klic­ht sich eine gro­ße Gebet­s­ge­me­in­sc­ha­ft über Raum und Zeit.

Wie die Jahre zuvor man­gel­te es auch heu­er dem Klo­s­ter nic­ht an einer Bau­s­tel­le. An unse­rer kle­i­nen Wallfa­hrt­s­kirc­he auf dem Fra­u­en­berg mus­s­te das Fun­da­ment der Apsis unter­fan­gen wer­den, da sie auf Schutt gegrün­det war und sich star­ke Ris­se zeig­ten. Die his­to­ri­sc­he Dac­hkon­struk­ti­on wur­de sta­ti­sch nac­hge­rüs­tet, indem zwei Über­züge zur Unter­s­tüt­zung der Zerr­bal­ken ein­ge­ba­ut wurden.In der Kryp­ta wur­den die spät mit­te­lal­ter­lic­hen Fre­s­ken gesic­hert und res­ta­u­ri­ert. Die Unter­kirc­he soll kün­f­tig wie­der für den Got­tes­di­enst kle­i­ner Gru­ppen genutzt wer­den, ist sie doch unser älte­s­ter litur­gi­sc­her Raum. Wie die vora­u­s­ge­gan­ge­nen arc­häo­lo­gi­sc­hen Unter­suc­hun­gen zeig­ten, war sie urs­prün­glich ein Teil der bisc­höflic­hen Burg aus dem 10. Jahr­hun­dert war. Die­se geht also auf die Zeit des hl. Bisc­hofs Wolf­gang von Regen­s­burg zurück. Sein Aufent­halt in Wel­ten­burg ist in der „Vita Wolf­gan­gi“ des Otloh von St. Emme­ram bezeugt.

Nach dem Absc­hluss der Gesam­tre­s­ta­u­ri­e­rung unse­rer Abtei- und Pfa­rr­kirc­he, war es nötig, unse­ren Kirc­hen­führer neu auf­zu­le­gen. So ersc­hi­en beim Ver­lag Schnell & Ste­i­ner, Regen­s­burg, im August die 35., völ­lig neu bear­be­i­t­ete Aufla­ge in der Rei­he „Kle­i­ne Kun­st­führer“. Herr Dr. Lot­har Alt­mann ver­fas­s­te den Text. Die Foto­a­uf­na­hmen hat­te Herr Achim Bunz bere­its für die Doku­men­ta­ti­on der Res­ta­u­ri­e­rung erstellt.

Nun ste­hen wir wie­der vor dem Klo­s­ter­markt, der heu­er bere­its zum sieb­ten Mal zum Beginn des Advents statt­fin­det. In 25 Stän­den im Klo­s­ter­hof bie­ten Mit­brüder und Schwe­s­tern ihre Pro­duk­te an. Die Glühwe­in­fa­hr­ten mit dem Schiff von Kel­he­im nach Wel­ten­burg durch den Dona­u­durc­hbruch wer­den immer mehr auch von weit her kom­men­den Gru­ppen ange­nom­men. Eben­so fin­det das kul­tu­rel­le Rahmen­pro­gramm wie Kon­zer­te guten Anklang. Eine neue Attrak­ti­on für die Kin­der ist neben der abend­lic­hen Niko­la­us-Ins­ze­ni­e­rung ein Esel, den im ver­gan­ge­nen Jahr Schwe­s­tern aus Öste­rre­ich zum ers­ten Mal mit­brac­hten und den Groß wie Kle­in in ihr Herz schlossen.

Der Esel erin­nert an den Stall von Bet­hle­hem. Viel­le­ic­ht hat er Maria mit dem Jesus-Kind unter dem Her­zen und in Begle­i­tung ihres Bräu­ti­gams Josef auf dem Weg von Naza­reth dort­hin getra­gen. Es kommt auch jenes Tier in den Sinn, auf dem Jesus am Palm­sonn­tag in Jeru­sa­lem ein­ge­zo­gen ist. Er will uns an die Demut Got­tes erin­nern, der sich kle­in mac­hte, um uns nahe zu kommen.

Die­ses geleb­te Bei­s­pi­el war für den hl. Bene­dikt auch der Grund, die Demut als die ent­sc­he­i­d­ende Tugend auf unse­rem Weg zu Gott aus­führ­lich in sei­ner Regel zu beschreiben.

Maria singt im Mag­nifi­kat, dass Gott auf ihre Nie­drig­ke­it gesc­ha­ut hat. So ebnet die Demut uns den Weg zur Bege­g­nung mit Gott.

Dass uns zu Wei­hnac­hten die­se Bege­g­nung wie­der ganz erfül­len möge, ist unser Wun­sch für Sie und uns alle zu den bevor­s­te­hen­den Fest­ta­gen. Dann dür­fen wir auch den Imma­nu­el, den „Gott-mit-uns“ im kom­men­den Jahr als unse­ren Weg­be­gle­i­ter und Besc­hüt­zer erfahren.

Herz­lic­he Grüße und Segen­swün­sc­he zum Wei­hnac­ht­s­fest und für das neue Jahr sen­den Ihnen

Ihre Bene­dik­ti­ner von Weltenburg

Jahresbericht 2008

Advent 2007 – Advent 2008

Während die­se Zei­len gesc­hri­eben wer­den, neigt sich das Kirc­hen­ja­hr wie­der dem Ende zu. In der täglic­hen Euc­ha­ri­s­ti­e­fe­i­er wer­den die letz­ten Kapi­tel der Hei­li­gen Schri­ft aus der Offen­ba­rung des Johan­nes gele­sen. Auch wenn die­se ein Buch des Tro­sts sein will, ersc­hrec­ken doch manc­he ange­sic­hts der furc­ht­ba­ren Visi­o­nen, die uns dort von Johan­nes über­li­e­fert wer­den. Manc­her bringt sie in Ver­bin­dung mit den Schrec­kens­nac­hric­hten, die uns täglich über die Medi­en erre­ic­hen: Natur­ka­ta­s­trop­hen, Bür­ger­kri­ege, Terro­ran­sc­hläge, Wel­twirt­sc­ha­ft­s­kri­se und Wei­te­res. Kaum einen las­sen die­se Ver­lu­s­te kalt. 

Trotz eini­ger gro­ßar­ti­ger Fei­er­lic­hke­i­ten, die wir im zurüc­kli­e­gen­den Jahr bege­hen dur­f­ten, müs­sen wir eine Rei­he von Ver­lu­s­ten in unse­rem Kon­vent beklagen. 
Sehr schmerz­lich traf uns in die­sem Jahr der Tod zwe­i­er Mit­brüder. Fr. Rupert starb am Oster­sonn­tag, 23. März, nach schwe­rer Krank­he­it im Alter von nic­ht ein­mal 53 Jahren im Bei­se­in von P. Leo­pold in sei­ner Zel­le, während wir die fei­er­lic­he Oster­ves­per san­gen. Zu Beginn der Fei­er der Oster­nac­ht stand er noch am Oster­fe­u­er im Klo­s­ter­hof, das er in den Jahren zuvor immer selbst Vor­sc­hau der Ände­run­gen (öffnet in neu­em Tab)vor­be­re­i­tet hat­te. Er war erst drei Tage vor­her von der Beer­di­gung sei­ner Mut­ter zurück­ge­ke­hrt, die in sei­nem Hei­ma­tort Mal­sch nach kur­zer, sehr schwe­rer Krank­he­it ver­s­tor­ben war. Zum Pon­tifi­kal­re­qu­i­em für Fr. Rupert und sei­ner Bei­set­zung in unse­rer Gru­ft kamen neben sei­nen Gesc­hwi­s­tern mit ihren Fami­li­en Mit­brüder aus den mei­s­ten Klös­tern unse­rer Kon­gre­ga­ti­on, sei­ne Imker­kol­le­gen, Fußballfre­un­de, sowie Bekann­te aus nah und fern. 

Am Mor­gen des 1. Sep­tem­ber erlitt P. Leo­pold im Bade­zim­mer einen so schwe­ren Unfall, dass er mit dem Hub­sc­hra­u­ber in eine Spe­zi­al­kli­nik nach Münc­hen-Bogen­ha­u­sen geflo­gen wer­den mus­s­te. Trotz inten­si­ver medi­zi­ni­sc­her Ver­sor­gung und eini­gen Ope­ra­ti­o­nen ver­s­tarb er noch in der­sel­ben Nac­ht an den Fol­gen sei­ner schwe­ren Ver­let­zun­gen. Er stand im 54. Lebens­ja­hr. Mit sei­ner Mut­ter und den Gesc­hwi­s­tern aus Nie­de­rös­te­rre­ich, zahl­re­ic­hen Mit­brüdern und Äbten aus unse­ren Klös­tern und dem Welt­kle­rus und hun­der­ten von Gläu­bi­gen haben wir für ihn am Herz-Mariä-Sam­s­tag, 6. Sep­tem­ber, das Pon­tifi­kal­re­qu­i­em zele­bri­ert und ihn in der Klo­s­ter­gru­ft beigesetzt. 
Natür­lich fehlt uns nun sei­ne schöne und sic­he­re Stim­me bei der Fei­er der Litur­gie, sowo­hl bei beim Chor­ge­bet als auch beim Kon­ven­tamt. Mit sei­nem Gesang hat­te er die zahl­re­ic­hen Kirc­hen­führun­gen in beson­de­rer Wei­se bereichert. 
 Todesanzeige
 Traueransprache
Foto 

Nach Abla­uf des halb­jähri­gen Pos­tu­la­tes ver­li­eß Ende Janu­ar Herr Peter Sti­er das Klo­s­ter und begann einen neu­en Weg im Regen­s­bur­ger Pri­e­s­ter­se­mi­nar. Der gle­ic­hze­i­tig mit ihm ein­ge­tre­te­ne Herr Ralf Jahn hat­te zwar am Fest der Dar­s­tel­lung des Herrn, 2. Febru­ar, das Novi­zi­at begon­nen und den Namen Fr. Mau­rus erhal­ten, ist aber dann schon Ende April wie­der aus­ge­tre­ten. P. Eus­ta­si­us Fin­ken­zel­ler wur­de probe­we­i­se in die Erz­di­öze­se Vaduz inkar­di­ni­ert und ist der­ze­it in einer Münc­hner Pfa­rrei als Kaplan ein­ge­setzt. P. Josef wur­de für drei Jahre exkla­u­s­tri­ert und wirkt kün­f­tig in sei­nem Hei­mat­bi­s­tum Speyer. 

Fr. Lukas M. und Fr. Qui­rin sind während des Seme­s­ters die Woc­he hin­durch zum Theo­lo­gi­e­stu­di­um in Regen­s­burg. Dadurch sin­gen das Chor­ge­bet in Wel­ten­burg zur Zeit mei­s­tens nur noch sieben Mönc­he unse­rer Geme­in­sc­ha­ft. In den kom­men­den Mona­ten müs­sen wir nun die ver­sc­hi­e­de­nen Tätig­ke­it­s­be­re­ic­he neu ord­nen und auf­te­i­len. Die Ange­b­ote an kat­ho­li­sc­her Erwac­hse­nen­bil­dung, an ver­sc­hi­e­de­nen Semi­na­ren sowie an gei­s­tlic­hen Kur­sen und Exer­zi­ti­en im Gäs­te­ha­us sol­len auch in Zukun­ft fort­ge­führt wer­den. Zu geg­ebe­ner Zeit laden wir Sie ger­ne zu den Semi­na­ren und Veran­stal­tun­gen ein. 

Wir wol­len ihnen aber nic­ht nur von unse­ren schmerz­lic­hen Erfa­hrun­gen, son­dern auch von den schönen und erfre­u­lic­hen Ere­i­g­nis­sen des zurüc­kli­e­gen­den Jahres beric­hten. In den ers­ten Dezem­ber­ta­gen besuc­hten wie­der Tau­s­ende unse­ren Advents­markt. Manc­he Stän­de mus­s­ten sogar schon vor Ende des Mark­tes schli­e­ßen, da sie res­tlos aus­ver­ka­u­ft waren. Bei der klös­ter­lic­hen Wei­hnac­ht­s­fe­i­er am Hei­li­gen Abend musi­zi­er­te auch in die­sem Jahr unser bewähr­tes Trio. P. Leo­pold spi­el­te die Geige, P. Step­han saß am Kla­vi­er und P. Gre­gor, der sei­ner viel geli­eb­ten Melo­di­ca untreu gewor­den war, gab sein Debüt auf der Ukulele. 

Zu Beginn des Jahres 2008 begle­i­t­ete uns der Gei­s­tlic­he Rek­tor Dr. Wil­fri­ed Hage­mann aus Mün­ster durch die Konventexerzitien. 

Am Fest der Tau­fe des Herrn, 13. Janu­ar, leg­te Fr. Lukas M. in einem sehr fei­er­lic­hen Pon­tifi­ka­lamt die ewige Pro­fess ab und band sich für immer an unse­re Geme­in­sc­ha­ft. Zusam­men mit sei­ner Fami­lie, Gäs­ten aus sei­ner Hei­mat­p­fa­rrei Todt­nau im Schwar­zwald, Fre­un­den aus sei­ner Schul­ze­it im Semi­nar St. Pir­min in Sas­bach, aus dem Regen­s­bur­ger Pri­e­s­ter­se­mi­nar und aus Sant’ Ansel­mo in Rom wur­de im Barock­sa­al mit dem Kon­vent gefe­i­ert. Am Hoc­hfest der Auf­na­hme Mari­ens in den Him­mel, 15. August, erhi­elt Fr. Lukas M. die litur­gi­sc­hen Bea­u­f­tra­gun­gen zum Dienst des Lek­tors und Akolythen. 

Beson­ders froh sind wir über den Absc­hluss der Gesam­tre­s­ta­u­ri­e­rung unse­rer Klo­s­ter­kirc­he nach nun­me­hr neun Jahren. am Fest Kre­u­zer­höhung, 14. Sep­tem­ber, wur­de die­ser Anlass groß gefe­i­ert. S.E. Der Hoc­hwür­dig­s­te Herr Diöze­san­bi­sc­hof Dr. Ger­hard Ludwig Mül­ler zele­bri­er­te das Pon­tifi­ka­lamt und seg­n­ete den neu­en Ambo. Die­ser war vom Bild­ha­u­er Alfred Bösc­hl aus Adl­ha­u­sen in Bron­ze­guss gesc­haf­fen wor­den. Er entwarf auch das neue Chor­ge­s­tühl und die Sedi­li­en im Pre­s­byte­ri­um. Die Schre­i­ne­rar­be­i­ten führ­te die Fir­ma Anton Huber aus Rohr aus. Die Wel­ten­bur­ger Musik­ge­me­in­sc­ha­ft trug unter Lei­tung von Herrn Prof. Josef Kohl­häu­fl sehr zur Fei­er­lic­hke­it der Litur­gie bei, indem sie die Mes­se in G‑Dur von Franz Schu­bert erklin­gen ließ. Nach einem fes­tlic­hen Mit­ta­ges­sen mit den Gäs­ten fand in der Kirc­he ein Fes­takt statt. Der baye­ri­sc­he Mini­s­ter­präs­ident Herr Dr. Günt­her Beck­s­te­in gab uns die Ehre sei­nes Kom­mens und ric­ht­ete sein Wort an die Fest­ver­sammlung. Der Lei­ter des Sta­a­tlic­hen Bau­am­tes Herr Rein­hard Piper erläu­ter­te die Bau­ma­ßna­hme. Den gro­ßen Fest­vor­trag unter dem Thema „Wel­ten­burg – ein Lob der Schöp­fung“ hielt der Gene­ral­kon­ser­va­tor des Baye­ri­sc­hen Lan­de­sam­tes für Denk­mal­p­fl­ege Herr Prof. Dr. Egon Gre­i­pl. Gru­ßwor­te sprac­hen der Hwst. Herr Diöze­san­bi­sc­hof, Lan­drat Herr Dr. Hubert Fal­ter­me­i­er und der drit­te Bür­ger­me­i­s­ter der Stadt Kel­he­im Herr Alo­is Beck­s­te­in. Herr Bern­hard Hägel­sper­ger und unser P. Step­han umra­hm­ten den Fes­takt mit Stüc­ken für Trom­p­ete und Orgel musi­ka­li­sch. Im Ansc­hluss lud die Klo­s­ter­bra­u­e­rei im Hof alle Anwe­sen­den zu einem Umtrunk und Bre­zen ein. 

Ein wei­te­res gro­ßes Fest wur­de am 3. Okt­ober in Wel­ten­burg gefe­i­ert. Um das Jubi­läum der Wie­der­be­grün­dung der Baye­ri­sc­hen Bene­dik­ti­ner­kon­gre­ga­ti­on vor 150 Jahren zu bege­hen, tra­fen sich etwa 150 Mönc­he und Non­nen aus den ver­sc­hi­e­de­nen Klös­tern bei uns. S.E. der Hoc­hwür­dig­s­te Herr Bisc­hof em. Dr. Vik­tor Dam­merz OSB zele­bri­er­te zusam­men mit den Präsi­des der Baye­ri­sc­hen, Schwe­i­zer, Beu­ro­ner und Öste­rre­ic­hi­sc­hen Kon­gre­ga­ti­on und den Äbten der baye­ri­sc­hen Abte­i­en das Pon­tifi­ka­lamt. Die ansc­hli­e­ßend gepl­ante Schifffa­hrt durch den Dona­u­durc­hbruch konn­te lei­der wegen Nie­dri­gwas­ser nic­ht statt­fin­den. Mit drei Bus­sen mus­s­ten des­halb erst alle nach Kel­he­im gebrac­ht wer­den, um von dort aus auf dem Kanal und der Donau kna­pp zwei Stun­den mit dem Schiff zu fahren. Während der Fahrt aß man auf dem Schiff zu Mit­tag. Nach der Rüc­kke­hr eröffn­ete Abt­präses Dr. Gre­gor Zasc­he OSB den Fes­takt. Der baye­ri­sc­he Sta­ats­mi­ni­s­ter Herr Dr. Tho­mas Goppel und der amti­e­r­ende Kel­he­i­mer Bür­ger­me­i­s­ter Herr Alo­is Beck­s­te­in sprac­hen Gru­ßwor­te. Den Fest­vor­trag über Sinn und Zweck einer mona­s­ti­sc­hen Kon­gre­ga­ti­on hielt der Abt von Ein­si­e­deln Mar­tin Wer­len OSB. Die musi­ka­li­sc­he Ges­tal­tung hat­te ein Stre­ic­hqu­ar­tett des Gym­na­si­ums der Abtei St. Step­han in Aug­s­burg über­nom­men. Mit der Fei­er der Pon­tifi­kal­ves­per end­ete der Festtag. 

Zum Absc­hluss der Res­ta­u­ri­e­rung der Kirc­he wur­de eine neue Aus­s­tel­lung im Infor­ma­ti­ons­zen­trum eröffnet. Unter dem Mot­to „Als der Barock baye­ri­sch wur­de – Die Asams in Wel­ten­burg“ ers­tellte dazu Frau Dr. Maria Bau­mann vom Diöze­sa­n­mu­se­um in Regen­s­burg das Kon­ze­pt. Auf Infor­ma­ti­ons­fa­hnen und anhand von Model­len wird ver­suc­ht die Bau­ge­sc­hic­hte ansc­ha­u­lich wer­den zulas­sen und einen Blick in die Werk­s­tatt eines baroc­ken Kün­stlers zu geben. Der Kul­tu­rre­fe­rent der Stadt Regen­s­burg, Herr Kle­mens Unger, eröffn­ete die­se mit einem Fest­vor­trag am 23. Juli. Mit­tle­rwe­ile liegt die­ser dank der finan­zi­el­len För­de­rung durch die Klo­s­ter­bra­u­e­rei und die Klo­s­ter­sc­hen­ke auch in gedruck­ter Form vor und kann bei uns bes­tellt wer­den. Die Aus­s­tel­lung erfre­ut sich gro­ßen Zus­pruc­hs und kann noch bis Novem­ber 2009 besuc­ht werden.

Zum Hoc­hfest des hei­li­gen Bene­dikt am 11. Juli hat­ten wir Abt em. Dr. Chri­s­ti­an Schütz von Schwe­i­kl­berg als Hau­pt­ze­le­brant und Pre­di­ger zum Pon­tifi­ka­lamt ein­ge­la­den. In sei­ner tie­fen und enga­gi­er­ten Pre­digt stellte er den Gläu­bi­gen der Klo­s­ter­p­fa­rre­i­en den hl. Bene­dikt als Mei­s­ter des mona­s­ti­sc­hen Lebens vor. Sei­ne Wor­te gip­fel­ten im Aus­ruf: „Lasst uns Mönc­he Mönc­he sein!“ Die musi­ka­li­sc­he Ges­tal­tung über­na­hmen wie auch in den ver­gan­ge­nen Jahren die Bläser aus Reb­dorf bei Eic­hs­tätt unter der Lei­tung von Herrn Wolf­gang Mühl­dor­fer. Zum ansc­hli­e­ßen­den Imbiss im Klo­s­ter­hof wur­de trotz wec­hsel­ha­f­ten Wet­ters eine Bläser­se­re­na­de dargeboten. 

Über den Besuch zahl­re­ic­her kirc­hlic­her Wür­den­träger dur­f­ten wir uns in die­sem Jahr wie­der beson­ders fre­u­en. Schon im Janu­ar kam der neu ernann­te Bisc­hof von Spe­yer, Dr. Karl-Heinz Wie­se­mann, zu einem Kurz­be­such. Nur wen­ige Tage später war S. Em. Joac­him Kar­di­nal Meis­ner von Köln eine kna­ppe Woc­he bei uns. Bei der abend­lic­hen Rekre­a­ti­on war er ein gefrag­ter Ges­präc­hs­part­ner. Im Juli ver­brac­hten die bei­den aus unse­rem Bis­tum stam­men­den Bisc­höfe em. Dr. Oswald Hir­mer und Dr. Fri­e­drich Lobin­ger, Süda­fri­ka, einen kle­i­nen Teil ihres Hei­ma­tur­la­u­bes bei uns. Einen Monat später war Wei­hbi­sc­hof em. Dr. Gerd Dic­ke mit dem Gene­ral­vi­kar von Aac­hen Man­fred von Hol­tum eine Woc­he in Wel­ten­burg. Während die­ser Zeit kam auch Wei­hbi­sc­hof Matt­hi­as König aus Pader­born für eine Urla­ub­swoc­he. Am Fest der Herz-Mariä-Bru­der­sc­ha­ft zele­bri­er­te er das Pon­tifi­ka­lamt. Wei­hbi­sc­hof Dr. Hans-Joc­hen Jasc­hke, Ham­burg, nahm an einer Tagung der Bun­de­s­po­li­zei im Gäs­te­ha­us teil. Erz­bi­sc­hof Simon Nta­mw­ana aus Git­ega, Bru­run­di, besuc­hte uns im Okt­ober anläss­lich sei­nes Aufent­hal­tes in Eic­hs­tätt zum Sonn­tag der Weltmission. 

Inzwi­sc­hen lau­fen schon wie­der die Vor­be­re­i­tun­gen für den Klo­s­ter­markt auf Hoc­hto­u­ren. Mit 24 Stän­den ist die Kapa­zi­tät voll aus­ge­sc­höp­ft. Beim musi­ka­li­sc­hen Rahmen­pro­gramm wird nic­ht nur die Wel­ten­bur­ger Musik­ge­me­in­sc­ha­ft wie­der ein Kon­zert anbi­e­ten, son­dern auch der von P. Step­han gegrün­d­ete „Jugendc­hor“ auf­tre­ten. Wenn der Markt been­det ist, kehrt für ein­ige Woc­hen die „Win­te­rru­he“ in Wel­ten­burg ein. 

Wir dan­ken Ihnen für alle Zeic­hen der Ver­bun­den­he­it während des ver­gan­ge­nen Jahres, nic­ht zuletzt für Ihre Ante­il­na­hme am Heim­gang unse­rer bei­den Mit­brüder Fr. Rupert und P. Leopold. 

Wir wün­sc­hen Ihnen mit Ihren Ange­höri­gen eine besinn­lic­he Advents­ze­it, ein gna­den­re­ic­hes Fest der Geburt des Herrn und Got­tes seg­nen­des Gele­it durch das Jahr 2009! 

Abt Tho­mas M. Fre­i­hart OSB 
und der Kon­vent der Abtei Weltenburg

Abschluss der Gesamtrestaurierung der Klosterkirche

Am Fest Kre­u­zer­höhung, 14. Sep­tem­ber 2008, wur­de der Absc­hluss der Gesam­tre­s­ta­u­ri­e­rung der Abtei- und Pfa­rr­kirc­he gefe­i­ert. Der Hoc­hwür­dig­s­te Herr Diöze­san­bi­sc­hof Dr. Ger­hard Ludwig Mül­ler zele­bri­er­te das Pon­tifi­ka­lamt und seg­n­ete den neu­en Ambo. Die­ser war vom Bild­ha­u­er Alfred Bösc­hl aus Adl­ha­u­sen in Bron­ze­guss gesc­haf­fen wor­den. Er entwarf auch das neue Chor­ge­s­tühl und die Sedi­li­en im Pre­s­byte­ri­um. Die Schre­i­ne­rar­be­i­ten führ­te die Fir­ma Anton Huber aus Rohr aus. Die Wel­ten­bur­ger Musik­ge­me­in­sc­ha­ft trug unter Lei­tung von Herrn Prof. Josef Kohl­häu­fl sehr zur Fei­er­lic­hke­it der Litur­gie bei, indem sie die Mes­se in G‑Dur von Franz Schu­bert erklin­gen ließ. Nach einem fes­tlic­hen Mit­ta­ges­sen mit den Gäs­ten fand in der Kirc­he ein Fes­takt statt. Der baye­ri­sc­he Mini­s­ter­präs­ident Herr Dr. Günt­her Beck­s­te­in gab dem Klo­s­ter die Ehre sei­nes Kom­mens und ric­ht­ete sein Wort an die Fest­ver­sammlung. Der Lei­ter des Sta­a­tlic­hen Bau­am­tes Herr Rein­hard Piper erläu­ter­te die Bau­ma­ßna­hme. Den gro­ßen Fest­vor­trag unter dem Thema „Wel­ten­burg – ein Lob der Schöp­fung“ hielt der Gene­ral­kon­ser­va­tor des Baye­ri­sc­hen Lan­de­sam­tes für Denk­mal­p­fl­ege Herr Prof. Dr. Egon Gre­i­pl. Gru­ßwor­te sprac­hen der Hwst. Herr Diöze­san­bi­sc­hof, Lan­drat Herr Dr. Hubert Fal­ter­me­i­er und der drit­te Bür­ger­me­i­s­ter der Stadt Kel­he­im Herr Alo­is Beck­s­te­in. Herr Bern­hard Hägel­sper­ger und unser P. Step­han umra­hm­ten den Fes­takt mit Stüc­ken für Trom­p­ete und Orgel musi­ka­li­sch. Im Ansc­hluss lud die Klo­s­ter­bra­u­e­rei im Hof alle Anwe­sen­den zu einem Umtrunk und Bre­zen ein.

Einen kur­zen Über­blick über die Gesam­tre­s­ta­u­ri­e­rung gibt die Pres­se­in­for­ma­ti­on des Sta­a­tlic­hen Bau­am­tes, ver­fasst von Ger­hard Haslbeck

Einen umfan­gre­ic­hen Ein­blick in die Gesam­tre­s­ta­u­ri­e­rung bie­tet das Buch “Gesam­tin­stand­set­zung Klo­s­ter­kirc­he Wel­ten­burg”, hera­u­s­ge­g­eben 2008 vom Sta­a­tlic­hen Bau­amt Lands­hut, Redak­ti­on Ger­hard Hasl­beck, 132 Sei­ten mit zahl­re­ic­hen far­bi­gen Abbil­dun­gen (Fotos und Zeichnungen) 
Das Buch kann direkt per Fax oder Bri­ef bes­tellt werden: 
Bes­tellfor­mu­lar (PDF)

Nach Absc­hluss aller Res­ta­u­ri­e­rung­sar­be­i­ten in der Klo­s­ter­kirc­he wur­den neue Pano­ra­ma­a­uf­na­hmen von ver­sc­hi­e­de­nen Stand­punk­ten aus ange­fer­tigt und zu einer vir­tu­el­len Bege­hung zusammengefasst: 
360° Pano­ra­ma der Kirche

Jahresbericht 2007

Advent 2006 – Advent 2007

Stra­hlen­der Son­nen­sc­he­in bele­uc­htet in die­sen Tagen das letz­te bun­te Herb­s­tla­ub der Wäl­der am Dona­u­durc­hbruch. War bis­her zu Aller­he­i­li­gen die Tou­ri­s­ten­sa­i­son been­det, so dehnt sie sich heu­er erst­mals län­ger aus. Denn die Klo­s­ter­sc­hen­ke und auch unser Infor­ma­ti­ons­zen­trum im Fel­sen­kel­ler haben bis zum 23. Dezem­ber am Woc­he­n­ende geöffnet. Tat­säc­hlich fin­den sich auch wei­ter­hin Ein­zel­ne und Gru­ppen in Wel­ten­burg ein. Sie kön­nen das Klo­s­ter ohne den manc­hmal vor­he­rr­sc­hen­den Rum­mel in einer Stil­le geni­e­ßen, in der man sich eine Bene­dik­ti­ne­rab­tei vor­s­tellt. Das wis­sen auch die Gäs­te unse­rer Bege­g­nungs­s­tät­te St. Georg zu schät­zen, in der nun seit einem Jahr Frau Kat­ja Beil ihre gro­ße Erfa­hrung als Hotel­fac­hfrau ein­bringt. Ihr ist es auch gelun­gen, die Bele­gung zu ste­i­gern. Herr Wolf­gang Kühnel wec­hsel­te zur Klo­s­ter­sc­hen­ke. Neu­er Küc­henc­hef unse­rer Klo­s­ter­küc­he ist nun Herr Jür­gen Lan­ger. Momen­tan wer­den auch die Vor­be­re­i­tun­gen zum Klo­s­ter­markt getrof­fen, der zum 1. Advent bere­its zum fün­f­ten Mal statt­fin­det. Die Reso­nanz ist so groß, dass wie­der zahl­re­ic­he Klös­ter aus dem In- und Aus­land den Markt besc­hic­ken und alle Kapa­zi­täten aus­ge­sc­höp­ft sein werden.

Vie­le Besuc­her äußern ihre Fre­u­de an der gelun­ge­nen Res­ta­u­ri­e­rung der Abte­i­kirc­he, die in neu­em Glanz ers­tra­hlt. Die gro­ßen Gerüs­te wur­den Mit­te Dezem­ber des ver­gan­ge­nen Jahres abge­ba­ut. Kle­i­ne­re Arbe­i­ten wer­den in Kür­ze auch been­det sein, sodass im kom­men­den Jahr der Absc­hluss der umfas­sen­den Reno­vi­e­rung gefe­i­ert wer­den kann, die acht Jahre geda­u­ert hat. Bei den zahl­re­ic­hen Kirc­hen­führun­gen wird P. Leo­pold durch einen gro­ßen Kre­is von Tou­ri­s­tik­führern unter­s­tützt. Immer beli­eb­ter wird die Kom­bi­na­ti­on mit dem Infor­ma­ti­ons­zen­trum, sowie in die­sem Jahr erst­mals mit Bra­u­e­re­i­führun­gen, die am Woc­he­n­ende ange­bo­ten wer­den, selb­st­ver­s­tänd­lich mit einer Bier­pr­obe in der älte­s­ten Klo­s­ter­bra­u­e­rei der Welt.

Wenn­gle­ich das äußer­lich Sic­ht­b­are und Erleb­bare inte­res­sant ist, fra­gen doch vie­le Besuc­her immer wie­der nach dem Leben von uns Mönc­hen. Das ist auch für vie­le Leser die­ser Zei­len im Jahre­s­be­ric­ht das Gefrag­te­s­te. Des­halb möc­hten wir Sie gle­ich zu Beginn am Auf und Ab unse­res Kon­ven­tes teil­ne­hmen las­sen. Obwo­hl sich zahle­n­mäßig nic­hts zu ändern sche­int, haben uns zwei Mit­brüder ver­las­sen und zwei Pos­tu­lan­ten began­nen ihren Weg zum Klo­s­ter­l­eben. Fast genau ein Jahr nach sei­ner Ewi­gen Pro­fess ist Fr. Anto­ni­us aus Wel­ten­burg fort­ge­gan­gen, um in das öste­rre­ic­hi­sc­he Augu­s­ti­ner-Chor­he­rren­sti­ft St. Flo­ri­an über­zu­tre­ten. P. Tho­mas hat vom Hei­li­gen Stu­hl die erbe­te­ne Dis­pens von den Orden­s­ge­lüb­den erhal­ten und wur­de zum 1. Okt­ober in das Erz­bi­s­tum Bam­berg inkar­di­ni­ert. Im August tra­ten Herr Ralf Jahn aus Lic­hten­fels-Obe­rwal­len­stadt (er hat­te ger­ade das Diplom­stu­di­um Masc­hi­nen­bau abge­sc­hlos­sen) und Herr Peter Sti­er aus dem nahen Marc­hing bei Neustadt/Donau (er hat­te zuvor im Semi­nar St. Matt­hi­as / Wal­dram das Abi­tur bes­tan­den) ins Klo­s­ter ein, sodass nun wie­der Leben im Novi­zi­at ist. Mit gro­ßem Eifer leben sie sich schon gut in unse­re Geme­in­sc­ha­ft ein. Fr. Qui­rin hat mit dem Som­mer­se­me­s­ter 2007 in Regen­s­burg das Stu­di­um der Theo­lo­gie begon­nen und wohnt während der Vor­le­sungs­ze­it im dor­ti­gen Pri­e­s­ter­se­mi­nar. Fr. Lukas hat nach dem Vor­di­plom am Ende des Win­ter­se­me­s­ter 2006/2007 dort sei­ne Zel­te abge­broc­hen und ver­bringt nun sein Auswärts­stu­di­um an unse­rer Ordens­hoc­hsc­hule Sant’ Ansel­mo in Rom.

Unse­re Kon­ven­te­xer­zi­ti­en hielt zu Beginn des Jahres zum zwe­i­ten Mal Herr Pfa­rrer Josef Brand­ner, Pri­e­s­ter­se­el­sor­ger des Erz­bi­s­tums Münc­hen-Fre­i­sing. Dabei leg­te er aus­ge­wähl­te Psal­men aus. Wie schon in den Jahren zuvor gab er eben­so wie Herr Prof. Dr. Ludwig Mödl gut besuc­hte Pri­e­s­te­re­xer­zi­ti­en in unse­rem Gäs­te­ha­us. Daran nahm auch der Gene­ral­vi­kar des Bis­tums Dres­den, Dr. Kon­rad Zdar­sa teil, der kurz dara­uf zum Bisc­hof von Gör­litz ernannt wor­den ist. Zur Kon­vent­be­gle­i­tung kam wei­ter­hin Herr Gei­s­tlic­her Rek­tor Dr. Wil­fri­ed Hage­mann aus Mün­ster zu uns, der sich auch bere­it erklärt hat, die kom­men­den Kon­ven­te­xer­zi­ti­en zu halten.

Zwe­i­mal begab sich fast der gesam­te Kon­vent auf Rei­sen. Ein fes­ter Ter­min ist seit eini­gen Jahren die Ves­per im Regen­s­bur­ger Dom anläss­lich des Tages des Gott­ge­we­i­hten Lebens. Zu Beginn des „Gol­de­nen Okt­ober“ führ­te uns dann der Kon­ven­ta­u­s­flug in die Hei­mat von Fr. Qui­rin. Wir besic­htig­ten zunäc­hst die ehe­ma­l­ige Abte­i­kirc­he Tegern­see und san­gen dort nach der Kirc­hen­führung die Mit­tags­ho­re, bevor es zum Essen in das benac­hbar­te „Bräu­s­tüberl“ ging. Dann fuhren wir mit der Gon­del­ba­hn zum Wallberg hina­uf und sti­e­gen von der Berg­s­ta­ti­on auf den Gip­fel, der weite Fern­sic­ht auf die bere­its ver­sc­hne­i­ten Gip­fel der Alpen bot. Nach der Rüc­kke­hr bere­i­te­ten uns die Eltern Erlac­her in ihrem Gar­ten in Rot­tach-Egern einen herz­lic­hen Emp­fang bei Kaf­fee und Kuc­hen. Ansc­hli­e­ßend fuhren wir wei­ter zum Wallfa­hrt­sort Bir­ken­ste­in, wo wir die 1. Ves­per des Hoc­hfe­s­tes der Hei­li­gen Schut­zen­gel, dem Patro­zi­ni­um der Baye­ri­sc­hen Bene­dik­ti­ner­kon­gre­ga­ti­on, san­gen und am Okt­ober-Rosen­kranz teil­ne­hmen konn­ten. Im benac­hbar­ten Gast­ha­us stärk­ten wir uns bei einer Brot­ze­it für die Rück­fa­hrt. Eine Woc­he später lei­t­ete Zel­le­rar P. Bene­dikt den Betri­eb­sa­u­s­flug der Ange­s­tellten nach Andec­hs und St. Ottilien.

Bei unse­rem Aus­flug kam auch der neue Kle­in­bus zum Ein­satz, der Platz für neun Per­so­nen bie­tet. Er wur­de durch die Wer­bung und Spen­den ver­sc­hi­e­de­ner Fir­men der Regi­on ges­pon­sert. Ihnen sei auch an die­ser Stel­le unser aufric­hti­ger Dank aus­ge­s­proc­hen. Abt Tho­mas nahm Anfang Sep­tem­ber die Seg­nung des Fahr­ze­u­ges vor. Im Ansc­hluss daran waren die bete­i­lig­ten Fir­men mit dem Kon­vent im Barock­sa­al zum Aben­des­sen ein­ge­la­den. Auch für den Gäs­te-Shut­tle zu Park­platz und Bahn­hof, das Ein­ho­len der Obs­tern­te und deren Trans­port zur Mos­te­rei und zu vie­len ande­ren Gele­gen­he­i­ten hat sich das Auto schon bewährt. Da auch der Klo­s­ter­la­den und die Klo­s­ter­bra­u­e­rei durch Wer­be­fläc­hen ver­tre­ten sind, wird auf allen Fahr­ten die Auf­merk­sam­ke­it auf Wel­ten­burg gelenkt. Auch die Medi­en schen­ken dem Klo­s­ter am Dona­u­durc­hbruch mehr­mals im Jahr Beac­htung. In der Sen­de­re­i­he „Wirts­ha­u­s­ge­sc­hic­hten“ des Baye­ri­sc­hen Fern­se­hens wur­de am 29. Novem­ber vom bekann­ten Mode­ra­tor Mic­ha­el Harles die Klo­s­ter­sc­hen­ke vor­ge­s­tellt. Gedre­ht wur­de die Sen­dung bere­its an einem Sonn­tag im Som­mer, als Hoc­hbe­tri­eb herr­sc­hte. Zum Hoc­hfest der Auf­na­hme Mari­ens in den Him­mel, 15. August, trug Abt Tho­mas in der Sen­dung „Zeit und Ewig­ke­it“ medi­ta­ti­ve Gedan­ken zum Fest­ge­he­im­nis vor. Sie wur­den durch wun­der­sc­höne Bil­der aus unse­rer Kirc­he und aus der Land­sc­ha­ft um den Dona­u­durc­hbruch unterstrichen.

Zum Bene­dik­tu­s­fest am 11. Juli zele­bri­er­te Herr Bisc­hof em. Dr. Vik­tor Josef Dam­mertz OSB, Aug­s­burg, das Pon­tifi­ka­lamt und hielt die Pre­digt. Im Ansc­hluss waren wie­der alle Teil­ne­hmer zum Imbiss in die Gäs­te­s­pe­i­se­säle ein­ge­la­den, beson­ders die Gläu­bi­gen unse­rer Klo­s­ter­p­fa­rre­i­en. Ins­ge­samt 45 Jugend­lic­hen aus den vier Geme­in­den spen­d­ete Abt Tho­mas am 24. Mai das Sakra­ment der Fir­mung in der Klo­s­ter­kirc­he. In unse­ren Seel­sor­ge­s­pren­geln fand heu­er sowo­hl die „gro­ße“ wie die „kle­i­ne“ Visi­ta­ti­on statt, sodass uns mehr­mals Regi­o­nal­de­kan Johan­nes Hof­mann aus Neu­s­tadt wie Dekan Hans Mai­er aus Kel­he­im auf­suc­hten. Zwe­i­mal tag­te auch die Deka­nat­s­kon­fe­renz bei uns. P. Step­han hat­te zum zwe­i­ten Mal ein The­a­ter­s­tück gesc­hri­eben, dies­mal eine Komödie in zwei Akten: „Der Auf­s­tand der Alten“. Geme­in­sam mit P. Gre­gor und Teil­ne­hmern des mona­tlic­hen Sen­i­o­ren­nac­hmit­tags stra­pa­zi­er­te er die Lac­hmu­s­keln der Zusc­ha­u­er bei den Aufführungen.

Fr. Rupert mus­s­te sich über mehre­re Woc­hen zur ärz­tlic­hen Behand­lung in die Gold­berg­kli­nik in Kel­he­im beg­eben. Trotz­dem konn­te er in die­sem Jahr eine gro­ße Men­ge Honig schle­u­dern und eine reic­he Apfe­lern­te ein­brin­gen. Zum zwe­i­ten Mal ließ er aus den eige­nen Äpfeln Saft pres­sen, der sich gro­ßer Beli­ebt­he­it im Kon­vent erfre­ut. Fr. Simon konn­te am 24. Janu­ar mit einer Dele­ga­ti­on sei­ner Hei­mat­s­tadt Titt­mo­ning in Rom an einer Pri­va­ta­u­di­enz des Hei­li­gen Vaters, Papst Bene­dikt XVI., teil­ne­hmen, dem die Ehren­bür­ge­rwür­de ver­li­e­hen wur­de. Abt Tho­mas weil­te im Okt­ober eine Woc­he in der ewi­gen Stadt, um am Kon­zert des Baye­ri­sc­hen Rund­funks für den Papst teil­zu­ne­hmen, das gro­ße Beac­htung fand und live im Fern­se­hen über­tra­gen wur­de. P. Cle­mens nimmt trotz sei­ner 81 Jahre und eini­ger Alter­s­be­sc­hwer­den täglich an den Mahl­ze­i­ten, dem Kon­ven­tamt und den mei­s­ten Horen des Chor­ge­be­tes teil.

Wie immer in der Spar­gel­ze­it waren die Äbte der Nac­hbar­klös­ter im Juni zum „Kle­i­nen Äbte­tref­fen“ ein­ge­la­den. Zu den beson­de­ren Gäs­ten gehör­te im Okt­ober Herr Dom­ka­pellme­i­s­ter em. Georg Rat­zin­ger, der Bru­der von Papst Bene­dikt XVI. Bei der Führung durch die Kirc­he und das Klo­s­ter spi­el­te er auch ein­ige Tak­te auf der his­to­ri­sc­hen Bran­den­ste­in-Orgel. Am 11. Novem­ber erfre­u­te uns Herr Bisc­hof Dr. Gre­gor Maria Han­ke OSB aus Eic­hs­tätt durch sei­nen Besuch. Ende Juli zele­bri­er­te der Neu­pri­e­s­ter Andre­as Schwe­i­mer aus dem Bis­tum Ful­da das sonn­täglic­he Kon­ven­tamt und spen­d­ete den Pri­miz­se­gen. Auch in die­sem Jahr waren der Regi­e­rung­s­präs­ident von Nie­der­ba­yern, Herr Dr. Wal­ter Zit­zel­sber­ger, und der Kel­he­i­mer Lan­drat, Herr Dr. Hubert Fal­ter­me­i­er, zu Gast. Herr Dr. Zit­zel­sber­ger trat Ende April in den Ruhe­s­tand. Wir dan­ken ihm für die viel­fac­he Unter­s­tüt­zung bei den Reno­vi­e­rungs­ma­ßna­hmen und der Erric­htung des Hoc­hwas­ser­sc­hut­zes. Die Ver­bin­dung soll auch kün­f­tig nic­ht abre­i­ßen. Bei einem Antritt­s­be­such im Land­kre­is Kel­he­im kam der neue Regi­e­rung­s­präs­ident Heinz Grun­dwald, auch in unser Klo­s­ter. Eine EU-Dele­ga­ti­on besuc­hte im Rahmen der „Leader+“-Förderungen im März das Informationszentrum.

Vie­le Men­sc­hen fra­gen uns immer wie­der nach dem Erfolg der Maßna­hmen des Hoc­hwas­ser­sc­hut­zes. Ende Mai sti­eg der Pegel der Donau beden­klich an, sodass die Feu­e­rwe­hr Kel­he­im die Räu­mung des Klo­s­ter­ho­fes anord­n­ete und mit dem Auf­bau der mobi­len Ele­men­te begann. Aller­dings zeig­te sich dann noch am Abend, dass die befürc­hte­ten Höhen nic­ht erre­ic­ht wür­den, sodass es zu kei­ner „Bewährung­s­pr­obe“ kam. Ein Probe­a­uf­bau wur­de schon Mit­te März vor­ge­nom­men, als in unse­rem Gäs­te­ha­us an zwei Tagen die Baye­ri­sc­hen Was­se­rwirt­sc­ha­ft­säm­ter tag­ten. Zu die­sem Anlass weil­te auch Herr Sta­ats­mi­ni­s­ter Dr. Wer­ner Schna­ppa­uf bei uns.

Was­ser scha­d­ete uns aller­dings „von oben“. Eben­falls im Mai kam es zu mehre­ren Rohr­brüc­hen in den völ­lig verro­s­te­ten Was­ser­le­i­tun­gen im ers­ten Stock des Kla­u­sur­gangs, sodass rot­bra­u­nes Was­ser durch die Gewöl­be im Kre­uz­gang drang. Des­halb wur­de eine völ­lige Erne­u­e­rung der alten Lei­tun­gen erfor­der­lich, was mit viel Lärm und Schmutz ver­bun­den war. Unser Dank gebührt vor allem dem gro­ßen Ein­satz unse­res bewähr­ten Instal­la­te­urs, Herrn Rudolf Mayer aus Kel­he­i­mwin­zer, und der Bau­fir­ma Max Prock GmbH aus Dietfurt.

Lie­be Leser, wir möc­hten auch Ihnen dan­ken, dass Sie uns wie­der die Tre­ue gehal­ten haben und auf so manc­he Wei­se Ihre Ver­bun­den­he­it zum Aus­druck gebrac­ht haben, sei es durch einen Besuch im Klo­s­ter, Ihr Gebet­s­ver­s­prec­hen, Ihre Mit­gli­ed­sc­ha­ft im Fre­un­de­s­kre­is oder durch Ihre Spen­den. Möge Gott es Ihnen reic­hlich ver­gel­ten. Ger­ne geden­ken wir Ihrer wei­ter­hin in unse­ren Gebe­ten und bei der Fei­er der Hei­li­gen Messe.

Wir wün­sc­hen Ihnen nun eine besinn­lic­he Advents­ze­it, ein fro­hes Wei­hnac­ht­s­fest und Got­tes Gele­it in das Jahr des Herrn 2008

Ihre Bene­dik­ti­ner von Weltenburg

Jahresbericht 2006

Advent 2005 — Advent 2006

Den Mönc­hen und Non­nen unter den Lesern und Hörern ist es wohl selb­st­ver­s­tänd­lich, dass die mei­s­ten Jahre­s­be­ric­hte nic­ht am 1. Janu­ar begin­nen, son­dern mit dem Advent. Denn abwe­ic­hend vom bür­ger­lic­hen Kalen­der beginnt ja das Kirc­hen­ja­hr schon mit dem I. Advent. Ent­s­prec­hend ers­treckt sich der Zei­tra­um unse­rer Beric­hter­s­tat­tung von Anfang Dezem­ber bis Ende November.

Den Rahmen bil­det nun schon zum vier­ten mal unser “Wel­ten­bur­ger Klo­s­ter­markt”. Die Vor­be­re­i­tun­gen beim Auf­s­tel­len der Stän­de, Schmüc­ken des klös­ter­lic­hen Are­als, dem Herric­hten unse­res Ange­bo­tes und vie­ler ande­rer Din­ge lau­fen auf Hoc­hto­u­ren. Im Vor­ja­hr haben wie­der über 20 Klös­ter aus nah und fern und ein­ige kirc­hlic­he Gru­ppi­e­run­gen aus unse­ren Pfa­rre­i­en an drei Tagen für Tau­s­ende von Besuc­hern ihre Pro­duk­te ange­bo­ten und für das lei­blic­he Wohl gesorgt. Der Chor der Wel­ten­bur­ger Musik­ge­me­in­sc­ha­ft ges­tal­t­ete das sonn­täglic­he Kon­ven­tamt musi­ka­li­sch mit.

Dass die­ses auch heu­er wie­der möglich sein wird, ist gar nic­ht so selb­st­ver­s­tänd­lich. Denn erst seit zwei Woc­hen ist die Klo­s­ter­kirc­he wie­der une­in­ge­sc­hränkt zugän­glich. Während der Sani­e­rung des Fun­da­men­tes im Kirc­hen­kel­ler stürz­te auf­grund des kie­si­gen Bau­grun­des am 23. Okt­ober ein Pfe­i­ler ein. Das ein­stür­z­ende Gewöl­be­te­il riss ein etwa 4 m² gro­ßes Loch in den Mit­tel­gang des Kirc­hen­bo­dens. Gott sei gedankt, dass nie­mand ver­letzt wur­de. Der Scha­den wur­de zügig beh­oben und die ande­ren lau­fen­den Arbe­i­ten konn­ten fort­ge­setzt wer­den, so dass für das kom­mende Jahr der Absc­hluss der lang­jähri­gen Kirc­hen­re­no­vi­e­rung (seit 1999) erhof­ft wird. Da inzwi­sc­hen nur noch die Süd­se­ite innen in hal­ber Höhe ein­ge­rüs­tet ist, kön­nen die zahl­re­ic­hen Besuc­her schon seit län­ge­rem die neu leuc­ht­ende Prac­ht der Asam-Kirc­he bewun­dern. Unter­s­tützt wird das auch durch die Instal­la­ti­on einer neu­en Bele­uc­htung. P. Leo­pold weist bei den Kirc­hen­führun­gen beson­ders auf die posi­ti­ven Verän­de­run­gen durch die Res­ta­u­ri­e­rung hin. Inzwi­sc­hen sind für den Klo­s­ter­la­den auch ein­ige aktu­el­le Ansic­ht­s­kar­ten gedruckt wor­den. Immer mehr Gru­ppen kom­bi­ni­e­ren die Kirc­hen­führun­gen mit einem Besuch des Infor­ma­ti­ons­zen­trums im Fel­sen­kel­ler, in dem sich während der Sai­son an der Kas­se Herr Torc­hal­la aus Kel­he­im und Frau Hec­ht aus Sta­u­bing abwec­hseln. Die Zahl von ca. 21.500 Besuc­hern im zurüc­kli­e­gen­den Jahr zeigt, dass der neu gesc­haf­fe­ne Aus­s­tel­lung­s­ra­um gut ange­nom­men wird.

Die Donau brac­hte auch in die­sem Jahr wie­der ein­ige Male kle­i­ne­re Hoc­hwäs­ser. Im März war der Ansti­eg so rasch, dass die Bau­s­tel­le des Hoc­hwas­ser­sc­hut­zes unter Was­ser stand und nic­ht uner­he­blic­he Schäden verur­sac­hte. Im Gebäu­de sel­ber waren dies­mal “nur” die Kel­ler über­flu­tet. Um so mehr wur­de allen die Notwen­dig­ke­it der Schutz­ma­ßna­hmen vor Augen geführt. Am 27. Janu­ar erfolg­te dazu der “Ers­te Spa­ten­stich” durch den geme­in­sa­men Kno­pf­druck von Sta­ats­se­kre­tär Dr. Otmar Bern­hard, Regi­e­rung­s­präs­ident Dr. Wal­ter Zit­zel­sber­ger, Lan­drat Dr. Hubert Fal­ter­me­i­er, Bür­ger­me­i­s­ter Fritz Mat­hes und Abt Tho­mas M. am Bohr­ge­rät für die Unter­grun­dab­dic­htung. Die­sem sym­bo­li­sc­hen Akt bei eisi­ger Käl­te waren Ans­prac­hen und Gru­ßwor­te im Barock­sa­al in Anwe­sen­he­it zahl­re­ic­her Gäs­te vora­u­s­ge­gan­gen. Nach einer zügi­gen Baup­ha­se konn­te bere­its am 12. Okt­ober die Einwe­i­hung vor­ge­nom­men wer­den. Ein wei­ter Weg, der nach dem Hoc­hwas­ser im August 2002 sei­nen Anfang genom­men hat­te, war an sein Ziel gekom­men. Kaum waren die enor­men Schäden des Pfing­st­hoc­hwas­sers 1999 beh­oben, war die­ses erne­u­te Hoc­hwas­ser eine “böse Übe­rra­sc­hung” und mac­hte die stän­d­ige Bedro­hung wie­de­rum bewusst. So begann man die Möglic­hke­i­ten eines Hoc­hwas­ser­sc­hut­zes für das Klo­s­ter näher zu prüfen. Ein­ge­h­ende Unter­suc­hun­gen von Sei­ten des Fre­i­s­ta­a­tes Bayern unter der Feder­führung des Was­se­rwirt­sc­ha­ft­sam­tes Lands­hut erbrac­hten schli­e­ßlich als Ergeb­nis die Durc­hführ­bar­ke­it des Schut­zes gegen ein hun­dert­jähri­ges Hoc­hwas­ser. Posi­tiv konn­te auch die Fra­ge bean­twor­tet wer­den, ob die Aus­führung mit einem ver­tret­ba­ren und ver­hält­nis­mäß­ig­em finan­zi­el­lem Aufwand gesc­he­hen könne.

Im neu ges­tal­te­ten wes­tlic­hen Vor­hof war anläss­lich der Einwe­i­hung ein Fes­takt. Herr Sta­ats­mi­ni­s­ter Dr. Wer­ner Schna­ppa­uf hielt vor zahl­re­ic­her Pro­mi­nenz aus Poli­tik und Kirc­he sowie den Pla­nern und den Veran­twor­tlic­hen der bete­i­lig­ten Fir­men die Fes­tan­s­prac­he. Nach den Reden erfle­hte der Abt den Segen Got­tes für die Hoc­hwas­ser­sc­hutz­ba­u­ten. Geme­in­sam mit dem Mini­s­ter und dem Lan­drat leg­te er ein­ige Dammbal­ken auf als Zeic­hen der offi­zi­el­len Inbe­tri­eb­na­hme des Flut­sc­hut­zes. Sogar die Tages­sc­hau zeig­te in ihrer Hau­p­ta­u­s­ga­be am Abend die­se Sze­ne. Die Einwe­i­hung kann man als ein gesc­hic­htlic­hes Ere­i­g­nis betrac­hten. Mit den nun aus­ge­führ­ten Maßna­hmen ist eine stän­d­ige Bedro­hung für die Klo­s­te­ran­la­ge gebannt, mit der jede Gene­ra­ti­on der Mönc­he in der 1400jährigen Gesc­hic­hte der Abtei leben und zurec­ht kom­men mus­s­te. Das bede­u­tend­s­te Ele­ment des Schut­zes ist die Unter­grun­dab­dic­htung, die in den anste­hen­den Fels in bis zu 10 Metern Tie­fe ein­bin­det. Sie ver­hin­dert den Hoc­hwas­se­ran­drang der Donau über den Unter­grund. Gewählt wur­de eine Abdic­htung im Hochdruckinjektionsverfahren(HDI) um die Außen­front der Klo­s­te­ran­la­ge an der Fluss­se­ite auf einer Län­ge von ca. 300m. Dabei wird ein Was­ser-Zement­ge­mi­sch unter Hoc­hdruck, das hei­ßt mit bis zu 400 bar, in den Unter­grund gepresst. Dort ver­bin­det es sich mit dem anste­hen­den Kies und Sand zu einer durc­hge­hen­den etwa 1,50m star­ken säu­len­för­mi­gen Dic­htwand, die an die Fun­da­men­te des Gebäu­des anbin­det. Der Hoc­hwas­ser­sc­hutz ist in Wel­ten­burg “denkmalverträglich“gelöst. Das Gesam­ten­sem­ble des Klo­s­ters mit sei­ner ein­ma­li­gen Lage am Dona­u­u­fer ist nic­ht bee­in­träc­htigt. Ein Probe­a­uf­bau der Ver­sc­hlüs­se an den Fen­stern, Türen und Toren durch die Fre­i­wil­lige Feu­e­rwe­hr Kel­he­im zeig­te, dass etwa fünf Stun­den Arbe­it dazu notwen­dig sind. Die mobi­len Ele­men­te des Hoc­hwas­ser­sc­hut­zes wer­den in einer Sche­u­ne auf dem Buc­hhof gelagert.

Erhe­blic­he Was­ser­sc­häden verur­sac­hte im Klo­s­ter aber nic­ht nur die Donau. Am 26. Juni platz­ten nach einem näc­htlic­hen Gewit­ter über einem Bibli­ot­hek­s­gang im Dac­hge­sc­hoß Hei­zung­s­ro­hre und lie­ßen hei­ße Was­ser­s­tröme über den his­to­ri­sc­hen Buc­hbe­s­tand der Bibli­ot­hek nie­der­ge­hen. Nic­ht nur an den wert­vol­len Büc­hern, son­dern auch am Mau­e­rwerk und der Bele­uc­htung ent­s­tan­den beträc­htlic­he Schäden.

Ange­sic­hts des vie­len Regens und kühler Tem­pe­ra­tu­ren im sonst “hoc­hsom­mer­lic­hen” August mac­hten sich manc­he Sor­gen, ob bis zum “Jahr­ta­u­sen­de­re­i­g­nis” des Pap­st­be­suc­hes in Bayern eine Wet­ter­bes­se­rung ein­tre­ten wür­de. Im Sep­tem­ber konn­ten dann alle sehr froh sein über den stra­hlen­den Son­nen­sc­he­in während des Pap­st­be­suc­hes, der dann den gan­zen Monat anhi­elt. Fast alle Mit­brüder nahmen an den Got­tes­di­en­sten und ver­sc­hi­e­de­nen Bege­g­nun­gen mit Papst Bene­dikt XVI. teil, vor allem in Altöt­ting und auf dem Islin­ger Feld bei Regen­s­burg. Im Zuge der Vor­be­re­i­tung die­ser beson­de­ren Tage kamen schon Anfang Sep­tem­ber Ver­tre­ter der Pfa­rrei St. Bene­dikt aus Obe­ris­ling zum sonn­täglic­hen Kon­ven­tamt und über­brac­hten im Rahmen ihrer Akti­on “Bene-Lux” ein Lic­ht, mit dem die Altar­ker­zen ent­zün­det wur­den. Da Joseph Rat­zin­ger schon in sei­ner Zeit als Pro­fes­sor in Regen­s­burg mit Wel­ten­burg ver­bun­den war und er auch später als Kar­di­nal zu Besuch war, erhof­fte sich manc­her, dass unser Klo­s­ter auch eine Sta­ti­on im Rahmen sei­nes Hei­mat­be­suc­hes sein könn­te. Auf­grund des gedräng­ten Pro­gramms war die­se Hoffnung, wie zu erwar­ten war, nic­ht zu erfül­len. Den­noch stra­hl­te der Glanz des Pap­st­be­suc­hes in beson­de­rer Wei­se auch auf Wel­ten­burg. Am “pri­va­ten Tag” des Pap­s­tes in Regen­s­burg stat­t­ete das “Segu­ito papa­le” unse­rem Klo­s­ter einen Besuch ab. Das Päp­s­tlic­he Gefol­ge reiste mit dem Schiff von Kel­he­im durch den Dona­u­durc­hbruch an. Abt Tho­mas gele­i­t­ete die hohen Gäs­te zur Abte­i­kirc­he und hielt für sie eine Kirc­hen­führung in ita­li­e­ni­sc­her Sprac­he. Ansc­hli­e­ßend fei­er­ten die Gäs­te mit dem Kon­vent ein Pon­tifi­ka­lamt, bei dem Kar­di­nal­sta­at­se­kre­ätr Ange­lo Sod­ano der Hau­pt­ze­le­brant war. Fri­e­drich Kar­di­nal Wet­ter hielt die Pre­digt über das mari­a­ni­sc­he und bene­dik­ti­ni­sc­he Bayern. Unter den Kon­ze­le­bran­ten waren auch der Apo­s­to­li­sc­he Nun­ti­us in Deut­sc­hland, Erz­bi­sc­hof Erwin Josef Ender, der päp­s­tlic­he Zere­mo­ni­ar Erz­bi­sc­hof Pie­rro Mari­ni, der Sub­s­ti­tut im Sta­ats­se­kre­ta­ri­at Erz­bi­sc­hof Leo­nar­do San­dri, der Bisc­hof von Pas­sau Wil­helm Schraml. Am Got­tes­di­enst nahm auch der Kar­di­nal von Kins­ha­sa teil. Ansc­hli­e­ßend ver­sam­mel­te sich das Päp­s­tlic­he Gefol­ge und der Kon­vent zum geme­in­sa­men Mit­ta­ges­sen im Spe­i­se­sa­al St. Mar­tin, bei dem baye­ri­sc­he Geric­hte auf­ge­ti­sc­ht wur­den. Gegen Ende konn­ten wir dann auch Wal­ter Kar­di­nal Kas­per begrüßen, der am Vor­mit­tag noch eine ande­re Ver­p­flic­htung in Regen­s­burg hat­te. In der Mit­tag­s­pa­u­se, unter­na­hm P. Pri­or Bene­dikt eine Führung zur Fra­u­en­berg-Kapel­le. Dann rei­s­ten die hohen Wür­den­träger der römi­sc­hen Kurie wei­ter in die Nac­hba­rab­tei Rohr.

Während des gan­zen Jahres besuc­hten auch wei­te­re beson­de­re Gäs­te unser Klo­s­ter. Den Anfang mac­hte Bisc­hof Egon Kapel­la­ri von Graz-Sec­kau, der mit 30 Pri­e­s­tern sei­ner Diöze­se kam und das sonn­täglic­he Kon­ven­tamt mit Pre­digt zele­bri­er­te. Zwei Woc­hen später folg­te ihm der Pader­bor­ner Wei­hbi­sc­hof Karl-Heinz Wie­se­mann. Anläßlich sei­nes 70. Geburt­s­ta­ges luden wir am Hoc­hfest des hl. Bene­dikt, dem 21. März, Prof. Josef Kohl­häu­fl, den lang­jähri­gen Lei­ter der Wel­ten­bur­ger Musik­ge­me­in­sc­ha­ft, zum Mit­ta­ges­sen und Kaf­fee in das Refek­to­ri­um ein. Die Bun­des­ju­s­tiz­mi­ni­s­te­rin Frau Bri­git­te Zypri­es kam am 24.April zu einem pri­va­ten Besuch nach Wel­ten­burg. Im Mai unter­na­hmen die Zis­ter­zi­en­se­rin­nen von Ober­sc­hönen­feld ihren Kon­ven­ta­u­s­flug zu uns. Am Ende des “Won­ne­mo­nats” spen­d­ete uns der blin­de Neu­pri­e­s­ter Rai­ner Her­te­is aus dem Nac­hbar­bi­s­tum Eic­hs­tätt den Pri­miz­se­gen. Altabt Emme­ram Geser zele­bri­er­te zum Hau­pt­fest der Dre­i­fal­tig­ke­it­s­bru­der­sc­ha­ft das Pon­tifi­ka­lamt. Am Hoc­hfest der Apo­s­tel­für­s­ten Petrus und Pau­lus, dem 29. Juni, fei­er­te der uns schon vie­le Jahre ver­bun­de­ne Pfa­rrer Her­bert Kabath aus dem Bis­tum Mag­de­burg mit uns sein 40jähriges Pri­e­s­ter­ju­bi­läum. Am 29. Juli fei­er­te Herr Anton Röhrl, Sen­i­orc­hef der Klo­s­ter­sc­hen­ke, sei­nen 80. Geburt­s­tag. Abt Tho­mas M. und Altabt Tho­mas zele­bri­er­ten für den Jubi­l­ar und sei­ne Fami­lie eine Dank­mes­se in der Fra­u­en­berg­ka­pel­le. Anfang Sep­tem­ber über­nac­ht­ete Abt Rai­mund Schre­i­er OPra­em von Wil­ten mit eini­gen Juni­o­ren des Sti­f­tes bei uns. Er war der Fest­pre­di­ger auf dem Aben­s­ber­ger “Gil­la­mo­os”. Mit­te Sep­tem­ber fei­er­te zum 30jährigen Jubi­läum die Hilf­s­ge­me­in­sc­ha­ft der Dia­lyse­pa­ti­en­ten und Trans­plan­ti­er­ten Regen­s­burg-Stra­u­bing e.V. mit uns die Sonn­tags­mes­se. Anfang Okt­ober besuc­hten zwe­i­mal Bisc­höfe aus fer­nen Län­dern das Klo­s­ter: Johan­nes Goran­tla aus Südin­di­en und Alo­ysi­us Bali­na aus Tan­sa­nia, der auch die Kakau-Band mit­ge­brac­ht hat­te. Das süda­fri­ka­ka­ni­sc­he Novi­zi­at der Mal­lers­dor­fer Schwe­s­tern kam nach der Selig­s­prec­hung ihres Grün­ders Paul Josef Nar­di­ni zusam­men mit dem Super­i­or, Herrn Prälat Dr. Wil­helm Gegen­furt­ner, am 23. Okt­ober zu Besuch in unser Kloster.

Sie haben nun eini­ges vom Auf und Ab der Donau erfa­hren, vom Kom­men und Gehen beson­de­rer Gäs­te, aber noch nic­ht sehr viel von dem, was “hin­ter den Klo­s­ter­ma­u­ern” sich ere­i­g­net hat. Auch dort gibt es ein Auf und Ab, ein Kom­men und Gehen. Damit die­ses in einem gei­s­tlic­hen Rahmen ble­ibt, hat zu Beginn des bür­ger­lic­hen Jahres P. Dr. Dani­el Hör­ne­mann OSB aus Ger­le­ve uns in den jähr­lic­hen Exer­zi­ti­en wie­der tie­fer in die Psal­men ein­ge­führt, dem Kern unse­rer täglic­hen Gebets­ze­i­ten. In den Vor­trägen ging er auch auf die sog. Fluc­hp­sal­men ein, leg­te sie uns gei­s­tlich aus. Als Fruc­ht die­ser besinn­lic­hen Tage ent­sc­hlos­sen wir uns, auch die­se Teile der Psal­men im Chor­ge­bet zu beten. Unmit­tel­bar im Ansc­hluss an die Kon­ven­te­xer­zi­ti­en hat Fr. Anto­ni­us Grgic am Hoc­hfest der Ersc­he­i­nung des Herrn, dem 6. Janu­ar, die Ewige Pro­fess abge­legt. Zwei Brüder aus Zagreb und ein­ige Bekann­te aus der nähe­ren Umge­bung begin­gen mit uns die­sen Fest­tag. Zu einer gei­s­tlic­hen Kon­fe­renz über das II. Vati­ca­num kam Prof. Dr. Ludwig Mödl aus Münc­hen, der eben­so wie Pfa­rrer Josef Brand­ner wie­der sehr gut besuc­hte Pri­e­s­te­re­xer­zi­ti­en bei uns gehal­ten hat. P. Cle­mens M. konn­te am 5. März sei­nen 80. Geburt­s­tag bege­hen. Zu den Gra­tu­lan­ten zähl­ten der Kel­he­i­mer Bür­ger­me­i­s­ter Fritz Mat­hes und Ver­tre­ter der Pfa­rre­i­en Teu­er­ting und Thaldorf.

P. Leo­pold ver­lor sei­nen Vater Sieg­fri­ed Lör­nit­zo, der am 13. Juni in einem Gra­zer Spi­tal verstarb.

Fr. Rupert konn­te sein erse­hn­tes Ziel verwir­klic­hen, den Sieg der Klo­s­ter­mann­sc­ha­ft beim Bene­fiz-Fußball-Tur­ni­er zugun­sten der geplan­ten Kin­der­kli­nik KUNO in Regen­s­burg. Auch der Gewinn wur­de die­sem Zweck ges­pen­det. Dem gle­ic­hen Zweck dien­te auch ein Bene­fiz-Kon­zert des Symp­ho­ni­sc­hen Bla­sorc­he­s­ters Berc­hing im Klosterhof.

Im Okt­ober hat P. Josef M. das Klo­s­ter mit der Absic­ht ver­las­sen, in sei­ner Hei­mat-Diöze­se Spe­yer seel­sor­glich zu wir­ken. Sei­ne Stel­le im Sekre­ta­ri­at des Gäs­te­ha­u­ses nimmt seit Dezem­ber eine neue Mitar­be­i­te­rin ein, die Hotel­fac­hfrau Kat­ja Beil. Zum gle­ic­hen Zeit­punkt schi­ed der bis­he­r­ige Küc­henc­hef, Wolf­gang Kühnel, aus dem Kre­is der Ange­s­tellten aus. Ein fre­u­di­ges Ere­i­g­nis am Ende des Kirc­hen­ja­hres war die Zei­tlic­he Pro­fess von Fr. Qui­rin Erlac­her. Sei­ne Eltern und Verwand­ten von Rot­tach-Egern am Tegern­see und aus der Ober­p­falz nahmen an die­sem Fest am Chri­st­königs­sonn­tag, dem 26. Novem­ber, teil.

Da unser Klo­s­ter zur Baye­ri­sc­hen Bene­dik­ti­ner­kon­gre­ga­ti­on gehört, möc­hten wir auch noch über Verän­de­run­gen auf die­ser Ebe­ne beric­hten. Abt­präses Dr. Emme­ram Krän­kl trat nach einem Jahr von sei­nem Amt zurück. Auf dem Gene­ral­ka­pi­tel in Münc­hen wur­de sein Vor­gän­ger, Abt Dr. Gre­gor Zasc­he aus Schäf­tlarn wie­der in die­ses Amt gewählt. Geme­in­sam mit P. Lukas Wirth aus Sche­yern hat­te er bere­its im Frühja­hr bei uns die kano­ni­sc­he Visi­ta­ti­on durc­hge­führt.. Da Abt Dr. Gre­gor M. Han­ke von Plank­s­tet­ten zum Bisc­hof von Eic­hs­tätt ernannt und gewe­i­ht wor­den ist, mus­s­ten auch die Con­si­li­a­räb­te neu gewählt wer­den. Die­se sind nun Abt Dr. Mari­anus Bie­ber von Nie­de­ral­ta­ich und Abt Bar­na­bas Bögle von Ettal.

Auch im Kon­vent gab es eine Verän­de­rung in den Ämtern. Abt Tho­mas ernann­te auf Vor­sc­hlag des Kon­ven­tes P. Mic­ha­el zum Kla­u­s­tral­pri­or. Fr. Lukas M. bere­i­tet sich in Regen­s­burg auf das Vor­di­plom vor. Er wur­de zum Sprec­her der jun­gen Ordens­le­u­te im Bis­tum Regen­s­burg gewählt. Die Ver­bin­dung mit den ande­ren Orden­s­ge­me­in­sc­ha­f­ten wur­de auch im Rahmen der AGOM sowie durch die Teil­na­hme an der Ves­per zum “Tag des Gott­ge­we­i­hten Lebens” mit unse­rem Bisc­hof und dem Dom­ka­pi­tel im Regen­s­bur­ger Dom wei­ter vertieft.

P. Boni­fa­ti­us erhi­elt für sein wei­te­res Wir­ken im Hei­mat­bi­s­tum Köln die Exkla­u­s­tra­ti­on für drei Jahre. P. Tho­mas, der seit 2003 als Pfa­rr­se­el­sor­ger in Kulm­bach (Erz­bi­s­tum Bam­berg) tätig ist, bean­trag­te die Ver­län­ge­rung der Exkla­u­s­tra­ti­on um ein Jahr. Beide waren eben­so wie Altabt Tho­mas aus Ettal mehr­mals während des Jahres bei uns im Kon­vent zu Besuch. Eine gute Fruc­ht der dies­jähri­gen Visi­ta­ti­on ist die Kon­vent-Begle­i­tung, zu der der Mün­ste­ra­ner Pri­e­s­ter Dr. Wil­fri­ed Hage­mann gewon­nen wer­den konn­te. Wir sind ihm sehr dank­bar für sei­nen enga­gi­er­ten und ein­fühl­sa­men Ein­satz für unse­re Gemeinschaft.

In gewis­ser Wei­se haben Sie alle nun unse­ren Kon­vent begle­i­tet, indem Sie Ante­il genom­men haben am Leben unse­rer Klo­s­ter­ge­me­in­sc­ha­ft im letz­ten Jahr. Ger­ne haben auch wir alle mit unse­rem Gebet begle­i­tet, die uns ihre Anli­e­gen anver­tra­ut haben. Zugle­ich dan­ken wir allen, die uns mit ihrem Gebet, wohlwol­len­den Gaben und ande­ren Zeic­hen der Ver­bun­den­he­it unter­s­tützt haben mit einem herz­lic­hen “Ver­gel­t’s Gott”. Dass ER Sie begle­i­ten möge an allen Tagen im bald begin­nen­den Jahr des Herrn 2007 wün­sc­hen Ihnen und Euch allen zum Weihnachtsfest

Die Bene­dik­ti­ner von Weltenburg